dh4oaa Published on June 6, 2008
by dh4oaa

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eine Zugfahrt die ist lustig.....
Posted on June 30, 2008
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Das ärgert mich....
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Das ärgert mich....

Friday June 6, 2008 at 11:43PM

oder auch 

"aus dem Alltag eines Körperbehinderten"

 

Wie es einem mobilitätseingeschränkten Menschen im Alltag ergehen kann habe ich in meiner Homepage http://www.dh4oaa.de.vu  in der Rubrik "Leben mit Behinderung" zu schildern versucht.

Seit heute hat sich meine persönliche Liste der Menschen oder Institutionen die kein Herz für Behinderte haben wieder einmal erweitert....

Unbedingt in meine Liste wollten die "Hannoverschen Verkehrsbetriebe ÜSTRA".

Mit Ihrer Haltung und Erklärung landeten sie auf meiner persönlichen "Haßliste" auf Platz 1.

Hier zum Sachverhalt:

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.

Wie ein Schlag mitten ins Gesicht  ---
so fühlte es sich heute für mich an, nachdem ich die E-Mail der Hannoverschen Verkehrsbetriebe "Üstra " gelesen hatte.

Als Gehbehinderter (Merkzeichen aG) im Schwerbehindertenausweis fragte ich an, ob ich mein laut ärztl. Attest erforderliches Fahrrad, welches ich als Alternative zu einem Rollstuhl nutze, im Falle eines Falles auch während der "Sperrzeiten"; mitnehmen kann.
Hierbei machte ich ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ich diese Ausnahme lediglich in wenigen Fällen und nur in der Stadtbahn und nicht im Bus nutzen möchte.

Da ich ohne orthopädisches Hilfsmittel selbst kleinste Strecken nicht zurücklegen kann (mehr hierzu in meiner Homepage) und mein handbetriebener Rollstuhl in meinem speziellen Einzelfall nicht so gut geeignet ist wie ein Fahrrad hoffte ich auf eine unproblematische Lösung.

In vielen Fällen bekam ich eine vergleichbare Genehmigung, selbst die Bahn bescheinigte mir dass ich keine Fahrradkarte lösen brauche und das Rad mit ins Rollstuhlabteil nehmen darf. (Was sich leider jedoch nicht bis zu jedem Zugbegleiter herumgesprochen hat und dann manchmal für lästige und nervige Diskussionen sorgt !)

Den Vogel der Sturrheit schoss m.E. heute das Antwortschreiben der Üstra ab.  Ich empfinde diese Entscheidung "Behindertenfeindlich" und sehe mich gezwungen die Öffentlichkeit über die Medien einzuschalten.
Die Bahn erlaubt mir zwar die Zugbenutzung, doch den Zug der während der Sperrzeiten abfährt den erreiche ich nicht...
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Hier der Wortlaut der Antwort:

"Ihre Anfrage zur Fahrradmitnahme während der Sperrzeiten wurde mir zur Beantwortung weitergeleitet.
 
- Ein dreirädriges Fahrrad in Verbindung mit einem Schwerbehindertenausweis ist als orthopädisches Hilfsmittel zu betrachten. Es darf jederzeit, auch in der Sperrzeit     mitgeführt werden.
- Jedes zweirädrige Fahrrad ist ein Fahrrad und fällt unter die Sperrzeitregel.
- Diese Verfahrensweise gilt für das Unternehmen üstra (Achtung! bei der DB gelten andere Bestimmungen)."
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Fazit:
Kein Mensch ist BEHINDERT, gesundheitlich beeinträchtigte Menschen werden jedoch von ihrer Umwelt BEHINDERT.
Ein dreirädriges Fahrrad ist also gar kein Fahrrad, nimmt viel mehr Platz in den engen und schmalen Bahnen weg und darf anscheinend nur deshalb mit, weil es für alle sichtbar nach einem Behindertenfahrzeug aussieht.   Ein zweirädriges Rad, welches viel weniger Platz einnimmt und den gleichen Zweck erfüllt (in meinem Fall sogar viel besser erfüllt als ein dreirädriges Rad) darf nicht mit.  Der Behinderte wird vom Transport ausgeschlossen und ausgegrenzt !

Bei der Bahn bekam ich die Antwort, dass es nicht auf meinen Behindertenausweis ankomme, sondern vielmehr benötige ich ein ärztliches Attest über die Notwendigkeit.  In jedem Verkehrsmittel eine eigene Regelung und wenn es dann eine "postitve" Regelung gibt dann ist das Pesonal schlecht informiert sodass die Diskussionen immer wieder neu beginnen.

Ich werde für die Rechte der Behinderten auch weiterhin "kämpfen", alles mir mögliche unternehmen bis hin zur Petition.  Schade, dass die Vernunft und die Menschlichkeit in der heutigen Zeit immer mehr an Stellenwert verliert.........

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tuvalupro says:
Oh Mann, da musst Du schon wie ein Bittsteller überhaupt anfragen und dann so eine Antwort. Und dass nur, weil man meint in Deutschland für alles eine schriftliche Regelung, Gesetz oder Anordnung zu brauchen. Gäbe es das nicht, würden sich die Leute auch trauen ihren eigenen Verstand einzusetzen. So versucht nur jeder die Anordnungen richtig zu befolgen, nur damit sie nachher sagen können "Ich würde ja gerne, aber so steht es nunmal geschrieben"...

Verdammt traurig...

Licht...
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
dh4oaa says:
was da so alles abläuft ist mehr als traurig, man könnte die Wut bekommen. Habe in der Richtung schon sehr viel erlebt und dachte schon alle Gemeinheiten zu kennen. Weit gefehlt.
Jede einzelne Fahrt muss genau gepant sein und mit allen Verkehrsträgern zuvor gesprochen werden - echt schlimm. Und dabei verlange ich nichts UNMÖGLICHES... Der Kreis der Personen die sich für eine derartige Ausnahme interessieren wird sich auf die Gehbehinderten beschränken. Dabei spielt es m.E. keine Rolle ob dieser Kreis der Berechtigten zwei oder drei Räder nutzt. Wichtiger wäre doch, dass das Rad oder der Behinderte klar als solcher erkennbar ist. Ich habe zu diesem Zweck das blaue Rolli-Symbol in voller Größe auf meine Lenkertasche geklebt (komme mir damit zwar albern vor, jedoch bewahrte es mich so manchmal vor lästigen Diskussionen) und führe fast immer eine Gehhilfe (Krücke) mit. Also wird kaum ein anderer Zeitgenosse beim Anblick meiner zwei Räder auch für sich eine Berechtigung ableiten.

Dieser Kampf kostet mich unnötig Zeit, Geduld und Nerven. Schade, dass ein "Sozialstaat" seinen behinderten Mitbügern berechtigte Ansprüche verweigert. Deutschland ist m.E. weit weg vom Begriff "behindertenfreundlich" zu sein. Beispiele hierfür könnte ich aus allen Bereichen des Lebens in Hülle und Fülle bringen.

Licht....
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
dh4oaa replies:
Am 07.06.2008 hatte ich mich nochmals an die Üstra gewandt und mitgeteilt, dass ich diese Regelung beim besten Willen nicht nachvollziehen kann. Mein Rad nimmt wesentlich weniger Platz in Anspruch als ein dreirädriges Rad.
Ferner teilte ich mit, dass ich mich gezwungen sehe die beite Öffentlichkeit per Zeitung, Radio und TV über die - so wie ich es empfinde "behindertenfeindliche Regelung" zu informieren.

Bis heute erhielt ich keine Antwort on dem Unternehmen, was mich heute vormittag veranlaßte erneut um eine Stellungnahme zu bitten. Ich teilte dem Unternehmen weiter mit, dass es zulässig sei, einen Kinderwagen ohne darin befindliches Kind zum Transport von zwei Kästen Bier in der Hauptverkehrszeit zu befördern oder sogar eine Familie mit einem großen Kind zusammen drei Hunde in den Verkehrsmittel ohne jegliche Beschränkung auf irgendwelche Uhrzeiten mitführen dürfen a b e r einem Behinderten, der sein nachweislich erforderliches Rad mitnehmen möchte dieses verweigert wird. Irgendetwas kann dann doch wohl in dieser Welt nicht stimmen....... Ich bat um eine zeitnahe Antwort, da ich sehr bald eine unaufschiebbare Fahrt zu den "Sperrzeiten" durchführen muß.

Hier die (traurige) Antwort von dem sehr netten Unternehmen Üstra. Lesen Sie selbst:
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Sehr geehrter Herr ............,
Ihre erneute Anfrage bezüglich der Fahrradmitnahme während der Sperrzeit habe ich zum Anlass genommen, diese Frage grundsätzlich im Unternehmen erneut aufzunehmen. Bitte seien Sie versichert, dass wir Ihr Anliegen sehr ernst nehmen.

Genau wie Sie schreiben, kann man eine Behinderung nicht mit einer anderen vergleichen. So ist es auch schlüssig, dass wir keine Sondergenehmigung ausstellen können. Damit würden wir behinderte Menschen, die mit anderen aber vielleicht genauso großen Problemen leben wie Sie, von einer Vergünstigung ausschließen, die diese Menschen sicher auch gern nutzen möchten. Dafür haben Sie bestimmt Verständnis.

So bitte ich Sie an dieser Stelle um ein wenig Geduld bis es aus unserer Rechtsabeilung, der Ihr Anliegen nun vorliegt, eine Stellungnahme gibt. Schnellstmöglich werde ich Sie informieren.

Mit freundlichen Grüßen

gezeichnet
(Vor- und Nachname der Sachbearbeiterin, eine Diplom Ingenieurin)

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Fazit:
Entweder drücke ich mich so mißverständlich aus oder die freundliche Dame will oder kann mich nicht verstehen. Sie kann mir eine "Vergünstigung" nicht genehmigen, weil sonst andere Behinderte diese "Vergünstigung" auch nutzen möchten.......

Ich glaube man muß nicht selbst körperbehindert sein, wer nur etwas EINFÜHLUNGSVERMÖGEN und GESUNDEN MENSCHENVESTAND besitzt wird wissen wie ich mich nach dem Lesen der m.E. unkompetenten Antwort des Unternehmens fühle.
Mein Blutdruck liegt weit über 200, in mir kocht die Wut !!!
Ich empfinde die erneute Antwort nicht nur wegen dem Ergebnis, sondern vielmehr wegen der Begründung als SCHLAG INS GESICHT VON KÖPRERBEHINDERTEN ! So viel Sturheit, KALTHERZIGKEIT und DUMMHEIT sind mir selten untergekommen UND DABEI HABE ICH SCHON SEHR VIEL ERLEBT !!!!!! Aber scheinbar sind Steigerungen immer möglich !!!!

Dieser Dame kann man nur wünschen, dass sie einmal in eine ähnliche Situation gerät und dann das mir unterstellte Verständnis zeigt. Ich habe KEIN Verständnis !!!
Mir fehlen zur Zeit einfach nur die Worte.... !!!!

Fortsetzung folgt
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
tuvalupro says:
Das ist nur noch unglaublich und entbehrt jeglicher Logik...

Licht...
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
♫☼ Kratzbürste ♫☼ says:
das ist milde ausgedrückt ungeheuerlich ...und so etwas in einem deutschen rechtsstaat mit sozialem klatsch..das darf nicht wahr sein
ich bin geschockt !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
unfassbar
christin
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
elkalpro says:
Frechheit und/oder Blödheit, mit Vernunft ist hier wohl nicht anzurichten.
Ein ernstgemeinter Vorschlag: ich kann Dir gerne ein übriges Stützrad meiner Tochter zusenden, das ist ganz klein und kannst Du vielleicht unstörend irgendwo montieren.
Dann hast Du 3 Räder, wenn es denn unbedingt 3 Räder sein müssen.....die Argumentation wäre interessant warum das dann nicht ein dreirädriges Fahrrad sein sollte, ich meine auf 3 sollten die Damen und Herren da auch zählen können.
Was ist denn eigentlich die Strafe bei Verstoß gegen die Sperrzeitregelung ?
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
dh4oaa replies:
Die "Strafe" ist ein erhöhtes Beförderungsentgelt in Höhe von 40,- Euro für ALLE die ein Fahrrad außerhalb der zugelassenen Zeit transportieren.
Habe neulich allerdings einen Kontrolleur angesprochen und konkret nachgefragt, dieser sagte mir sogar, dass dreirädrige Fahrräder JEDERZEIT von JEDERMANN (also auch Nichtbehinderte !!!) mitgenommen werden dürfen, bei Behinderten mit Attest würde er jedoch vom Erheben des erhöhten Beförderungsentgeltes absehen. Aber wie seine Kollegen vorgehen war ihm auch nicht klar. Viel schlimmer als die Androhung des "erhöhten Beförderungsentgeltes" ist allerdings dass die teilweise sehr arroganten Stadtbahnfahrer eine Durchsage machen "Der Herr mit dem Rad bitte wieder aussteigen...." Alle schauen dann auf den "Bösewicht" der so dreist sein Rad mitnimmt. In Berlin weigerte sich ein Busfahrer mich mit einem zusammengeklappten (!!!) Faltrad einsteigen zu lassen, ich verwies auf meine Behinderung und das Attest, der Fahrer blieb trotz Proteste aller anwesenden Fahrgäste stur und ich stieg trotzdem nicht aus. Der Fahrer erkundigte sich über Funk bei der Zentrale, welche die Anweisung gab dass in diesem Falle der Fahrer selbst entscheiden dürfe. Also wollte er sein "Gesicht nicht verlieren" und forderte mich zum Aussteigen auf.
Ich klappte das Faltrad zusammen, verstaute es in die Hülle (wodurch ich große gesundheitliche Probleme und vermeidbare Schmerzen erleide) und quälte das lästige "Gepäck" in einen Bus der 20 min. später kam. Einem anderen wartenden Busfahrer vor der Haltestelle war das Verhalten seines Kollegen peinlich, er entschuldigte sich bei mir.... und sagte, bei ihm hätte ich mitkönnen. Also ich habe wirklich nicht mehr die Kraft und Nerven jeden Tag am Rande der Legalität zu leben und auch noch betteln und jammern zu müssen.......
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
*Reinhard*pro says:
Mein lieber Mann da schlägt der Amtsschimmel aber einen totalen Salto!!!
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
dh4oaa says:
Ich danke Euch für die Kommentare, jeder einzelne Satz darin tut mir gut !
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
utanteng says:
auch ich muss mich einmischen...nachdem ich das alles gelesen habe,sträuben sich meine Nackenhaare....aber da wird wieder einmal so richtig klar,wie doch die Menschen in unserer
Gesellschaft geworden sind: von wegen Sozialstaat- immer wieder ein Gesetz zum Gesetz- am liebsten würde man noch die Luft zum Atmen besteuern....aber da fällt mir ein; es gibt doch einen Politiker, der im Rollstuhl sitzt.....ob er genau solche Probleme hat?????????????????
Ich wünsche viel Kraft, Wärme und Menschlichkeit
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
tuvalupro says:
Wenn Michael sich so "wie es sich gehört" in "sein Schicksal ergeben" würde, und einen der "vorgeschriebenen" Rollstühle oder Dreiräder verwenden würde, dann wäre er ja wunderbar als "Behinderter" zu erkennen und alles wäre in Butter.
Aber nein, er "weigert" sich ja, und hinterher kommen auch noch ander "Behinderte" auf die Idee "ihr Leben in die Hand zu nehmen" und dann habe "wir" mit den Vorschriften Regeln und Gesetzen ja gar keine Chance mehr. Und womöglich lassen sich dann "Behinderte" und normale Bürger gar nicht mehr auseinanderhalten... also so weit kommts noch!!!

Achtung, massivster Sarkasmus, ich kann mich da immer mehr drüber aufregen!!!...

Wir brauchen für alles Regeln und Gesetze, und wenn da nicht ausdrücklich etwas anderes steht, dann schalten wir auch auf keinen Fall unseren gesunden Menschenverstand an...

Licht...
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
dh4oaa replies:
Recht hast du ! Habe es auch "so" verstanden. Danke für den erneuten Beitrag.
Wer nicht ins Schema passt der soll durch die blöden Vorschriften (die keinen Sinn haben) passend gemacht werden.....

Ich habe mal in einem Rechtsfach an meiner Fachhochschule gelernt " "im Zweifel ist der Wille des Gesetzes (auch einer Regelung) zu erforschen....." und eine Regelung gibt es sogar die den Behindertenfahrzeugen bzw. den Behinderten entgegenkommen möchte (wenn auch bislang nur denen, die drei Räder benutzen). Der wirkliche Wille ist jedoch das zulassen eines "geeigneten" Hilfsmittels. Hierbei darf nicht die Auswahl des auf die jeweilige Behinderung zugeschnittenen Hilfsmittels durch kompetente Fachleute ( was Ärzte eigentlich sein sollten...) völlig ignoriert werden !

Anmerken möchte ich noch, dass das frühere Sozialgesetzbuch tatsächlich eine genaue Aufzählung von "Hilfsmitteln" beinhaltet, jedoch hat die dortige Aufzählung einzig und allein rechtliche Konsequenzen bei der Frage, ob jemand Anspruch auf Finanzierung des Hilfsmittels durch die Krankenkasse oder anderer Kostenträger hat. Ein normales Fahrrad erscheint dort nicht da es überwiegend von gesunden Menschen zur schnelleren und bequemeren Fortbewegung (teilweise auch als Sportgerät oder zum Freizeitvergnügen) genutzt wird und somit ein Gegenstand des normalen täglichen Lebens ist.
Dennoch kann es aus therapeutischer oder ärztlicher Sicht das für einen Gehbehinderten DASS am besten geeignete Hilfsmittel sein um die Folgen einer Behinderung zu lindern oder gar auszugleichen.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
dh4oaa edited this comment 5 months ago.
nochjemand says:
Was mich daran ärgert ist dass der Betrieb sich erdreistet zu entscheiden, was ein orthopädisches Hilfsmittel ist und was nicht.
Geil, dass du auf den Putz klopfst, viele Leute haben nicht den Nerv dazu und ich kann sie gut verstehen.
Viel Erfolg!

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Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
dh4oaa replies:
Danke für deine Meinung. Stimmt, es wäre besser die Gehbehinderung als Ausnahmekriterium anzuerkennen als auf die Auswahl des benutzten Rades. Bei der Üstra-Regelung kann ein zum Laufen fauler nichtbehinderter Fahrgast nur weil er ein Dreirad nutzt jederzeit unbehelligt einsteigen während einem sehr stark Gehbehindertem mit einem platzsparenden Zweirad (oder gar einem Minifaltrad !) der Transport verweigert wird. Und wer zwei Getränkekisten im Kinderwagen transportiert darf ebenso einsteigen wie Personen mit Hunden etc.

Zur Not muss die ablehende Haltung des Verkehrsbetriebes gerichtlich geprüft werden und dann werden wir sehen wie sozial unser Sozialstaat wirklich ist. Da das aber sehr zeit- und kostenintensiv ist bevorzuge ich zunächst den Appell an die Vernunft, wenn das nicht hilft wende ich mich an die zuständige Aufsichtsbehörde des Verkehrsunternehmens sowie an diverse Ministerien von Bund und Land, reiche Petitionen an verschiedenen Stellen ein und informiere die Medien. Ich habe nichts zu verlieren (außer meine Nerven), kann aber eventuell soagr gewinnen....
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
nochjemand replies:
Du gewinnst grundsätzlich. Jeder, der sich für seine Sache stark macht, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken gewinnt.
Schau dir an, was du hier angerichtet hast ;-)

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Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Chris82pro says:
Sorry ey aber die deutschen Unternehmen haben teilweise echt eine Macke. Das ist wieder mal völlig typisch für deutsche Sturheit, Ignoranz und Bürokratie. Ich glaube es gibt sehr wenige Länder die unsere Sprache sprechen in denen dir sowas passieren kann. Ich kenne solche Geschichten aber nur zu gut, ich fahre im Winter nicht mit dem Rad sondern mit dem Bus zur Uni und benutze da die Linie X83 (BVG in Berlin). Der Bus sollte eigentlich alle 5 Minuten fahren, das haben die Busse aber noch nicht gemerkt und so ist der oft (selbst im Sommer wenn viele radeln) vollgestopft mit Studenten bis oben hin. Wenn dann ein Rollstullfahrer in den Bus möchte, kommt der Busfahrer meistens schon gar nicht raus und sagt gleich, warten sie auf den nächsten Bus. Wenn ein Student (oder auch ein anderer Fahrgast) so nett sein möchte und die Klappe rausmachen dann schimpfen die meisten Busfahrer gleich los, hier is kein Platz der soll warten. Im Winter wenn es kalt ist und der Bus doch nicht so oft kommt wie er sollte kann das aber ganz schön unangenehm sein, vor allem wenn man alleine unterwegs ist. Na ja, aber wie du siehst ist die BVG auch nicht viel besser als die ÜSTRA.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
dh4oaa says:
Hallo Chris82,
danke für deinen Kommentar und die Schilderungen aus dem Alltag.
Stimmt, ich habe mit der BVG schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Mehrere wohlbemerkt !
Nach einer Veranstaltung (Nacht der langen Museen) schloß der Busfahrer die Türen und als ich klopfte machte er nicht mehr auf. Obwohl noch Zeit war bis zur Abfahrt und der nächste Bus nicht in Sicht war. Bei einer Haltestelle ohne Sitzgelegenheit konnte ich nicht lange stehen, kramte meinen Ausweis hervor, hielt ihm den an die Scheibe und bat mich hereinzulassen.
Die Tür öffnte sich, der herzlose Busfahrer sagte mir nur, der Bus ist voll (obwohl noch erkennbar einige wenige Plätze verfügbar waren) und ich solle auf den nächsten Bus warten.
Noch bevor ich ihm mitteilen konnte dass es weit und breit keine Sitzgelegenheit gab schloß er die Tür und brauste davon. Ein anderer BVG-Fahrer bei dem ich fragte ob ich zu meinem Zielort bei ihm in der richtigen Linie war sagte "steigen Sie ein, bei mir sind Sie immer richtig" offenbar ohne genau zugehört zu haben wohin ich wollte. Da ihm meine Gehbehinderung nicht entgangen sein konnte bat ich um rechtzeitigen Bescheid vor dem Erreichen der Haltestelle.
Unterwegs irgendwo stoppe er an einer Haltestelle und sagte "Sie müssen hier raus". Als ich dann fragte wo denn mein Zielort sei, ich könne es nicht sehen sagte er "Ah da wollen Sie hin, dann müssen Sie 1,5 km in diese Richtung laufen. Besser wäre aber Sie hätten eine andere Linie benutzt, dann wären Sie direkt vor die Tür gekommen". Ich bedankte mich, sagte dass ich extra um dieses zu vermeiden vor dem Einstieg gefragt hatte.... aber da war er auch schon wieder abgefahren.....
Ich hatte dann die Lauferei die Gegenhaltestelle zu finden um den ganzen Weg wieder zurückzufahren. Eine echte Sauerei. Jedoch schreibe ich diese zwei BVG-Erlebnisse nicht dem Unternehmen zu sondern vielmehr dem schlechten Charakter der beiden Mitarbeiter.
In dem von dir geschilderten Fall hätte der Busfahrer jedoch vom Unternehmen eine Anweisung bekommen müssen, Rollifahrer und andere Behinderte auf jeden Fall mitzunehmen.Wenn sich soetwas mehrmals zuträgt muss zwingend eine vernünftige Regelung her um nicht auf die Launen (der überwiegend unfreundlichen) Fahrer angewiesen zu sein. Das Problem ist, dass viele Menschen sich nicht beschweren und das Unternehmen oft gar nicht den Handlungsbedarf erkennt. Würden regelmäßig gleichartige Beschwerden auftauchen (oder das Unternehmen mal in der Tagespresse erscheinen) dann könnte etwas "bewegt" werden.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
dh4oaa says:
Die ÜSTRA (Hannoversche Verkehrsbebriebe) hielt es bisher nicht für nötig mein berechtigtes Anliegen zeitnah zu klären. Sie baten um "ein wenig Geduld", ich glaube nach 5 Wochen darf die Geduld schon mal erschöpft sein......
Jetzt bleibt mir nur noch einmal nachzufragen, wann ich mit einer Antwort rechnen kann und im Falle einer weiteren Verzögerung auf meine Absicht, den Fall in den Medien öffentlich zu machen zu verweisen.
Schade, dass die das Problem einfach "aussitzen" wollen und anscheinend zu feige sind eine schnelle und sinnvolle Regelung zu treffen.

Ordnung muß sein !
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
dh4oaa replies:
Heute habe ich auf meine erneute Anfrage - unter Hinweis auf Einschaltung der Medien und des Petitionsausschusses - folgende Antwort erhalten:

"Sehr geehrter Herr Fieber,
Das Thema Fahrradmitnahme ist noch nicht zu Ende diskutiert. Bitte haben Sie noch etwas Geduld. Ich tue was ich kann, um hier eine gute Lösung zu finden. Derzeit bin ich nicht weiter als noch im Juni. Würde ich nun die Fäden ablegen gäbe es auf keinen Fall eine Änderung. Aber in Ihrem und dem Sinne weiterer Fahrradfahrer mit Schwerbehindertenausweis engagiere ich mich weiterhin. Seinen Sie versichert, dass auch mir an einer guten Lösung liegt. Über den Fortgang meiner Arbeit halte ich Sie auf dem Laufenden.
Viele Grüße

XXXXXX "

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Also wieder mal abwarten und sich so lange weiter quälen....
Posted 3 months ago. ( permalink / translate )
*Kurt & Mary*pro says:
Michael ich kann dich sehr gut verstehn. Es ist einfach nur beschämend wie sich die Behörden gegenüber Behinderten verhalten. Die tun so lange, bis man keine Lust mehr hat weiterzumachen. Natürlich immer wieder Versprechungen, wie sie sich engagieren wollen. Ich bleibe dabei: Die größte Behinderung haben Menschen die mit Behinderten umgehen als wären sie nicht erwünscht. Kein Behinderter hat sich seine Behinderung ausgesucht und sie haben es schwer genug mit der Behinderung zu leben.
Das Schid ist sehr gut. Sollte man auf jedes Auto kleben das einen Behindertenparkplatz zuparkt. Aber mit einem Kleber der lange lange hält.
Mach weiter, du wirst es schaffen Michael. Viele Grüße Mary&Kurt
Posted 3 months ago. ( permalink / translate )
dh4oaa says:
Neues zum Thema "Üstra":

Anfang September 2008 meldete sich die Sachbearbeiterin unaufgefordert bei mir mit dem Hinweis, dass sie sich nun für drei Wochen in Urlaub begibt und im Obktober im Rahmen einer Tagung aller zuständigen Fachbereiche eine Lösung in Aussicht stellte.
Sie bat daher ausdrücklich um Geduld bis Oktober.

Da nun der Oktober (welchen Oktober hatte sie zwar nicht geschrieben, daher ging ich vom Oktober 2008 aus...) fast abgelaufen ist erlaubte ich mir gestern eine erneute Anfrage nach dem Sachstand zu stellen. Ich verwies auch darauf, dass ich nunmehr monatelang darauf warte mein mir ärztl. attestiertes Hilfsmittel mitführen zu dürfen und wegen der derzeitigen behindertenfeindlichen Handhabung auf viele Fahrten verzichten mußte.
Nach so vielen Monaten sollte endlich eine Entscheidung getroffen werden, ich würde ansonsten die Presse, Rundfunk und TV einschalten und versuchen mit dem Druck der Öffentlichkeit etwas zu erreichen.

Heute erhielt ich folgende Antwort:

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Sehr geehrter Herr Fieber,
Gern würde ich Ihnen auf Ihre Nachfrage eine Zusage schicken, allein, es ist mir nicht möglich. Das Thema beschäftigt mich noch immer, eine abschließende Entscheidung konnte ich noch nicht herbeiführen. So bitte ich Sie also erneut um Geduld. Ich betonte es neulich schon, solange wir im Gespräch sind gibt es noch keine Absage, alles ist noch möglich.

Obwohl ich nicht von Behinderung betroffen bin kann ich Ihre Situation nachvollziehen. Ich arbeite seit vielen Jahren als Planerin im Bereich Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen und setze mich für Verbesserungen ein. Oft ist das eine schwierige Aufgabe, denn "dicke Brettter sind zu bohren". Aber ich bin unverzagt, denn Ausdauer ist gefragt. Hier im Hause üstra ist mir von meinem ersten Arbeitstag an viel Verständnis für die Belange unserer besonderen Kunden begegnet. Aber ein System wie der GVH, zu dem üstra gehört, ist sehr komplex. Viele Bereiche sind einzubinden, diplomatisches Geschickt ist mitunter gefordert.

Sie haben sehr eindrücklich dargelegt, wie wichtig die Mitnahme ihres Fahrrades für Sie ist. Weitere Informationen benötige ich daher nicht. Wie bei mir ist hier auch bei Ihnen Ausdauer gefragt. Ich kann Ihnen versprechen, dass ich Sie auf dem Laufenden halte.
Viele Grüße
(Name der Sachbearbeiterin)
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eines Kommentares meinerseits Bedarf es hierzu nicht !!!


Anfang kommender Woche werde ich mich mit den Medien in Verbindung setzen !
die ÜSTRA hatte ihre Chanche und nahm sie nicht wahr !!! NIEMAND kann mir wohl mit gutem Gewissen noch längere Wartezeiten zumuten !!! Vielleicht hoffen die dass sich das Problem durch mein Ableben bald von selbst löst.....
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )

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