Bei ""klartext"" de vds-ev (dt.Spr.-verein) heissgelaufene Esperanto/Linguna Diskussion

Prae du semainoi (1 decqvarnóctuo) proximume, estis discuto cze ‚klartext-vds’ pri Esperanto cai ancau Linguna (Esperanto reform linguística) en cadr del them "Weltsprachen" (Línguai tutmondai).
De tempo al tempo mi nyin transprenos iom de la discutoi seshitai. Exemple tiun contribuon-ce:
-->
Es gibt mehr griechische Wörter in Linguna, als früher Esperanto deutsche Wörter hatte. Warum? Ich sag es dir: Weil Griechisch/Hellenisch eine der ersten Hochsprachen und Kultursprachen Europas war (und immer noch mit dazu zählt), aus dem eine ganze Armada von heutigen medizinischen und anderen Fachwörtern hervorgegangen ist. Wieso - bzw. unter welchem verderblichen Einfluss Zamenhof für Esperanto diese Quelle fast ganz links liegen gelassen hat und deutsche Wortstämme, die wie Kasperln wirken, aufnahm (bzw. unter wessen Druck dies geschah), das muss noch besser erforscht werden. Wegen der deutschen Verbrechen in den letzten Weltkriegen hat das Deutsche sehr gelitten, und es ist für Linguna jedenfalls sechskantig hinausgeflogen.
Das ist Fakt.
Und ich möchte ich dringend zu bedenken eben, daß Großmachtdenken
aus eher schäbigen Sprachen keine gute Sprachen machen kann.
Und andererseits, daß generell das Gieren nach Großmacht nichts
gemein hat mit dem Streben nach Völkerverständigung auf breiter
Ebene, von Mensch zu Mensch über alle Grenzen hinweg, nach
Zusammenarbeit und Gedankenaustausch, nach
Miteinander in einer schwierigen Welt. Eine Friedenssprache ist
ihrer Natur nach kosmisch-weit von
Großmachtsprachendenken entfernt. Das sind zwei ganz unterschiedliche Dimensionen, sozusagen ohne gemeinsame Achse.
-

Und praktisch gesehen, man braucht nicht auf Knacklaute usw., die es
übrigens in Afrika nur bei den Buschleuten der Kalahari gibt,
zusätzlich auszuweichen, um eine Supersprache alles Menschliche
umfassend zu machen. Lassen wir
die Muttersprachen in Ruhe, die zeigen uns viele
Eigentümlichkeiten, die sogar zu schützen sind, aber eine
Universalsprache als Verständigungs- und Zweitsprache
aller braucht eigentlich nur die wichtigsten Konsonanten und Laute,
um die Wörter möglichst weit differenziert voneinander zu
halten; so dahs keine Verwechslungen vorkommen. Und man
kann auf Vorarbeiten durch internationaler verbreitete
Sprachen zurückgreifen.
Übrigens hat beispielsweise die Plansprache Ki-Suahili einige
suahilisierte Fremdwörter aus dem englischen Pidgin. Und
internationale Fachwörter sind auch für Afrikaner nicht immer
völlig unbekannt. Oft stammen diese ursprünglich aus dem
Lateinischen, bzw. aus der Zwischenstufe Französisch, und aus
dem (Pidgin) Englisch, welches bis zu 80% aus romanischen Teilen
besteht. Englisches Pidgin - und anderen Orts Französisch und
Portugiesisch - waren in Afrika hineingepflanzte Kolonialsprachen;
davon ist auch etwas dort hängen geblieben.
Wir müssen also nicht bei Adam und Eva neu anfangen. -
-
Linguna (la Língua cosmopolita, seit 1992) hat übrigens statt der
Esperantowörter "knabino" (Mädchen) das direkte Stammwort:
mejda (germanisch weiter verbreitet); und statt "fraûlino"
(aus dem Deutschen) das direkte Stammwort: senorita. Statt
Esperanto "patrino" (was im Italienischen die Bezeichnung für
Mafiaboss ist) haben wir im Linguna "maica" aus dem
Slawischen, welches jedoch - siehe "maja", Mütterchen, mit dem
Altgriechischen verwandt ist.

-=-=-=-=-=-=-
Ido und Interlingua auch mit germanischen Wurzeln. (?)
Zitat:

Aton-Amarna schrieb:
Schon IDO von Beaufront und INTERLINGUA von Gode und Berger und andere Kritiker des Esperanto haben auf die Eingabe deutscher Brocken in eine Internationalsprache verzichtet, ...

Ido enthält eine ganze Reihe Wörter aus dem Deutschen, Interlingua zumindest aus dem Englischen, also in beiden Fällen liegt kein rein romanischer Wortschatz vor.

Die Ausdrucksweise "deutsche Brocken" stellt eine merkwürdige Wertung dar. Es gibt keinen sprachtheoretischen Grund, englische Wörter zu berücksichtigen, deutsche aber nicht.

#
La respondon mi ne plu povis doni, reqva la coqvitagjoi (cooquies?) ne plu permissis me la entron.
---
---
Linguna hat Esperanto verbessert und schöner gemacht.
Zitat von SethSteiner:
Mir gefällt Esperanto nicht, kann man von meiner Seite aus gerne sprechen aber als Welthauptsprache würde ich sie absolut nicht sehen wollen. Sie ist einfach viel zu südlich wirkend. Diese ganzen O`s am Ende....
respondo :
(...)
Und deine obigen Anmerkungen sind die breite Meinung vieler, unzählig vieler Menschen gewesen bezüglich Esperanto, darum ja die verschiedenen Kritiken. Die Vorliebe für Schematismen in Esperanto war nicht gut.
Ist aber alles seit 1992 in Linguna überwunden - die ganzen Vorschläge wurden dann zusammengetragen, gesiebt und geschliffen.
Die Tatsache, doas(ß) die Vokabeln dem Lateinischen, Griechischen und Slawischen entnommen sind, kannst du darin begründet sehen, doas(ß) die allermeisten dieser eben gleichzeitig eine grohsse Internationalität (internationale Bekanntheit) erlangt haben, auch in Fachwörtern vorkommen, Fremdwörtern vieler Sprachen.
Wollte man statt dessen aus jeder Sprache nur ein Wort nehmen, das wären bei 3200 Sprachen also 3200 Grundwörter (das geht und reicht), dann könnte sich aber trotzdem keiner darin wiederfinden, denn nur ein Wort wieder- erkennend, nach langem Suchen, alles andere fremd, das ist doch zu wenig.
Also darum der andere Ansatz Zamenhofs schon: Internationalität anstreben. Denn wir leben nicht mehr in der späten Urzeit; die Welt ist sich ohnedies schon näher gekommen, wie auch immer. Aber sie ist es. Daher dein oben erwähnter Eindruck, doas(ß) lateinischer und griechischer Geist in Linguna wieder erstanden sind, Und zwar ganz zu Recht. ---
Für manchen Sprachenstreit, wie zwischen Vallonen und Flamen in Belgien z.B., ist LINGUNA auch die richtige Lösung, eine neutrale Zweitsprache; aber jeder in seinem Gebiet spreche und nutze seine eigene Muttersprache.
Was, bitteschön, soll daran so verkehrt sein? Sträuben dagegen tun sich nur Ewiggestrige, die an dem Hass zwischen den Volksstämmen interessiert sind, um dann darin im Trüben zu fischen...
(Frts.folgt)