So, nun endlich ein Lebenszeichen von uns aus New Zealand. Wir sind nach einigen Turbulenzen dann doch heil mit unserem Flieger in Gold Coast, Australien, gelandet. Leider kein Geldautomat in Sicht, also haben wir uns die Zeit von Landung (9.00 h) bis Abflug (17.00 h) am Strand vertrieben. Hat doch was, mit allen Klamotten zu Fuss zum Strand, mal kurz in den Pazifik springen, abtrocknen und dann in den Flieger nach New Zealand :-)

Nachts um zwoelf sind wir dann in Christchurch gelandet und waren eigentlich mit Anna verabredet, die uns ein Hostel gebucht hatte. Leider hatte Anna wg. schlechtem Wetter umorganisiert und ihre Nachrichten haben uns nicht erreicht, weil e-Plus in NZ keine sms empfangen darf, warum auch immer... So standen wir dann am Airport, ohne Hotel und haben uns entschieden, die Nacht mal direkt im Flughafen zu verbringen. Da lagen schon einige Leute rum, wir haben uns einfach dazugelegt, muss man auch mal gemacht haben. Frisch geduscht haben wir uns dann um 8 auf den Weg Richtung Car Rental gemacht und unseren Toyota Corolla in Empfang genommen. Dann ging es los Richtung Kueste. Das mit dem Linksfahren klappte nach einigen Anlaufschwierigkeiten dann auch ganz gut und das Land hat uns mit strahlendem Sonnenschein belohnt. Mit Anna haben wir dann endlich auch telefonieren koennen und sie hatte fuer uns eine Abholung am Flughafen und ein Hostel organisiert, aber leider wussten wir das ja nicht, also haben wir auch nicht nach Schildern mit unserem Namen Ausschau gehalten. So kann's gehen, wenn die Technik versagt.

Von Christchurch sind wir ueber Land zum Lake Tekapo gefahren und haben dort eine mehrstuendige Wanderung um den See gemacht. Schon toll, sommerliche Temperaturen und das Bergpanorama im Hintergrund. Von dort gings weiter zum Lake Pukaki und nach Twizel. Anna hatte uns den Tipp gegeben, dass dort ein Backpackers auf einer Schaffarm ist und da sind wir dann fuer die Nacht eingekehrt. Haben uns statt fuer das 10 Bett Dorm fuer ein Zelt im Garten entschieden. Allerdings habe ich in meinem max. fuer 15 Grad geeignetemn Schlafsack doch ziemlich gefroren...Am naechsten Tag gings weiter in das kleine Staedtchen Oamaru, wo wir einen kurzen Zwischenstopp eingelegt haben. In der Aufzuchtstation haben wir dann unseren ersten Blue Penguin gesehen, aber leider in seiner Hoehle und nicht in voller Pracht. An der Kueste sind wir weiter bis nach Dunedin, wo wir im Hostel uebernachtet haben. Dunedin ist eine schoene, sehr englisch anmutende Stadt direkt am Meer. Alte Gebaeude mit schoener Architektur und die huegeligen Strassen - die total an San Francisco erinnern - praegen das Bild. Neuseeland ist ein Paradies fuer Verkaeufer, die Geschaefte oeffnen um 9.30 und schliessen punkt 17.00 h. Danach ist chillen in einem der vielen Strassencafes angesagt. Daran kann man sich bestimmt gewoehnen, aber wir fanden es doch komisch ;-).

Am naechsten Tag haben wir morgens das Otago Peninsula angeschaut, die Halbinsel vor Dunedin. Neben einer Albatross-Aufzuchtstation gibt es auch eine Stiftung zum Erhalt der Gelbaugen-Pinguine, die vom Aussterben bedroht sind. Dort haben wir dann eine Tour gemacht und uns die drolligen Kerlchen aus der Naehe angeschaut. Man hat dort Schuetzengraeben angelegt, aus denen man die Tiere ungestoert beobachten kann und mit ihnen auf Augenhoehe ist. Besonders ansehnlich waren die Pinguine in der Mauser, die dann 4 Wochen nicht ins Wasser koennen und die ganze Zeit an einer Stelle ausharren, bis sich die Federn einmal komplett erneuert haben. Weiter gings in die sog. Catlins, die Southern Scienic Route mit wunderschoenen, einsamen Straenden und rauhen Kuestenabschnitten. Am Leuchtturm Nugget Point haben wir Robben beim Sonnenbaden beobachtet, am Surat Bay sind wir auf Tuchfuehlung mit 400 kg schweren Seeloewen gegangen, die faul am Strand herumlagen, stanken wie Hulle und zu bruellen anfingen, wenn man ihnen zu dicht kam. Sehr beeindruckend, vor allem wenn man feststellen muss, wie schnell die doch an Land sein koennen... Am Ende des Tages haben wir uns noch einen Wasserfall angeschaut und sind dann in einem Motor Park in einer kleinen Huette untergekommen. Hier hat Michael dann auch endlich sein erstes NZ-Lamm auf den Teller bekommen und er war so gluecklich, nach 4 Wochen endlich mal wieder Fleisch zwischen die Zaehne zu bekommen :-)

Morgens sind wir direkt zu den Cathedral Caves gefahren, die nur wenige Stunden am Tag bei Ebbe besichtigt werden koennen. Am Purpoise Bay, ein toller Strand!!!, haben wir uns bei strahlendem Sonnenschein einen Instant-Kaffee + Schoko-Muffin gegoennt und den Hector-Delphinen, die ebenfalls nur in NZ vorkommen und vom Aussterben bedroht sind, bei ihrem Spiel in der Brandung zugeschaut. Frisch gestaerkt haben wir uns auf die 20km Schotterpiste zum Slope Point gemacht, dem suedlichsten Punkt Neuseelands. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Invercargill, wo wir eigentlich ein Zelt kaufen wollten, aus Kostengruenden aber davon abgesehen haben, gings nach Te Anau, wo wir fuer die Nacht wieder in einem Motor Park in einem 10-Bett-Dorm untergekommen sind. Reisen in NZ ist extrem viel teuer als in Asien, daran muessen wir uns erst einmal gewoehnen. Es ist keine Uebernachtung unter 50 $ u bekommen, daher haben wir entschieden, auf Zelten umzusteigen, das kostet nur 20 $. Wir haben ja noch viel vor uns...

Mehr aus NZ, wenn wir wieder online sind.
Big hugs, S + M