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November 15, 2008

Sonntag, 19.10.2008, ein Arbeitstag

Versuchen wir´s. Neun Uhr breche ich auf, Malgeräte und Farben im Rucksack auf dem Rücken, Staffelei unter dem Arm. Ich erklimme die riesige Stadtmauer, die Lucca schützend umarmt seit Ewigkeiten. Die Italiener treiben in Mengen morgensportelnd über die Anlagen: spazierend, joggend, scatend, radelnd ... mit oder ohne Hund ... Auch ich strebe meinem Ziele zu. Die Piazza Anfiteatro ist ein ovaler Platz, 1830 vom Architekten Nottolini ersonnen und verwirklicht auf dem Areal des alten römischen Amphitheaters. Im "Roma", meinem favorisierten Kneipchen vor Ort, lasse ich mir Frühstückskaffee bringen und ein Croissant. Der Platz ist menschenleer, 10 Uhr. Kurze Zeit später, wie von Geistermund befohlen, strömen durch alle vier Tore des Ovals Touristengruppen. Das täglich sich wiederholende irdische Theater dieses Ortes beginnt.

Auch ich beginne mein Tagwerk und probiere kleine Skizzen zum Bildaufbau. Nach dem zweiten Cafélatte setz ich die Vorzeichnung auf Platte. Da ist 13 Uhr heran und der Hunger nagt, v.a. aber der Durst, denn die Sonne ist gut kräftig heute. Das goldgelbe Bierchen ist nötig, es sprudelt vor mir auf dem Tisch, verlockend, wir erwarten die Bruscetta. 13 bis 17 Uhr male ich das kleine Bild vom großen Welttheater. Alles hackt. Das Harmonische sind Farbwahl und die Komposition, die diagonal alles zusammen halten soll. Die ganze Welt - ein Theater! Vorn: zwei Figuren, emotional aufgeladen. Dann die Kulissen des Platzes, da bahnt sich von Balkon zu Balkon etwas an, dreckige Wäsche wurde gewaschen, flattert an der Leine vor den Fenstern, über Gezänk kann Gras wachsen. Und über dem irdischen lauert das himmlische Theater. Selbst dort keift es. Gewitterwand zieht auf und man weist auf uns Figuren.

Ich bin geschafft. Meine Augen wollen schlafen, sehen nichts mehr als Nebel. 22 Euro löhne ich, weil ich hier sitzen und arbeiten und essen durfte. Ich zieh mich zurück und rolle mich ein in meinem Schlafsack ... und träume von harmonischeren Zeiten.



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October 8, 2008

Liebe im Wannenbad

Sicherlich teile ich mit vielen Bewohnern des kalten miteleuropäischen Landstrichs die Liebe zu einem Bad in der Wanne. Ein Bad zu nehmen in der kalten Ostsee ist erfrischend, aber oft zu quallig. Das warme Wasser der türkischen Ägäis ist glasklar, aber salzig. Ein Bad im Nil zu krokodilig ein Bad im Atlantik zu gefährlich, der Strömung wegen....

Da weiß man doch, was man hat, in seiner Wohnung: das Wannenbad.

Nicht mehr von Zink, sondern weiß und glatt und gänzend lacht mich die Wanne an. Ich kann so heiß oder kalt baden wie ich möchte und den Badegast kann ich allein bestimmen. Das ist der Luxus.

Seit 21 Jahren baden wir gemeinsam. Die Reste fünf verschiedener deiner Shampoos mischen heute wundersam ihre Düfte. Rotwein rinnt mir durch die Kehle und ich fange aus der Tüte ins Wasser gefallene Caschunüsse ein. Sie sind nicht mehr salzig. Heute keine Kerzen, keine Romantik, bitte. Ich sehe uns hier sitzen vor zwölf Jahren, gegenüber, und wir rechneten im Kopf mit portugiesischen Zahlen, damit sie uns bekannt sind, wenn wir nach Brasilien kommen. Was für ein Spaß! Ein anderes Mal, ich hatte den Arm in Gips und hoch über den Schaum erhoben, wuschst du mir mit all deiner Kraft den Rücken. Und vor einundzwanzig Jahren ließ man uns um Mitternacht in fremder Wanne ein Bad ein. Wir stiegen hinein und es ging uns blendend.

Heute sitze ich allein in den schäumenden Wellen und erinnere mich: 6 Stunden später warst du geboren.

Alles Liebe zu deinem Geburtstag!

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October 6, 2008

Arbeitsmoral - eine kleine ägyptische Geschichte

Jeden Morgen geht die junge ägyptische Frau ihren Weg zum Markt. Sie trägt ihr langes Gewand und ist durch Tücher gegen die Hitze und aufdringliche Blicke geschützt. Wer sie anschaut, erkennt kaum ihre Augen. Die schöne Figur ahnt man. Den großen Korb, den sie auf ihrem Kopf balanciert, sieht man. Darin sind schöne, rote, reife Tomaten. Es sind so viele, dass sie über den Rand des geflochtenen Korbes heraus schauen.

Ein Tourist kommt im Taxi daher, sieht die Frau, lässt eilig stoppen.

Nun weiß man nicht, was ihn treibt. Vielleicht will er am Abend ein Essen geben, vielleicht hat er Mitleid mit der armen Frau, die so schwer zu tragen hat. Vielleicht will er seine Zeit mit ihr und schöneren Dingen als Taxifahren verbringen... - Wer kann das wissen?

Er will ihr den Korb mit all den roten Tomaten abkaufen. Sie kommen ins Handeln. Er feilscht mit Ausdauer, wie es sich gehört. Er bietet, er kommt entgegen, er steigert den Preis, den er zu zahlen gewillt ist. Doch so unermesslich hoch der Betrag ist, den er nennt - sie lächelt und sagt NEIN und lacht.

Sie lachen beide, obwohl der Tourist ihr Handeln nicht versteht. Sie lachen und kommen ins Gespräch. Sie könne, so sagt sie ihm, den langen Tag mit ihren Freundinnen auf dem Markt sitzen und schauen und erzählen und dabei ihre schönen roten Tomaten verkaufen. Auch wenn sie nur Abnehmer für ein Dutzend finde, sei sie über diesen Tag fröhlicher, als über jenen, an dem sie nach einer halben Stunde mit leerem Korb und viel Geld nach Hause zurückkehren müsse.

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September 19, 2008

Reise nach Aegypten

Spring hinein ins unbekannte Land! Nimm dir Zeit und Wasser mit. Sage dir: Geld ist nicht alles.

Lass dich ein auf die vielen Unbekannten X Y Z, die dir begegnen werden. Schenke ihnen dein Laecheln, es kommt die Freundlichkeit zurueck.

Bedecke die Haut deiner Schultern, zeige deine blauen Augen nicht, ... es ist Ramadan.

Gehe bestimmt deiner Wege und sei dankbar fuer die Zufaelle, die dir dieser Weg schenkt.

Nimm dir Zeit und Wasser mit.

Foto - Impressionen von den aegyptischen Tagen gibt es nach meiner Rueckkehr. Bis dahin seid alle lieb gegruesst!

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September 4, 2008

Insel Rügen

Das ist ein Ort der Besinnung, eine Landschaft der Ahnen, ein Unvergleichliches.

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July 19, 2008

Reise in die Alpen

Juli 08: das Ränzlein ist geschnürt, es kann beginnen. Mit minimaler Malausrüstung ins Gebirge steigen. Ob das meine Welt ist? Es wird sich erweisen. Lasst mir drei Wochen Zeit und wir werden es wissen.    Nur keine Schwindelanfälle!

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July 10, 2008

Kleine Reise zur Übung

Er läuft wie eine Hulatänzerin, ist dürr wie eine Spindel, jongliert drei Riesenteller einarmig über eng stehende Stühle, ein spitzbübiges Lächeln zwischen den Grübchen. Die Sturmlocke seiner Frisur spricht Bände. Wenn er seinen Kopf ein wenig schräg legt, fragt er ohne Worte: Darf es noch etwas sein? Ja,... durchaus...aber... der Wunsch bleibt stecken in der Fantasie. Ich reiste heute weit. Ich sitze im Rauschenbach an der Kreuzkirche im schönen Dresden. Und denke mir, ich sei an anderem Ort. Vielleicht Kalkutta oder Istanbul, Nairobi vielleicht oder Shanghai, Venice Beach oder so. Ach, ich ahne es: Er wird mir fehlen, der Schwedeneisbecher .

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July 2nd, 2008

Noch 2 Wochen...

Kaum zu fassen: 5 Jahre Arbeit sind bald vollbracht, das freie Jahr rückt heran, es ist "heraus gearbeitet", vorab verdient. Als ich den Vertrag zum Sabbatjahr damals abschloss, sah ich das sechste Jahr in weiter Ferne. Es schimmerte als wunderbare Chance fern am Horizont. Nun aber ist es zum Greifen nah. Es reckt mir seinen lustigen Lockenschopf entgegen. Nun muss ich die Chance beim Schopfe packen.

Ich werde mit den Jahren geduldiger und weiß: Wunder brauchen etwas länger.

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June 4, 2008

Noch 5 Wochen...

  wechselvolle Gefühle stellen sich ein: Freude, Aufregung, Konzentration.

Es ist nicht einfach ein Losfahren, mal eben so. Es ist auch kein Ausstieg. Es ist ein Selbstexperiment: zu sehen, was man zustande bringt, nun aber ohne Auftrag einer außenstehenden Instanz. Die Götter in dir selbst müssen dann beweisen, ob sie existieren.

 

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May 27, 2008

Zum Kindertag, großen Kindern zur Ermutigung

 

Auf dem Weg
 
„Du kannst nichts!“, schreit er.
„Du tust nichts!“, schreit sie.
Was war das für ein Nichts, von dem sie redeten in ihrer erbärmlichen Angst?
Nichts. Nichts. Nichts?
Lasst mich doch in Ruhe. Sollen sie ihre Türen knallen. Ich mach da nicht mit.
Fünf nach Eins – na und? Ich geh da nicht mehr hin. Nie mehr geh ich da hin.
Bin ich ein unbeschriebenes Blatt Papier, ein ungemaltes Bild, eine tonlose Melodie? Bin ich ein ungesagtes Wort, ungelebtes Leben, wie sie es mir vorwerfen?
Ich bin ein Blatt, auf das man unbemerkt, rücksichtslos tritt. Entstanden ist ein Bild in Grautönen. Ich habe es gemalt. Ich bin eine schräge Melodie, die jeder schrill finden würde, wenn ich sie auf der Mundharmonika spielte. Und ich fürchte mich vor den Worten der Menschen, wenn sie auf mich nieder fallen. Meine Worte sind ungesagt, aber insgeheim notiert. Es sind sanfte Verse gegen den Menschenlärm.
Ich schau in den Spiegel.
Ich sehe mich.
Ich werde mein Leben leben.
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May 21, 2008

Reisevorbereitungen / travel preparations

    Hallo Leute! / Hello friends!

Mein Sabbat - Jahr naht! / My free year is coming.

Ich habe Träume, wie eben viele Menschen träumen von Etwas, was sie wünschen. / I have dreams, like everybody dreams of something they wish.

Ich will den Traum leben: / I want to live my dream: 

Ich möchte malen gehen in diese schöne Welt. / I would like to travel this beautiful world to paint.

Die Reise soll mich an reizvolle Plätz dieses Planeten führen. / This adventure is suppost to show me the charming places on this planet.

Die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge, die Ostseeküste, / Germany,

Ägypten, Italien, die Alpen, China, Neuseeland, die Cook Inseln und die USA. / Egypt, Italy, the Alps, China, New Zeeland, the Cook Islands and the USA.

Freut euch mit mir. / Be happy with me.

Und wenn ihr Lust habt ein paar gute Reisetipps an mich zu verraten, dann bin ich euch dankbar. / If you have any travel-tips and ideas I would be glad to hear about them.

Published at 14:43 ( 0 comments / 130 visits )
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May 19, 2008

Noch 7 Wochen...

Flüge im Visier, Reiseführer stapeln sich, Vorfreude steigt, Anapurna-Vortrag eingeatmet, die Weite klingt nach. Dem Sommer hinterher schnüffeln ein ganzes Jahr lang, bis einem der Schnee fehlt...auch die Leberwurst. Man kennt das ja schon. Wird es wieder dieselben Entzugserscheinungen geben?     

Sicherheitshalber übe ich schon jetzt fernöstliche Rituale  

 

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Published at 17:35 ( 2 comments / 147 visits )
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March 7, 2008

One day... (Kommentar zum Album "Kritisches")

One day it was born in the middle of Europe.It was going his way through many generations:

I. It´s definited, it´s predestineted.

II. Living creature get education: lerning, be ambitions, make one´s way.

III. Sometimes somebody falls down. It´s an experience.

IV. Be industrions, say grace, work, abstain from temtation.

V. It gets safety: laws and protection.

VI. It´s totally at the top, isn´t it? Near the sky it get´s wings, nearly. What a compliment.

VII. It´s be elected. To get the power. They give this lord authority. By the way it is born a new idea. It has the faintest notion?

VIII. Revolution. Finish the idolatry. It dawns upon him/them. Dawn and dusk in ones.

IX. A new hope be born. It goes the way and

I. get predestination...

soweit zu Prägung, Erziehung, Erfahrung, Entsagung, Sicherung, Ehrung, Ermächtigung, Götterdämmerung, Hoffnung, Prägung...

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