LINGUNA --- e-i-n-e   Sprache   für   alle
 
Es war von je her ein guter Traum der Menschen, eine einzige Sprache zu sprechen und zu schreiben, eine leicht erlernbare und umfassende Sprache, die alle verstehen, und dadurch die Grenzen nieder zu reissen, die im Laufe der Entwicklung und Geschichte der Menschheit entstanden sind.
So auch beispielsweise zwischen dem Französischen, Spanischen, Italienischen, Norwegischen, Englischen, Isländischen, den slawischen Sprachen (Russisch, Bulgarisch, Czechisch, Slowakisch, Serbokroatisch, Slowenisch, Polnisch, Ukrainisch usw.), dem Chinesischen, Japanischen, Swahili, Quechua, Khmer und all den vielen anderen verschiedenen Sprachen auf der Erde. Esperanto war ein Vorläufer, der über hundert Jahre schon versucht hat, diesen Traum zu verwirklichen. Mit Linguna, der reformierten Erweiterung des Altesperanto wird eine höhere Akzeptanz erreicht und somit Brücken der Freundschaft und dauerhaften Friedens zwischen den Völkern geschlagen.
 
Die Idee, eine weltumspannende Zweitsprache für alle zu schaffen, stammt mit Esperanto von Ludovico Lázaro Zamenhof (geb. 1859 in Varszawa) . Schon als Jugendlicher merkte er (er lebte damals in Bjalistok, das zeitweise unter russischer Verwaltung war), dahs einer der Gründe für Streitigkeiten und Missverständnisse zwischen Menschengruppen und Völkern in der Verschiedenartigkeit ihrer Sprachen liegt, die es Verhetzern zudem leicht ermöglicht, im Trüben zu fischen, die Völker gegeneinander aufzubringen und zu Kriegen zu verleiten. So ist damals das erste Esperanto entstanden, was übrigens „der Hoffende“ heisst.
1887 erschien das erste kleine Lehr- und Vokabelwerk dazu. Es folgte die „Fundamenta Krestomatío“ – ein Grund-Lesebuch des Esperanto und Romane, Novellen und Gedichte in dieser neuen Sprache, woran sich auch seine Tochter beteiligte. Viele Menschen erlernten die Sprache und es wurden immer mehr Übersetzungen in sie und Originalwerke in ihr verfasst. Sehr bald gab es die ersten Adressbücher von Esperantonutzern und Esperantosprechenden. Bedeutende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und aus der Wissenschaft haben sich für die Idee der ‚International-Sprache’ ausgesprochen, obwohl alles, was der Mensch schafft, zunächst auch mal seine Kinderkrankheiten hat, zumal im alten Esperanto auch Unzulänglichkeiten vorkommen, wie z.B. die zu schematische Bildung von Gegenteilwörtern (mit ‚mal-’ davor) auch im Bereich der Grundwörter oder die
Ableitung der weiblichen Personen (durch Anhängen von ‚-ino’) aus den männlichen und das überall.
Dann die von den Deutschen selbst für eine romanische Sprache (was Esperanto ja ist) als störend empfundenen zahlreichen deutschstämmigen Wörter mit hoher Worthäufigkeit (s^ranko, benko, knabo, baldaù, morgaù, vorto, danko, fali, nur, s^tupo, for <=fort>, ebena, vango, vando, ^sati <schätzen>, varo, jaro, bildo, s^vebi, flugi, ^suldi, tago, monato, helpo, havi, s^trumpoj <Strümpfe>, verkoj, segi <sägen>, lido <Volkslied>, leki, ledo, laù <laut/gemähs>, laùta, hela, dika, kvaki, lodi <loten>, logi <locken>, lispi, soklo <Sockel>, oferi <opfern>, kuko <Kuchen>, boato <Boot>, shipo, sinki, ^sajni <scheinen zu sein/tun>, sledo <Schlitten>, spulo <Fadenrolle>, stamfi, stalo <Stall>, s^talo <Stahl>, stango, stabo <Führungsstab>, splito, stilzo <Stelze>, s^teli <stehlen>, steveno, strando, strebi, s^trebo <Strebe>, staplo, sturmi <Sturmangriff machen>, ^sakto <Schacht>, ^safto <Schaft,Welle>, ^saro <Pflugschar>, ^safo, ^saùmo <Schaum>, ^sika <schick>, svarmi <wimmeln>, varma, varmega <heiss>, s^topi <stopfen>, s^pico <Hund: Spitz>, s^veli <(an)schwellen>, s^pari, s^pini, s^pato <Spaten>, s^puro <Schienenspur>, ^sirmi, s^pruci <hervorspritzen>, ^suti <schütten>, s^viti, s^maci, s^minko, s^lako, ^sinko <Schinken>, ^sindo <Schindel>, ^soso (Schöhsling, Trieb), s^tormo <Sturm>, ^suo <Schuh>, s^losi <verschliessen>, s^miri, ^sildo <Schutzschild; Geschäftstafel>, s^nuro, ^salti <schalten>, supo, suno <Sonne>, ^soh^ti <schächten>, tuko <Tuch>, taso <Tasse>, taùgi, telero, trinki, drinki <Alkoholisches saufen>, trafi <treffen>, treti <einen Tritt geben>, trili <trillern>, vakso, veki, varbi <werben>, vetero, velki, vimplo, vidvo, ves^to <Weste>, veti <wetten>, vi^si <wischen>, volbi <wölben>, vrako, vringi, zorgi <sorgen>, vundi, zumi <summen>, sigeli, setli <siedeln>, sako <Sack>, rifli, rifo, rigli <verriegeln>, ringo, rasli, rado, pruda, pluki <pflücken>, plugi <pflügen>, pepi <piepsen, zwitschern>, pado <Pfad>, pafi <schiessen>, nuto <Nut>, nikso <Nix>, najli <nageln>, nabo, mueli <mahlen>, milda, mevo <Möwe>, meki, makleri, lerni, lasta <letzt>, lando, kviki, kuglo <Geschoss>, kripo <Krippe>, krabli, kraki <krachen>, kras^i <abstürzen>, kramfo, korbo, kolbo, knali, klafto, kisi, kerno, kelo <Keller>, kelnero, kauri, kaki, juki, jodli, -ino <Weib>, hordo, hundo, hoko <Haken>, hipo >Gärtnermesser>, hejti <heizen>, haùto, haro, halti (Halt machen, (ein)halten), hasti, haspelo, halo <Halle>, haki, groco <Gros>, grunti <grunzen>, grifelo, glimi, gliti, glata, gisi <ausschmelzen, verhütten>, gasto, garbo, gakri, galgo, galo, ^salo <Schal>, gango (Erzgang), gafo <Gaffel, Segelsange>, furzi, funto <Pfund>, frua <früh>, frosto, forsto, fu^si <pfuschen>, frezi <fräsen>, femda, fosto, forgesi <vergessen>, fliki, flegi, firsto, fi^so <Fisch>, fingro, floko, fiki, ferdeko, felo, farbo <Streichfarbe>, fasti <fasten>, fajro <Feuer>, fajfi, fajli, fako <Fach>, erco <Erz>, elfo <Naturgeist>, dros^ko <Mietwagen>, drato, dra^si <dreschen>, digo <Deich>, daûri, daùbo, danci, fraûlino, dampi, celi <zielen>, ciki <zucken>, bunta, buglo <Bügelhorn>, brusto, bubo, bori <bohren>, boko, blonda, blinda, blendo, bizo <Nordost-Bise>, bleki <blöken, Tierlaut geben>, bindi <einbinden>, biero, beroj <Beeren>, beto <Beete, Runkelrübe>, bedo <Beet>, bedaùri, basto, barto <Fischbein>, balgo, baki, alko <Elch>, akselo, sageo <Sage>, rusto <Rost>, anstataû <(an)statt>, kesto <Kasten>, knari <knarren>, murdi <ermorden>, snufi <schnufen>, smugli, sofo <Sofa>, spuro <Spur, Fährte>, striko <Streik>, streki <Strich ziehen>, ^sovi <schieben>, ^sultro <Schulter>, s^tofo <Stoff>, s^roto <Schrot>, ^soveli <schaufeln>, s^limo <Schlamm>, s^rumpi <schrumpfen>, s^malco, s^raùbo <Schraube>. ... ...
 
Da vermisst man doch sehr den Rückgriff auf das Griechische, schiesslich war dieses einst mal die erste europäische Koinee (Gemeinsprache der europäischen Urzeit), auch die slawischen Sprachen kommen sehr zu kurz.
Die Deutschfärbung wurde zunächstmal einfach hingenommen und überall bildeten sich Esperantoklubs und Esperanto-Fachvereine, die die Internationalsprache auf ihr Fachgebiet anwendeten, Kongresse fanden und finden statt, die Zahl der prinzipiellen Befürworter stieg ins Unermessliche. Auch die Weltkriege vermochten diese gute Idee nicht niederzumachen. Es erschien sogar eine eigene wissenschaftliche Esperantozeitung und viele Zeitschriften. Dr. Zamenhof erhielt für seine Verdienste in der Völkerverständigung in Frankreich den Orden der Ehrenlegion. Manche literarischen Werke von Weltruf sind in diese neue Sprache übertragen worden.
 
Dabei wurde jedoch auch deutlich, dahs der bisherige Status der Sprache als Sprache zu wünschen übrig liess. Verkleinerungen (mit Nachsilbe –et-) und Verstärkung (mit Nachsilbe –eg-) zum Beispiel sind denn doch bei völligem Fehlen von eigenständigen Wortstämmen dafür etwas arg deprimierend. Aber diese Internationalsprache nahm weitere Wortstämme auf, bis dann eine sketiererische, „fundamentalistische“ Richtung aufkam, die wollte, dahs alle so genannten „Neologien“ (Neuwörter) wieder ausgeschaltet würden. Es liegt aber der Verdacht auf der Hand, dahs diese komische Bewegung eher gesponsert worden ist von Feinden der neutralen Internationalsprache der Menschheit, die es gar nicht gern sehen, dahs Menschen sich ohne zwischengeschaltete Richtungsjournalisten und Mediatoren sich selbst weltweit informieren und verständigen können, man wollte die Menschheit dringend wieder zu gegenseitigen Kriegen animieren, dabei ist natürlich eine neutrale, ungebundene Völkerverständigung von Mensch zu Mensch (also ohne Steuerung) „schädlich“, das passt(e) denen gar nicht. -. -. - ...
Inzwischen gibt es seit 1992 das Linguna, welches das frühere Esperanto, in naturalistischem Sinne Wortschatz erweiternd, auf etymologischer Basis ausbaute und verbesserte. Auch wurden die Ableitungssilben (Affixe) zum Teil erweitert.
Einige grammatische Differenzierungen kamen noch hinzu.
 
Trotzdem achten wir das Altesperanto als den Vorläufer des Linguna sehr, sind aber sicher, dahs Linguna endlich die bei Esperanto (aus weiter oben genannten Gründen) lang vermisste Massen-Akzeptanz erreichen kann, weil es flexibler ist und natürlicher.
 
LINGUNA für Neugierige:
Guten Tag = Saluton / Bondajon
Gute Nacht = Bonan nocton
Ja    = si-jess
doch =  tamen jess
Nein  =  noné
nicht =  ne
Wie heisst du? = Qvómodau vestra nom?
heute = hódie
morgen = áurion
Ich lese ein Buch = legym (un) libron
die Jugend = la junularo
Auf Wiedersehn = al revidiscso / ysqe revido
wir lernen Linguna = apprendams Lingunan
sie verreisen = illi ec-vojagjaz
Freund = amico
Freundin = amiqina
Mädchen = mejda
Mädel = pucella
Frau = fémina
Ehefrau = spusa
Ehemann = andro
Mutter = maica
Schwester = achaita
Bruder = frato
Vater = patr
Grohsvater = avo
Grohsmutter = bábushca
 
0,1,2,3,4,5,6,7,8,9,10 = null, unu, du, tri, qvar, qvin, sess, sep. oc, naun, dec
erste/r = prima
zweite/r = segonda
dritte/r = tércia
vierte/r = qvarta
sechste/r = sessta
siebter = septa
achter = octa
neunter  = naunta
zehnte/r = décata
 
Linguna ist ebenso wie Deutsch eine Sprache, die aus verschiedenen Stammessprachen in Europa entstanden ist; durch die geschichtlich weite Verbreitung dieser Sprachen auch in der übrigen Welt gegeben, war es also richtig, aus diesen Sprachen möglichst wieder erkennbare Stammwörter zu schöpfen, und sich vom griechisch-lateinischen, europäischen Geist leiten zu lassen. Man kann beispielsweise von jedem der über 3000 Sprachen der Erde je ein Grundwort nehmen, dann aber hat man zwar ein Sammelsurium, aber nicht eine Sprache. Sie wäre allen nur fremd. Man musste daher von dem ausgehen, was schon international sich weiter verbreitet hatte, auf welchen verschlungenen Wegen auch immer.
So gibt es in sehr vielen Sprachen Wörter, die ähnlich klingen oder von in eigener Sprache Verwandtem abgeleitet werden können, und zwar weil sie auf eine gemeinsame Wurzel zurückgehen oder weil sie als Fremdwörter weiter getragen wurden. Deutsch „Brot“ heisst Lateinisch panis, Italienisch pane, Spanisch pan, Französisch pain, Lingunae pan, pano . Deutsch „Friede“ heisst auf Lateinisch pax, Französisch, paix, Italienisch pace, Spanisch paz, Englisch peace, Lingunae paz, pazo. Deutsch „Frau“ heisst auf Lateinisch femina, Französisch femme, vgl. englisch female (weiblich von Geschlecht), vgl. spanisch feminino (weiblich), vgl. deutsch feminin (weiblichen Geschlechts), italienisch femminile (weiblich), ungarisch feminin (Femininum), feminista (Feministin); Lingunae fémina (Frau), feminino (Femininum).
Solche Ähnlichkeiten und Verwandtschaften sowie Fremdwörter und Lehnwörter gibt es weit mehr, als wir denken. Wo eher keine Gemeinsamkeit zu finden war, wurden Griechisch, Bulgarisch, Russisch, Lateinisch, weitere Sprachen, aber nur ganz selten Englisch oder Deutsch herangenommen. Vogel z.B. ist „birdo“ (engl. „bird“); Jahr z.B. ist „ánnuo“ (siehe aber auch année (frz.), annual (jährlich, engl.); Junge ist z.B. „paido“ (griech.); Hund ist z.B. „dogo“, Dogge dagegen: „molosso“ (russ.); Wrack ist z.B. „oblomco“ (russ.); nicht mehr frisch/alt ist z.B. „ocza“ (ungar. ócska, vgl. engl. odd), dagegen alt (an Jahren) ist „olda“ (dt. alt, engl. old).
 
Die Grammatik ist leicht erfassbar und einfach: Die Eigenschaftswörter enden auf
„–a“, in der Mehrzahl auf „–ai“. Hauptwörter enden auf –o, in der Mehrzahl auf „-oi“ oder wenn haufenartig, auf „-ar“. Der Zielkasus (Handlungsziel im Satzbau) geht auf   -an, -on, -ain, -oin, -aron je nach dem ob es sich um Hauptwort, Eigenschaftswort, Einzahl und Mehrzahl handelt. Es gilt die Übereinstimmung zwischen Eigenschaftswort und Hauptwort beim Fall und nach der Zahl.
Es gibt weibliche Personen und Feminina (Länder, Regionen, Gebiete, Ausgedehntes, Blumen, und Wissenschaften) auf langes „–a“.
 
Die Zeitwörter (für tun oder sein) gehen so: -ym, -as, -as für die Einzahl (Gegenwart, 1.,2.,3. Person), -ams, -az, -az für die Mehrzahl (Gegenwart Plural, 1.2.3. Person).
In der Vergangenheit: -is, -is, -is; -ims, -iz,-iz .
In der Zukunft: -os, -os, -os; -oms, -oz, -oz .
In der Bedingungsform: -us, -us, -us; -ums, -uz, -uz .
In der Möglichkeistform (könnte wohl, mag sein), Betonung bleibt dabei auf dem Stamm: -yus, -yus, -yus; -yums, -yuz, -yuz. 
[„z“ ist wie „szh“ zwischen den Zähnen ausgesprochen; „s“ ist stimmhaft summend, „ss“ ist scharf.]
 
Also es könnte sein, dahs ich dir begegnen werde = Do éstyus qve mi dzin rencontos.
 
Die persönlichen Fürworter sind: 
Einzahl:   mi (ich), dzi (du), vi (du, Sie), li (er), shi (sie), id (es), oni (man/frau/leut ), to (sie oder er);
Mehrzahl: ni (wir <aus Bulg./Slaw.: nije>), vi (ihr/Sie im Plural <aus Bulg./Slaw.: vije), illi (allg. sie im Plural), illai (sie, wenn betont wird, dahs es weibliche Personen sind).
Das ist mal ein erster Einblick. Es wird alles durch die Anwendung im Handumdrehen leicht erlernt und macht Spahs. Diese Sprache ist reich an Ausdrucksformen und im Wortschatz sehr ergiebig. Sie ist präziser als viele andere Sprachen, und sie ist wohlklingend und klar.
 
Wir schlagen sie unter anderem vor als die Gemeinsame Hochsprache der Vereinigten Staaten von Europa, Orient und Maghreb,
und auch als Menscheitssprache von Planet Terra 1 im Sonnensystem Sol.
 
Freundliche Grühsse / Affablain salutoin! Vestra secura servanto, qvi vu orecas suan manon en amiqezza cai paz,  
Hans Dito Goeres
 
 
(Fortsetzung folgt)