Wer hätte das gedacht. Am Ende des Tages sitze ich in einem Hotel an meinem Notebook und blicke hinüber nach North Vancouver. Gerade kommt die Fähre an. Daneben warten Containerschiffe und Containerzüge. Und links davon rast der gläserne Aufzug hinauf zum Harbour Center. Und dahinter Hochhäuser, schneeedeckte Berge und Sonnenschein.

Das ist das Ende eines Tages, der in recht trüber Abschiedsstimmung begann. Erst als im Flieger von Frankfurt nach Vancouver der superfreundliche Steward den obligatorischen Gin Tonic brachte,  fiel die Anspannung ab und Urlausgefühle kamen hoch -  auch wenn der Inder neben mir einfach nicht glauben wollte, dass unsere Audio-Anlage nicht funktionierte und andauernd den Bildschirm vor seinem Sitz bearbeitete.

Ohne musikalische Untermalung waren es dann doch recht lange 9 Stunden 45 Minuten. Da eine sehr nördliche Route über Grönland genommen wurde, flogen wir zwar über die Gegend, in der ich noch mit dem Zug fahren will. Aber das meiste war in Wolken verhüllt. Erst kurz vor Vancouver riss es auf und zeigte ein gigantisches Panorama mit Wasser und schneebedeckten Berggipfeln.

Der Flughafen war viel freundlicher und heller als ich ihn in Erinnerung hatte. Es gab zwar lange Schlangen, aber die Formalitäten verliefen ohne Probleme. Und auch mein bezahlter Transfer klappte. Für meinen Gutschein hatte ich sogar die Wahl zwischen einer normalen Limousine oder einer Stretch-Ausgabe. Aber das musste nicht sein. Es reicht ja, wenn ich den Luxus im Delta Suite-Hotel genieße. Hier oben im 23. Stock. Bei Sonnenschein um 18.29 Uhr. Ich rechne jetzt lieber nicht aus, wieviel Uhr das jetzt zuhause ist.