Nach kurzem aber heftigem Sonnenbrandtanken am Pool - wer weiss vielleicht ist es der letzte - ging es mit nettem Taxifahrer zum Flughafe. Dieser erzaehlte uns von den schoenen Zeiten, es sind noch keine 10 Jahre her, als die Wasserfaelle noch Natur und frei zugaenging waren und keine WeltTouristenAtraktion. Nicht nur er bekam Traenen in die Augen vom Erzaehlen. Man konnte ueberall schwimmen, auch bis zu den Wasserfaellen ohne Boot gelangen, ueberall Picknick machen, Strandnachmittage geniessen und ueberall rumklettern und Natur geniessen.Ohne Komplikationen und hauptsaechlich doesend -Britta schlief mal wieder tief und fest-  ging es bei kleinen Schwankungen nach BA. Schnelle Taxifahrt mit Kompimenten (Que ojos bonitos) nach Hause. BrittasKoffer stand wie vor gut drei Wochen vereinbart weider in Habitation 4. Welche Wunder. Kleider waren leider nicht gewaschen. Schade.

Direkt zum Palermo Shopping. Samstag ist Markttag. Wir wurden ganz schnell vom Kauffieber gepackt.Rieseneinkafusaktion brachte erste Zweifel auf, ob die Idee mit dem Meer ab Montag wegen der guten Luft und der Farbe nicht der Kaufsucht zum Opfer fallen weurde oder sollte. Im Buenos Aires gibt es ja noch sooo viel zu sehen. Uns fehlen 5 Maerkte, 3 Shoppingmalls, 4 Einkaufszentren und die Kultur soll ja uach nicht zu kurz kommen.

Wir waren also beim Einkaufen in Palermo. Weitere Zweifel oder besser Bedenken, ob die See nicht doch besser ist, kamen auf, als Ilkas KarteN (JA BEIDE) nicht so wollten wie ihre neuen Taschen. Kurzes Geldabheben am Automaten brachte ERleichterung bzw. Erschwernis. Wir hatten wieder neue 1500 Pesos zum ausgeben.

Nach zu viel Essen in der Bar 6 nicht Sex, versuchten wir den Nachhauseweg anzusteuern. Schliesslich war ja die Osternacht und da feiert man nicht. Gott belehrte usn eines besseren. Er fuehrte das Heidenkind und die kirchensteuerzahlende Katholikin (?) durch FlowerPower60- Musik "The answer mi amigo is blowing in the viento" auf Komplett Spanisch zum Gottesdienst in die Osternacht. Beeindruckend. Schoene Musik, herzliche Menschen und Handygerappel. Nach dem obligatorischen Friedenszeichen unter den Hermansos und Hermanas (Kusschen und Kuesschen und Kuesschen) ging es friedselig nach Hause. Dieser ruhige Traum sollte nicht lange anhalten. Chaosnacht mit stoerenden englischen Nervensagen, die "Shut up" nciht verstehen und der uns bereits bekannten Partymusik aus dem Untergeschoss. 5 Uhr. Britta mancht endlcih die Augen zu.

OSTERSONNTAG

Vormittagsprogramm: Ahnenforschung auf dem Friedhof in Recoleta. Wir wollen nicht nur Evita einen erneuten Besuch abstatten. Ahnenforschung ist angesagt. Ilka, deren Hobby ja seit letztem Jahr die Geschichte ihrer Familie ist, suchte nach Auslauefern, um den Stammbaum zu erweitern bzw. vervollstaendigen (Kommentar Ilka). Trotz Einsatz von 4 Pesos fuer eine vollstaendige Namesliste wurde sie nicht wirklich fuendig. Daher fotografierte sie Grabengel und nahm die WQarnung vor brasilianischen Touristen nicht Terroristen sehr ernst und benutzte ihre Karte nur fuer sich. Britta versuchte daher ohne Karte vergebens den verschollenen und in Buenos Aires verstorbenen Onkel aus Gonzerath, der verarmte Silberonkel, ausfindig zu machen. Keine Gruft mit dem Namen "Reitz" war zu finden. Er hatte wohl wirklich kein Geld. Schade. War aber auch nicht schlimm, Britta mag ja keine Friedhoefe und sowieso kein so komischer mit grauen Haeuschen ohne Blumen mit sichtbaren Saergen war eh nicht ihr Fall. Wo bleibt denn da die Pietaet vor den Toten? Ilka mags - warum auch immer. 

Shopping. Warum direkt neben einer Ruhestaedte ein so tioller Mercado Artesanal ist, wissen wir nciht. Wir habne es ausgenutzt und unsere Liste der Mitbringsel erweitert. Leider fehlen uns nach wie eure Wuensche, so dass wir nur fuer uns eingekauft haben. Britta hat jetzt definitiv 10 Paar Ohrringe und Ilka kauift aus Verzweiflung (weil sie keine Ohrloecher hat) BUNTE Klamotten und natuerlich Handtaschen.

Nachmittagsprogramm: Haltet euch fest. Setzt euch hin, lest mit Ruhe.

Wir waren zum Fussball! Boca Juniors gegen Colon im beruehmt beruechtigten Stadion "La Bombonera". Hier spielte auch der ehemaligen Spuerstar Diego Maradona bevor er sich andere Laster zuzog.

Gemeinsam mit anderen Hostelleuten aus aller Herren Laender, alles wie wir von der UEFA fuer dieses Spiel auserkoren,  ging es um 13 Uhr Richtung Stadion. Es ist nicht gefahrlich, aber alle nur zusammen bleiben, keine Uhren um, gar nicht gefaherlich, immer eine Gruppe bilden, kein Schmuck, kein Geld, keine falschen Farben (rut und wiess war gar nicht drin :-(((((

Also, als Gruppe und als argentinische Fussballfans getarnt ging es im Gelb-Blau Look zum ChoriPanEssen. Das macht man als argentinischer Fussballfan naemlich so. Dazu Coca-Cola. Ilka war begeistert! Ihr erstes ChoriPan. Natuerlich mit ChimChurri oder wie heisst das leckere Zeug noch. Der Appettit verging erst, als Britta sie auf die kleinen Broecken in der Wurst aufmerksam machte und mutmasste, was das wohl an leckeren Innereien so sien koennte. Egal, der Hunger und die Vorfreude treibts rein.

Die Gruppe ging also gemeinsam ins Stadion, wo die Fanartikel in gelb-blau vervollstandigt wurden. Bis zum Spielanpfiff waren es immerhin von fast zwei Stunden. Uebrigens - auf den Kauf eines Rosario sprich Rosenkranz in blau-gelb mit Boca-Symbol statt Jesu hat sogar das Heidekind Ilka aus Erfurcht vor dem lieben Gott verzichtet. Wenn der FC vom Abstieg bedroht waere, was er ja zum Glueckt nicht ist, waere das sicherlich eine gute Sache. Kardinal Meissner wurde sicherlich dafuer sprechen.

2:1, gutes spannendes Spiel mit viel Aktion und supertollem Fangesang, Ilka hat es mitgezeichnet, gingen die 2 Stunden wie im Fluge vorbei. Langes Warten, damit die Gruppe gemeinsam den Nachhauseweg antreten konnte. Ein SUPERRUNDES Ereignis!

Zeit zum Biertrinken und Nachtleben. Schlafen kann man in dieser eigentlich liebenswerten Hostel eh nicht. Ruhe ist hier nur zwischen 6 und 11 in der Fruehe. Da muss Britta aber immer schon auf, da Ilka neue Tagesaktivitaeten ausgetueftelt hat.

Ach ja, See streichen wir wirklich. Bleiben hier in BA bis zum Ende. Planen aber noch, uns in Uruguay Stempel in die Paesse geben zu lassen. Wir lieben Tagesausfluege ins Ausland.