Der schlechte Ruf der BAHN AG ist bereits legendär. Hartmut Mehdorn, der Vorsitzender des Vorstands ist eine Art Buhmann der Nation geworden. Er ist wahrscheinlich namentlich bekannter als sein eigentlicher Chef in der Bundesregierung, Minister Tiefensee.

„Alle reden vom Wetter, wir nicht!“. Das war wohl der beste Werbeslogan aller Zeiten. Seither reden alle von der Bahn, weil wir alle Bahnfahrer sind, mehr oder weniger. Und jeder, so scheint es, hat sich offenbar schon einmal über dieses Unternehmen geärgert hat.
Das Image ist schlecht.
 
Dabei ist das Unternehmen besser aufgestellt als viele andere vergleichbare Unternehmen in Europa. (Nur die Schweizer sind unschlagbar gut.)
Also, das Image ist schlecht - aber nicht weil das Unternehmen mit seinen vielen Mitarbeitern schlecht ist, sondern weil die Öffentlichkeitsarbeit der Bahn so grottenschlecht iformiert. Die Manager in der obersten Etage, die Herren und Damen v o r Mehdorns Schreibtisch scheinen nur Erfüllungsgehilfen des Vorstandsvorsitzen zu sein. Er hat immer das letzte Wort (Machtwort). Selbst der Minister steht im Schatten des selben.
 
Die einmalig Chance für ihn und seine Deutsche Bahn AG, aus dem Image-Tief herauszukommen, ist wieder einmal vertan. Hätte er sich zu der historischen Einmaligkeit als Nachfolgeorganisation der Reichsbahn bekannt, die Sympathien wären ihm gewiss gewesen. Hätte er den Organisatoren bei der Vorbereitung und Durchführung ihres Anliegens, den Zug der Erinnerung auf die Schiene zu setzen, großzügig unterstützt.
Er und seine Manager haben auch diesmal die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Schade.
 
Der Ostbahnhof in Friedrichshain ist heute am Sonntag ein Ausflugsziel für viele Berliner.
Rundfunk und Printmedien berichten ständig über das Ereignis. Der Bahnsteig (Gleis 1) ist überfüllt. Würde man eine Statistik führen, müsste man erkennen, dass sich noch nie so viele Mensch gleichzeitig in diesem Bahnhof, auf einem Bahnsteig eingefunden haben, wie heute. Heute, das ist nach der Wiedereröffnung des Ostbahnhofs seit .......
 
Positiv gewendet, hätte die Bahn AG heute einen Prestige-Bonus einfahren können.
So aber zeigen sich die Vertreter der Bahn AG fast ausschließlich als Sicherheits- und Ordnungskräfte. Für die aufstrebende Weltstadt Berlin ein merkwürdiges Bild, das sich hier den fremden Besuchern und Touristen zeigt.
 
Ich sage es noch einmal: Schade! Die Bahn ist ein gutes Unternehmen. Nur das Image ist schlecht. Das Wort vom Buhmann Mehrdorn macht unter den Besuchern die Runde. Hier wurde eine Chance erneut vertan.