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Worte schaffen Bilder ... in unseren Köpfen. Sie lassen ganze Welten entstehen oder Auschnitte unserer Realität. Wörter lassen nie unberührt.
Geschichten haben mich schon immer fasziniert, ebenso wie die Fotografie. Das es eine Verbindung geben könnte, kam mir nie in den Sinn. Im November 2008 habe ich für mich aber dann ein neues Hobby entdeckt : Das kreative Schreiben.
Ähnlich wie beim Fotografieren kommt es auch hier auf die Bildgestaltung an, auf die richtige Stimmung, den Zugang zum Betrachter. Schnell lernte ich, mit Worten Bilder einzufangen und zu schaffen,so wie vorher nur mit meiner Kamera.
Im Januar 2009 wurde zum ersten Mal eine Geschichte von mir abgedruckt. Ein besonderes Erlebnis und eine spannende Erfahrung. Gedruckt wurde die Geschichte im GOLEM, Ausgabe Nr. 87, dem Phantastik-Zine des SFC Thunderbolt, einem beeindruckend rührigen Club, der von Fans und echten Machern für Fans gemacht wird. Mehr dazu findet man hier :
Ein großes "Danke" an Uwe Post. Viel Glück für Symbiose
Eine in jeder Hinsicht empfehlenswerte Seite und ein unterstützungswürdiger Verein.
Im März diesen Jahres wurde eine meiner Geschichten sogar vertont. Getan hat dies der hervorragende Hörspielmacher Sven Matthias, bekannt u.a. durch sein Rick-Future-Projekt
sowie weitere spannende Hörspiele. Sven versteht es kongenial, durch Einsatz seiner Stimme Stimmung und Bilder im Kopf zu erzeugen. Meine Geschichte erschien in der Anthologie
Auch dir ein großes "Danke", Sven.
Ein großer Dank gilt auch Harald Giersche, einem engagierten Herausgeber und Autor. In der demnächst erscheinenden Anthologie fantastic episodes 2 wird eine von mir exklusiv für diese Sammlung geschriebene Geschichte erscheinen. Auch dies eine Premiere und eine sehr spannende Erfahrung.
Es gibt natürlich einen Pressebericht und den hier den ersten Teil von fantastic episodes
Dir natürlich auch ein großes "Danke", Harald.
Ausserdem empfehle ich hier die Seite www.kurzgeschichten.de. Das härteste, aber auch beste, Forum für Autoren und Kritiker.
Stille liegt über dem Land, ich auf der Lauer. Hitze liegt über allem. Objektiv und Aufmerksamkeit sind auf ein Vogelhäuschen in unserem Pflaumenbaum gerichtet. Schweiss rinnt in meine Augen, es ist heiß in der Sonne. Mücken umsirren mich blutgierig, doch ich will sie nicht verscheuchen. Ich habe Angst, das Objekt meiner Betrachtung zu verscheuchen. Mama Meise nähert sich scheu dem Vogelhaus, mit einem Wurm im Schnabel. Der Nachwuchs hat Hunger. Gleich ist es soweit und sie wird in das Häuschen schlüpfen. Angespannt liegt mein Finger auf dem Auslöser.
"Röööhhhrrrrrr" frisst sich der Benzin-Rasenmäher meines Nachbarn ins hohe Gras. Und ich mache ein wunderhübsches Photo eines Vogelhäuschens, ohne Mama Meise. In Gedanken die juristischen Folgen eines Totschlages im Affekt abwägend packe ich frustriert meine Ausrüstung zusammen. Morgen versuche ich es wieder und dann...... habe ich wirklich ´ne Meise.
Hello to all!
There is a new group for whale and dolphin pictures. Please contribute or watch. The itention is to collect pictures of whales and dolphins.
"Ich mach dann mal eben ein Photo", sagte ich zu meiner Frau. "Ja neeh, is´klar", sagte Sie, wissend lächelnd. "Nimm unseren Sohn mit. Die frische Luft tut ihm gut". "Mpf", sagte ich, nahm Stativ, Kamera und Sohn und fuhr zum Motiv, ein Bach in der Nähe. Das ausgewählte Motiv liegt an einer Strasse. Einer viel befahrenen Strasse. Mein Sohn und ich gingen vom Abseits geparkten Auto zu dem Bach, und ich baute meine Kamera auf und begann, nach dem geeigneten Blickwinkel zu suchen ("Papa, mir is´langweilig") und die günstigte Position zu finden. An dieser Strasse. Dieser viel befahrenen Strasse. Nachdem ich eine günstige Aufstellmöglichkeit gefunden hatte ("Papa, mir is´immer noch langweilig, Papa!"), machte zunächst ein paar Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten, um dann ("Papa, mir is´langweilig, ich springe mal ein bisschen über den Tümpel hier!") mit unterschiedlichen Farbräumen und Sättigungstufen zu experimentieren. nachdem ich meinen Sohn aus dem Tümpel gezogen hatte, natürlich. Gott sei dank war es warm und er hatte Stiefel an. Ich machte ihm den Vorschlag, er dürfe dann auch mal "auf´s Knöpfchen drücken". Mist, alles noch mal, Blickwinkel suchen, Stativ neu ausrichten usw. Während ich also abwechselnd (im Stillen) über den spontanen Bewegungsdrang meines Sohnes und (laut) über die Vibrationen der vorbeifahrenden Autos fluchte, lauschte mein Sohn andächtig dem plätschernden Bach. "Papa, ich muss mal". "Noch eine Minute, dann fahren wir". 30 Sekunden später:"PAPA! ICH MUSS MAL".
Während ich in teilweise sehr merkwürdiger Körperhaltung am Rande der Strasse (viel befahren, Sie erinnern sich) hockte und meinem Sohn langweilig war, bzw. zum Schluss von einem Bein auf das andere hüpfend, ging mir der Gedanke durch den Kopf "Hoffentlich sieht Dich keiner, den Du kennst!" . Von den ca. 60 Aufnahmen sind 5 gut. Der Rest ist a) verwackelt (die viel befahrene Strasse, Sie erinnern sich), b) mit meinem Sohn drauf oder c) beides. Trotzdem war es ein schöner Ausflug. Sagt zumindest mein Sohn. Und der muss es wissen, oder :-)
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