An der Grenze zu Ghana gibt es ein tiefes Tal. (laut Höhenmeter zwischen 304 und 807m üNN) Hauptattraktion diese von togoischer Seite nur unter Qualen erreichbaren Ortes ist sicher der ca. 114m hohe Wasserfall (Ghana: "Wli-Falls"; Togo "Yikpi-Cascade"). Das Tal hat eine Hufeisenform und mächtige Steilwände ringsherum. Auf halben Weg herunter findet sich ein einziger relativ kleiner Baum (er kommt dort nur einmal vor) der von einer Flughundenkolonie bewohnt wird. Leider ist es mit nicht gelungen die Tiere zu zählen - ich schätze sie aber auf ca. 120 Individuen.

Auf Nachfrage erklärte mir der Guide, dass diese Tiere - nicht - wandern, wie die anderen im Tal der Fledermäuse, sondern das ganze Jahr in der gleichen Anzahl hier anzutreffen sind.

Meine erste nicht wissenschaftliche Erklärung könnte sich in dem ganz bestimmten Mikroklima gründen. Das Tal bietet durch seine Enge und Tiefe immer ausreichend Schatten und gleichzeitig Sonnenplätze (Der Baum steht in der Sonne). Durch den vergleichsweise großen Wasserfall und seine Fallhöhe von mehr als 100m entsteht in der Talsohle viel kühler feuchter und relativ starker Wind. Dies begünstig enorm die Vegetation in den unteren ⅔ des Tales. Das obere Drittel, wie auch die Umgebenden Berge werden immer wieder von Buschbränden heimgesucht. Oben ist es fast windstill und mit 38°C ca. 12°C heißer als direkt unten. Dies führt natürlich auch zu bemerkenswerten Aufwinden auf den die Flughunde ihre ruhigen Kreise ohne viel Flügelschlag ziehen.

Die typischen Früchte, wie Mango kommen hier jedoch nicht vor. Es gibt einige kleine blauschwarze Baumfrüchte, die ich jedoch nicht näher bestimmen konnte. Der Guide meinte, die seien zu nichts gut ... Überall liegen aber die Kerne herum, daher nehme ich an, dass die Flughunde sich diese schmecken lassen. Vögel gab es übrigens äußer einer stolzen Adlerfamilie keine weiteren.