Letztens, als ich mal wieder recht früh am Tag mit diesem Verkehrsmittel unterwegs war, saßen mit mir im Vierersitz eine Dame und ein Herr, beide noch mit morgendlich entspanntem Blick, die sich über Tee unterhielten. In leichtem Ton und verhaltener Lautstärke, wie es zu einer guten Tasse Tee mit vielleicht einem Keks passen würde. Sie tauschten sich über die verschiedenen Teesorten aus: Grünen, Schwarzen, Roten, und welchen sie bevorzugten und warum. Dann ging es um Bezugsquellen in der Stadt; es wurden verschiedene Anlaufstellen genannt. Ob er schon in dem neuen Geschäft am Rande der Fussgängerzone gekauft hätte, erkundigte sie sich. Er kannte es noch nicht, konnte aber ein anderes in der Fussgängerzone empfehlen, wo er schon einen Schwarztee erstanden hatte, der sogar einer Bekannten geschmeckt habe, die normalerweise für diese Teesorte nicht zu gewinnen sei. Die Dame horchte auf, um zu bestätigen, dass sie dieses Problem kenne. Eine ihrer Bekannten tränke eigentlich nur Früchtetees.

Daraufhin neigte der Herr den Kopf zu Seite und meinte versonnen: "Sag mal, es gibt schwarzen, grünen, weißen, roten und Früchtetee. Gibt es eigentlich auch Gemüsetee?"

Sie lächelte leise und antwortete ganz ernsthaft: "Ja, den gibt es. Doch den nennt man dann Gemüsebouillon oder Julienne."