Sind morgens um 06.00 h in Chumpon angekommen und haben uns vorm Bahnhof direkt fuer ein Boot entschieden. Nicht der Katamaran, weil Ueberfahrt ruppiger und teuer, sondern die gute alte Faehre sollte uns nach Koh Tao bringen. An Deck war es so dermassen voll, dass wir die Fahrt im auf 15 Grad klimatisierten Unterdeck verbringen mussten. Steph konnte leider nur 2h lang mit geschlossenen Augen dasitzen, sie war wie immer seekrank.

Wir hatten uns in Bangkok im Internet informiert und uns bewusst fuer eine deutsche Tauchschule entschieden, da Koh Tao fuer Fliessband-Tauchausbildung bekannt ist und wir wegen Michaels Asthma kein Risiko eingehen wollten. Koh Tao hat mittlerweile 44 Tauchschulen und die stehen dann alle am Anleger und wollen die Neuankoemmlinge anwerben. Einzige Ausnahme war unsere Tauchschule, Calypso Diving Center. Die standen natuerlich nicht da! Mussten dann ein Taxi nehmen, da wir auf die andere Seite der Insel, nach Tanode Bay wollten und da sonst keiner hingefahren ist. Die anderen Tauchschulen sitzen alle in Mae Hat und Sairee Beach. Hinten auf dem Pickup ohne Festhaltegriff gings dann 4,5 km von West nach Ost. Dort hat der Fahrer uns dann bei der benachbarten Tauchschule abgesetzt, man kann es ja mal versuchen. Wir sind dann ueber die Klippen zu Calypso geklettert. Die Tauchlehrer sind deutsch und alle aelter. Im Internet hatte ich gelesen, dass ein Padi-Kurs inkl. Unterkunft 9000 Baht kostet, bei Calypso kostet der CMAS-Kurs exkl. Unterkunft 11.000 Baht (ca. 240 Euro). Tja, Qualitaet hat eben ihren Preis. Wir sind dann ins benachbarte Bungalow Ressort und haben eine Huette fuer 500 Baht / Tag (ca. 11 Euro) gemietet. Mittags kam dann der Arzt der Tauchschule und hat Michael leider ein Tauchverbot erteilt, da ein Asthma-Anfall unter Wasser toedlich sein kann wg. Luftvolumen bei Notaufstieg.

Erst mochte ich unsere Bucht gar nicht und wollte sofort wieder weg – am Ende wollte ich dann gar nicht mehr weg ;-) Himmlische Ruhe, keine Autos, keine Musik, keine Party, nur Meeresrauschen und ein grandioser Ausblick. Aus geplanten 4 sind dann auch 8 Tage Aufenthalt geworden. Der Tauchkurs hat super viel Spass gemacht, wobei ich mich anfaenglich schon ueberwinden musste, dachte, ich ersticke und bin sofort wieder aufgetaucht. Mein Tauchlehrer hat dann einmal bestimmt auf mich eingeredet und mir gesagt, dass es unter Wasser 5 Min. dauert, bis man sich daran gewoehnt hat, aus einem Schlauch zu atmen. Und das war dann auch so, gluecklicherweise. Theorie (multiple choice) habe ich am 2. Tag mit 90% bestanden und insgesamt waehrend des Kurses 6 Tauchgaenge absolviert, max. Tiefe 18m. Wir mussten super viele Uebungen unter Wasser machen, Maske volllaufen lassen, Maske absetzen und wieder aufsetzen, Wechselatmung mit dem Tauchbuddy, ausziehen und wieder anziehen, Notaufstieg, Bergung und Aufstieg mit einem Bewusstlosen, Abschleppen des Bewusstlosen ueber Wasser, und, und, und. Wir waren mal besser und mal schlechter, aber haben es am Ende alles gut gemeistert. Jetzt darf ich mich “1 Star CMAS-Diver” nennen und bin total stolz. Nach dem Kurs habe ich noch 3 Tauchgaenge absolviert, zwei vom grossen Boot aus und den letzten in unserer Bucht, die voll von Korallen und ganz vielen bunten Fischen ist. Haben einen Rochen, Drueckerfische, viele Nemos, noch mehr andere Fische und einen Katermaran gesehen und sind durch eine Kaverne getaucht. Tauchen ist geil und ich freue mich schon auf Australien, Great Barrier Reef. Einzig meine Seekrankheit unter Wasser macht mir ein wenig zu schaffen, kann nicht ohne Tablette raus, schwimme immer dicht am Grund und kotze in regelmaessigen Abstaenden unter Wasser in meinen Regulator. Aber man gewoehnt sich an alles…

Nach 8 wunderschoenen Tagen im Paradies hiess es dann Abschied nehmen, aber wir kommen wieder, keine Frage…