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March 3rd, 2009

Indochine & Europeana







Indochine & Europeana



Le nouveau clip d'Indochine

www.youtube.com/watch?v=fFo5Qd6DVbw

fait penser au livre "Europeana"

www.agoravox.fr/article.php3?id_article=46697

de Patrick Ourednik

fr.wikipedia.org/wiki/Patrik_Ou%C5%99edn%C3%ADk



La nova filmeto de kanto de la fama franca rokgrupo Indochine

memorigas pri la libro Europeana de Patrick Ourednik



Hungarlingva artikolo pri la libro kun fragmentoj:

www.ipernity.com/blog/34592/125972

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March 11, 2009

Die Weltsprache

„Unsinn! Seien Sie doch vernünftig! Wieso unterstützen Sie diese Idee einer neutralen Weltsprache? Die Sprachbarrieren sind doch längst gefallen! Alle sprechen doch die neue internationale Wirtschafts- und Kultursprache!“

Diese Worte seines Gesprächspartners klangen noch im seinem Kopf nach, als Theodor das Gebäude verließ, wo er gerade ein Anstellungsgespräch geführt hatte. Vielleicht hätte er sein Interesse an dieser Plansprache lieber

doch nicht erwähnen sollen. Wie hatte der Vizedirektor des Unternehmens doch gesagt: „Lächerlicher Pfusch, der

die Menschheit jeglicher Kultur berauben würde“. „Wir werden Sie anrufen“, hatten sie noch beigefügt.

Theodor wusste, dass er seiner Äußerungen wegen alle Chancen auf die Stelle verspielt hatte.

Er besorgte sich das Blatt „Die Finanzielle Zeit“, und ging zum Mittagessen in irgendeine Bratwurstecke. Alle Hauptstädte oder größeren Orte sahen sich mittlerweile ähnlich: Auf seinen Reisen bemerkte Theodor, wie überall dieselben Logos der immergleichen Firmen aufleuchteten. In England, Frankreich oder Ungarn gibt es keine „Pubs“, „Bistros“ oder „Kocsma“ mehr; überall nur noch „Kneipen“. Er versuchte sich London, Lyon oder Budapest vor dem Krieg vorzustellen. Schwierig.

Ja, eigentlich scheint alles nach dem Zweiten Weltkrieg angefangen zu haben: Der Himmler-Plan finanzierte den Wiederaufbau der zerstörten Länder. Da steckte viel Propaganda mit drin: ein Kilogramm Mehl war nicht ohne zusätzliche 3 Kilo Propagandamaterial zu bekommen, eine Seife gab’s nicht ohne etwas Gehirnwäsche. Bereits der Friedensvertrag war in dieser neuen Weltsprache verfasst worden. So wurde Deutsch zur Sprache von Diplomatie und Wirtschaft.

Theodor vermochte nicht mehr Zeitung zu lesen, zu unstet waren seine Gedanken geworden, und auch die Musik war etwas laut in dem Raum. Um den Text zu verstehen brauchte es allerdings keine allzu große Hirnleistung, die vom Lesen abgelenkt hätte. Der Refrain klang wie „Ich liebe dich, mein Schatz“. Theodor sehnte sich nach Liedern mit wirklichem Text und einer Botschaft. Am Radio kann man nur wenig nichtdeutschsprachige Lieder hören. Sogar immer mehr nicht deutschsprachige Gruppen oder Sänger fingen an, im modischen Deutsch zu singen. Zuerst taten dies die Skandinavier an einem europäischen Schlagerwettbewerb (Eurovision). Da ihre Sprache derselben Sprachamilie angehört, fiel ihnen das leicht. Heute sind Länder, deren Repräsentanten nicht deutschsprachig auftreten, in diesem Wettbewerb erheblich benachteiligt. Die Engländer, welche die letzten Male immer schlecht abgeschnitten hatten, kamen zum Schluss, ihre Sprache sei für modernen Gesang ungeeignet und ihre Vertreter würden deshalb künftig nur noch auf Deutsch singen. Was den Plattenverkauf betrifft: Während andere Länder nur den Binnenmarkt beliefern können, verkaufen deutsche Musikgruppen in die ganze Welt. Übrigens: Da nicht alle den Text verstehen (wirkliche Rockmusik kann aber nur deutsch sein, sowie die Messe lange nur in Latein abgehalten werden konnte), brauchen sie den Worten keine besondere Beachtung zu schenken; das meiste Geld investieren sie lieber in besseren Klang.

Diese allgemein verwendete Nationalsprache hat die anderen Sprachen bereits derart überschwemmt, dass einige (wenige) von „Engleutsch“ reden - einem in England gebräuchlichen Sprachenmix, wobei es sich um ein mit vielen deutschen Wörtern und Ausdrücken durchsetztes Englisch handelt. In gleicher Weise entstand in Frankreich das „Frallemand“. Dort verfasste 20 Jahre nach Kriegsende ein gewisser Etiemble ein Buch mit dem Titel „Sprechen Sie Frallemand?“. Ein klein wenig Erfolg war diesem Buch eine Zeit lang beschieden, indem es ein paar Germanismen ausmerzen half. Später kamen aber für jeden „verbannten“ Ausdruck zehn neue. Aber es liegt gar nicht im Zeitgeist, diesem Phänomen zu widerstehen. Sagen Sie doch einmal auf Französisch „Bonne fin de semaine!“, man wird Sie sogleich korrigieren: „Bonne Wochenende!“, als bedeutete beides nicht genau dasselbe. Vor einigen Monaten hielt eine in linguistischen Fragen bedeutende französische Persönlichkeit einen Vortrag, worin sie darlegte, die französische Sprache sei ihrer noblen Größe wegen überhaupt nicht gefährdet. Hatte nicht schon einmal ein Schiffskapitän ähnliches über seinen Riesendampfer, der Titanic geäußert?, ging es Theodor durch den Kopf.

Auf seinem weiteren Spaziergang kam Theodor an einem Kino vorbei. Dem Aushang war klar zu entnehmen, dass sieben von zehn Filmen deutsch sein mussten. In einigen Ländern werden sie nicht einmal mehr synchronisiert, sondern bloß noch untertitelt — etwa um Geld zu sparen, oder vielleicht nur, damit sich die Ohren der einheimischen Bevölkerung an den Klang der Kolonisatorensprache gewöhnen?

Zu Hause angekommen, schaltete Theodor den Fernseher ein. Die größten auf der ganzen Welt zu empfangenden Kanäle sind die deutschen. Großen Einfluss hat der Allgemeine Deutsche Nachrichtenkanal, deren Gründer die Nachfolger von Göbbels sind. Die Fernsehkanäle anderer Länder zeigen viele deutsche Produktionen; ganz allgemein verwenden sie massenhaft deutsche Ausdrücke — vor allem die englischen Fernsehstationen. So nennt man die „news“ jetzt „BBC-Nachrichten“ oder so ähnlich. England schuf sich sogar einen deutschsprachigen Kanal: „Die Englische Welle“. Theodor schaltete durch die Kanäle. Aber überall nur Propaganda zur Verblödung der Kolonisierten...

Er schaltete den Fernseher aus, um sich an den Rechner zu setzen. Auch auf diesem Gebiet regiert Deutsch. Es ist die Rechnersprache, so wie seinerzeit Latein die Sprache der Kirche war. In Deutschland entstand und erblühte das Rechnerwesen mit den ersten Großrechnern. Deshalb sind diese Geräte mit dem Kode zum Schreiben aller deutschen Buchstaben ausgestattet, aber nicht mit den Akzentbuchstaben anderer Sprachen. In Theodors Arbeitsgebiet wimmelt es nur so von deutschen Wörtern. Sogar in anderen Ländern benützt man die „qwertz“-Tastatur. Programme mit deutschen Namen wie „Fenster“ oder „Kraftpunkt“ machen Furore.

Aber vor allem in der Wirtschaft kommt die Dominanz der heutigen Weltsprache zum Ausdruck. Weil es als modisch und Prestigeträchtig gilt, bewirken Werbung, Geschäfts- oder Firmennamen mit deutschen Wörtern bessere Umsätze. In dieser Epoche der Globalisierung (oder besser Germanisierung) wird Deutsch mehr und mehr zur Arbeitssprache vieler Unternehmen, ganz unabhängig von ihrem Standort. Sogar Firmen in den USA, England oder Frankreich verwenden in Sitzungen Deutsch, selbst wenn alle Teilnehmenden Amerikaner, Franzosen oder Engländer sind. Die internen Dokumente und Reglemente sind sowieso nur auf Deutsch vorhanden. Das alles bringt Theodor immer wieder in inneren Zwiespalt: Obwohl er die deutsche Sprache sehr schätzt, kann er sich nicht damit anfreunden, dass eine Nationalsprache sich zur Weltsprache hochstilisiert und dabei die übrigen Sprachen und Kulturen zerstört.

Die Wirtschaftsmacht des deutschen Staates und die deutsche Sprache gewinnen über einen Teufelskreis immer mehr an Bedeutung: Deutschland ist stark, weil es den Krieg gewonnen hat. Seine wirtschaftliche Potenz förderte die Verwendung des Deutschen als internationale Sprache. Und eben diese breite Verwendung des Deutschen bringt Deutschland zunehmend noch mehr ökonomischen Vorteil. Die nicht deutschsprachigen Studenten müssen dem Erlernen dieser „Universalsprache“ viel Zeit widmen (mindestens 5 Jahre) — Zeit, in welcher Deutschsprachige sich ganz dem gewählten Studienfach zuwenden können. So vergrößert sich besonders auf wissenschaftlichem Gebiet ihr Rückstand gegenüber den „Muttersprachlern“ mit jeder Woche. Außerdem profitieren die Deutschen von dem immensen Vorteil, in ihrer eigenen Sprache publizieren und an Konferenzen referieren zu können. Deshalb sind ihre Veröffentlichungen auch besser und weniger aufwändig. Ihre Vorträge sind überzeugender. Nichtdeutschsprachige — selbst diejenigen, welche bestens Deutsch beherrschen — können nichts veröffentlichen, ohne es nochmals von einem Deutsch-Muttersprachler lektorieren zu lassen. Studien haben gezeigt, dass bei internationalen Treffen die deutschen Muttersprachler 80% der Redezeit beanspruchen. Selbst nach langem Sprachtraining sprechen Nichtdeutschsprachler schlechter als ein einfacher deutscher Straßenpenner. In Debatten können Deutsche alles ausdrücken, was sie möchten, während die übrigen nur das sagen können, was sie auf Deutsch auch zu formulieren verstehen.

Theodor sinnierte weiter: Eine Durchschnittliche Fachkraft mit guten Deutschkenntnissen gilt mehr als eine bestens qualifizierte Person, welche sich nur mittelmäßig in dieser Sprache ausdrücken kann. Ein Deutscher kann ins Ausland gehen und mit Sprachunterricht Geld verdienen. Auch ohne irgendein bestimmtes Metier zu beherrschen, findet er leicht eine Anstellung: Als Textkorrektor wird er immer irgendwo gebraucht. Der Gedanke, dass die Menschheit sich eindeutig in zwei Klassen aufspalten lässt, ist für Theodor furchterregend. Die Leute, welche die neue „lingua franca“ zur Muttersprache haben, gehören zur Oberschicht. In dieser Art eines neufeudalistischen Systems gehören sie zur Klasse der Adligen. Gebrauch und Unterricht ihrer Sprache stellt für Deutschland gigantische finanzielle Quellen dar. Der Aufwand an Geld und Zeit bildet für die übrige Weltbevölkerung faktisch eine Art Sprachsteuer.

Die Oberschicht der verschiedenen Länder dient Deutschland und seinen Unternehmen. Sie verfügt über die Mittel, um die Sprache gut zu lernen und sie schickt ihre Kinder in zweisprachige Schulen oder gar nach Deutschland. Einige sprechen selbst daheim mit ihren Kindern deutsch, damit diese später im Leben bessere Fortkommenschancen erhielten. Große Vorteile erwächst dieser Oberschicht aus der Fähigkeit zu angemessenem Umgang mit den Angehörigen des deutschen Reiches, eine ausgezeichnete Situation für sie, derentwegen sie alles daran setzen, Maßnahmen für eine gerechtere globale Sprachenpolitik zu hintertreiben. Diese Kreise arbeiten faktisch mit den Kolonialherren zusammen und verraten das eigene Volk um schnöden Mammon. Der treffendste Ausdruck für diese Leute: Verräter an Vaterland und Muttersprache, denkt Theodor.

Diese Oberschicht wird von unzähligen Snobs nachgeäfft: Oft nehmen genau diejenigen die meisten deutschen Wörter und Ausdrücke in den Mund, welche die Sprache weniger gut beherrschen. So hält man sie für „kultiviert“ und „modisch“. Diese Snobs gehen Theodor immer auf die Nerven. Wenn er sie darauf anspricht, weshalb sie an Stelle dieses deutschen Modewortes nicht das in der eigenen Sprache vorhandene Wort gebrauchten, erklären sie, es bedeute nicht dasselbe, dass es um Nuancen gehe, welche sich muttersprachlich nicht adäquat wiedergeben ließen u.Ä. Hätten in den vergangenen Jahrhunderten bereits ihre Vorfahren in dieser Weise argumentiert, bestünden für die einfachsten Dinge und Sachverhalte in den meisten Sprachen heute gar keine eigenen Begriffe mehr. Mit Snobs, deren Prozentsatz an deutschen Wörtern in einem Satz allzu hoch ist, verfährt Theodor nach einer witzigen Strategie: Er setzt das Gespräch einfach auf Deutsch fort. Immer köstlich zu beobachten, wenn sich diese dann entschuldigen müssen und gestehen, dass sie Deutsch nicht gut beherrschten.

Alles, was sich auf deutsche Kultur zurückführen lässt, wird als modisch und prestigeträchtig eingestuft. Was von anderen Kulturen herrührt gilt hingegen als rückständig und unfein. In den besiegten Staaten herrschen Propaganda und damit zusammenhängend eigentlich mystische Vorstellungen. Viele wollen in den „Nabel der Welt“ einwandern. Einer nach dem anderen verlassen die besten Wissenschaftler ihre Heimat, um in (und für) Deutschland zu arbeiten.

In der Gründungsurkunde des Europäischen Reiches wurde Gleichwertigkeit der Sprachen als wichtiger Punkt hervorgehoben. Um Zeit und Kosten zu sparen, werden die anderen Sprachen jedoch immer weniger gebraucht. Immer öfter stellen europäische Instanzen ausschließlich deutsche Muttersprachler ein, weshalb Österreicher und Deutsche in großem Vorteil sind. Niemand bemerkt, dass damit künftig die übrigen Sprachen als zweitrangig herabgemindert werden, was wiederum die betreffenden Kulturen schwächen wird. Bereits seit einigen Jahren wählen — auch an Theodors Gymnasium — Schüler vermehrt Deutsch als erste Fremdsprache. Nur eine verschwindende Minderheit lernt noch andere Sprachen.

Je länger Theodor diese ganze Problematik bedachte, wurde ihm klar: Das europäische Reich steht an einem Scheideweg. Bei erster Betrachtung eröffnen sich zwei Möglichkeiten:

Man verwendet mehrere sog. Arbeitssprachen, respektiert also die diesbezügliche Vielfalt und Gleichwertigkeit der Idiome. Das ist jedoch kostspielig und unpraktisch. Übersetzen und Dolmetschen zwischen den verschiedenen Sprachen verschlingt viel Geld, Zeit und Energie.

Der andere Weg weist in die Richtung, im internationalen Verkehr die Nationalsprache Deutsch zu verwenden. Die Mehrheit der Schafe folgt blind dieser „globalen“ Linie, ohne zu bedenken, dass damit die Schwächung der übrigen Sprachen und Kulturen, die „Allverdeutschung“ in Kauf genommen wird, dass man sich sozusagen freiwillig unter Kolonialherrschaft begibt. Beim Beschreiten dieses Weges sehen sie nicht, dass sie wahrscheinlich eines schönen Tages gezwungen sein könnten, selbst mit den eigenen Enkelkindern Deutsch zu sprechen. Würde man nur etwas genauer hinschauen (sofern man das überhaupt noch will oder kann) käme ein dritter Weg zum Vorschein; ganz verborgen hinter einem Gestrüpp aus Vorurteilen, Fehlansichten und nebulösen Argumenten.

Nur wenige kennen die Existenz dieses dritten Weges. Darunter befinden sich auch Leute, die einiges dafür tun, ihre unter der aktuellen Situation bestehenden Privilegien zu verteidigen, indem sie diesen Weg wohlweißlich verheimlichen, gar seine Existenz leugnen; oder sie sagen, es handle sich um einen Irrweg, der nicht begehbar sei. Man zieht alles ins Lächerliche, wie der Vizedirektor der von Theodor heute besuchten Firma. Nur wenige lehnen sich gegen den Imperialismus der „pax Germanica“ auf, etwa weil nur wenige ihrer Gewahr werden? Beeindruckend, was diese Propaganda auf die Dauer nicht alles zu Stande bringt, denkt sich Theodor. Sogar Leute, die selber überhaupt kein Deutsch reden, können ganz ernsthaft behaupten: „Alles spricht Deutsch!“. Niemand informiert darüber, dass mehr als 90 % der Menschheit es nicht tut. Und so ist die deutsche Sprache ganz selbstverständlich die Sprache der Wirtschaft, der EDV, der See- und Luftfahrt…

Ja, offensichtlich scheint die INTER-nationale Sprache Esperanto wirklich unnötig. Wer interessiert sich schon für so eine leicht erlernbare Sprache zum „inter-ethnischen“ Gebrauch; wer will etwas von einer Sprache wissen, die effizientere Kontakte auf gleicher Stufe zwischen Angehörigen verschiedener Völker ermöglicht; was interessiert es schon, dass diese Sprache vielleicht zehnmal schneller zu erlernen wäre als die zur Zeit vorherrschende, nicht nur für eine Elite; eine Sprache, deren Anwendung die Vielfalt der Idiome und Kulturen retten könnte!

Theodor legte sich zur Ruhe. Er war mit sich übereingekommen, beim nächsten Vorstellungsgespräch lieber nichts von seinem seltsamen „Steckenpferd“ zu erwähnen, weil „alle bereits Deutsch sprechen“ und „es eine ganz einfache Sprache ist“ und „die beste im internationalen Verkehr“, ohnehin ist es ja

„die Weltsprache“…

Verfasst durch Thierry Salomon

Ins Deutsche übertragen durch Martin Meyer

Korrigierte Fassung von Karbsangoro Dudek

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March 26, 2009

The World Language

The World Language


A story about a contemporary issue from somewhat different viewpoint
”Utter nonsense! Be serious! Why do you support the idea of a neutral international language? The language barriers fell long ago. Everyone speaks the new international language of business and culture now”!
When Theodore left the building in the centre of Budapest, where he had just had a job interview, the words of the interviewer were still ringing in his head. Maybe he should not have mentioned his interest in that conventional neutral international language. “A filthy artificial mishmash, which would rob humanity of its culture!” in the words of the firm’s deputy director. Theodore knew he had lost all chance of getting the post because of it.
He bought the magazine Die Finanzielle Zeit and went into a Bratwurst bar to eat. All large towns now look similar. During his travels Theodore noticed that the same logos from the same international companies blazed everywhere. In England, France or Hungary there are no longer pubs, bistrots or kocsma, only Kneipe world wide. He tried to imagine how London, Lyon or Budapest might have looked before the war. With difficulty.

Planning and Propaganda
Yes, it seems everything did indeed start after the second world war. The Himmler plan financed the reconstruction of the devastated countries. There was a lot of propaganda in it. Three ounces of propaganda for one ounce of flour. For every box of soap, a few drops of brainwash. The peace contract itself had been written in the new world language. German had become the language of diplomacy and business.
Theodore could not read any more; the music was rather loud inside the bar. To be fair the lyrics of the little song did not require too much brain work. It went something like “Ich liebe dich, mein Schatz”. Theodore started to long for songs with real lyrics and a message. Few songs not in German are heard on the radio. In fact more and more non-German groups sing in the fashionable language. In the Eurovision Song Contest originally only the Scandinavians did that. That was because their languages belong to the same family of languages. It was easy for them. Nowadays countries whose groups do not sing in German in the contest are at a very great disadvantage. The English, who had poor results in recent contests, and who now consider their language unsuitable for modern songs, decided that in future their group will sing in German.

Engleutsch
When selling CDs other countries can sell only to their local market, but German pop groups can sell across the whole world. Besides, as not everyone understands the lyrics, the groups do not need to pay much attention to the words. But they can invest their much more substantial income in higher quality sound.
The use of a national language as an international language has already affected other languages so much that several people (well some) speak about ‘Engleutsch’. It is a mixed language, which is spoken in England, an English mixed with many German words and expressions. Similarly, ‘Frallemand’ has evolved in France. Twenty years after the war, a certain Etiemble wrote a book in France “Do you speak Frerman?” which for some time had a small effect and pushed out some Germanisms, but after a while for every word repulsed ten new ones arrived in. It is not fashionable to resist this phenomenon. Try to say in French “Bonne fin de semaine!”. You will be immediately corrected: “Bonne Wochenende!”. As if both did not mean ‘weekend’!
While he walked, Theodore passed a cinema. It was clear from the posters that seven out of ten films on show were German. In several countries they no longer even dub them, but simply add subtitles. Is this to save money or so that the ears of the natives may become accustomed to the language of the coloniser?

Channel Goebbels
Arriving home Theodore switched on the television. The major channels for worldwide viewing are German. Great influence is exerted by the universal German news channel, whose founders are followers of Goebbels. The channels from other countries display many German products and use many German expressions. Especially the English television channels. For example the news is no longer called News but BBC Nachrichten. England even created a German language channel called The English Wave. Theodore flicked across the channels. But there was only propaganda everywhere to dumb down the colonised.
He switched off the television and sat down at his computer. Here too German holds sway. It is the language of computing, as Latin in its day was the language of the Catholic church Computing was born in the Reich and first flourished there alongside the first big calculators. This is why they contain the code for writing every letter of the German alphabet, but not for the accented letters in other languages. German terms abound in Theodore’s profession. The QWERTZ keyboard is used in every country. The programs like Fenster and Kraftpunkt are very popular.

Global Germanisation
But it is chiefly in business that the domination of the world language can be seen. Following a fashionable and prestigious phenomenon advertisements and names of businesses and firms, which contain German words, help to increase sales. In this time of globalisation (or global Germanisation) the German language is becoming ever more the working language of companies irrespective of their geographical location. Firms in the USA, Britain and France use German during meetings, even when all the participants are American, British or French. Internal documents and regulations are issued only in that language.
This creates an internal dilemma for Theodore, because though he is very fond of German, he does not support a national language becoming the world language and destroying other languages and cultures.
The commercial dominance of the Reich and its language is growing stronger and stronger because of a vicious circle. The Reich is strong because it won the war. Its economic strength increases the use of German as the international language. And the wide scale use of the language gives an economic advantage to the Reich. Students who do not speak German must dedicate a lot of time every week to learning this ‘universal’ language (for at least five years). This is time during which Germans can study their own specialisms more fully. So especially in the sciences the latter weekly increase their lead when compared to the former.
Besides, Germans enjoy the great advantage of being able to publish in their own language and lecture in it in conferences. For this reason their publications are better and need less effort. Their lectures are more persuasive. Non-Germans, even those who have an excellent command of the language, will not be able to publish anything without getting a native German speaker to read it through. Studies show that during international meetings native German speakers account for 80% of the talking time. Even after long study of the language non-Germans speak less well than an ordinary German homeless person. During debates Germans can say whatever they wish, but the others can say only what they can express in German.

Language Tax
Nowadays, thought Theodore, an average professional, who has a good command of German, carries more value than an outstanding professional, who has only a moderate ability to express himself in that language. A German can go abroad and earn money teaching German. Even without mastering any specialism he can easily get a job. He will be very useful checking texts. Theodore was frightened by the thought that humanity was becoming divided into two strata. Those whose native tongue is the new ‘lingua franca’ belong to the upper stratum. They are the nobles in this new modern feudalism. The use and teaching of its language is a great source of wealth for the Reich and a cost in money and time for everyone else. In fact it is a kind of language tax.
The higher stratum of the other countries serve the Reich and its companies. They have the means to learn the language well. And send their children to bilingual schools or even to the Reich itself. Several even use German at home with their children, so that these should have better opportunities afterwards in life. From their capability to deal with the members of the Reich they gain a tremendous advantage. For them this situation is excellent and because of that they stifle all efforts for a more equitable international language policy. In reality they collaborate with the coloniser and their own people for money. Theodore thought the most appropriate expression to attach to them was traitors to the fatherland and the ‘mother’ tongue.

Snobs
In the lower strata swarm snobs striving to imitate the top stratum. Often those who speak German less well use the most German words and expression. So they look cultured and fashionable. These snobs always make Theodore nervous. When he asks them why they do not use their own language’s words instead of a fashionable German expression, they explain that the two do not have the same meaning, that there is a nuance, that there is no suitable word in their own language or something along similar lines…
If their ancestors had reasoned similarly in centuries past there would not be words in most languages for the most basic objects or matters. Theodore employs a humorous strategy against snobs, whose percentage of German words in one sentence is too high. He simply continues the conversation in German. It is always very amusing when the snobs have to excuse themselves and admit that they do not have a good command of German.
Everything relating to German culture is considered fashionable and prestigious, what relates to other cultures is considered backward and ordinary. In the victorious country propaganda and myths reign. Many want to emigrate to the centre of the world. One after another the best scientists leave their own countries to work in (and for) the Reich.
In the foundation document of the European Empire the equality of languages is underlined as an important matter. However other languages are used less and less. To save time and money. European institutions more and more frequently employ exclusively native speakers of German. So Austrians and German nationals have a great advantage. Nobody notices this will reduce other languages to second rank, weakening them along with their cultures. For some years already, in Theodore’s school too, more and more choose German as their first foreign language. Very, very few learn other languages.

Blind Sheep
The more he considered this matter, the more Theodore moved to the conclusion that the European Empire stood at a historical parting of the roads. At first sight there are two possible ways ahead. The first – use several working languages – leads to respect for linguistic diversity and equality between languages. But it is a costly and impractical route. Translation and interpretation between different languages requires money, time and energy. The second road runs in the direction of using German for international communications. The majority of sheep blindly follow this ‘fashionable’ direction unaware that it leads to the weakening of the rest of the languages and cultures. To global Germanisation. To voluntary colonisation. They do not see that travelling this road they will actually have to talk German to their own grandchildren. If people would look more closely (or were willing to look, or able to look), it would be evident that hidden behind the bushes of prejudice and mistaken opinions and the fog of false arguments there is a third road forward.

Everyone speaks it
Few are familiar with this third road. To maintain their own privileges some actually hide it, deny its existence or say it is a fanciful route which cannot be used. People mock it. Just as the deputy director of the firm visited today did. Few react against the cultural and linguistic imperialism of the ‘Pax Germanica’. Possibly this is because few are aware of it? Theodore is impressed by the effect of the continual propaganda. Even people who speak no German at all claim in all seriousness that “Everyone speaks German”. No one mentions that more than 90% of humanity do not speak it. And so of course German is THE language of business, computing, air and sea transport, and so on.
Yes, in fact the international language Esperanto truly seems to be unneeded.
Who is interested in a non-national easier language for international use?
In a language which puts communications between peoples on an equal and more effective footing?
In a language which is many times more quickly learned, not just by the elite?
In a language whose use could preserve the diversity of national languages and cultures?
Theodore made for bed deciding that he would possibly not mention his strange ‘hobby’ in an interview at the next firm. Because “Everyone speaks German” and “It is an easy language” and “The best one for international communication”.

(c) Thierry SALOMON (tsalomon AT hotmail.com)
First published in the international news magazine Monato.
English translation by John Murray


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