Warum ich jetzt noch die Internationale Sprache
Esperanto lerne
Ich bin jetzt 78 Jahre alt und habe beschlossen Esperanto zu lernen.
Warum
9 lange Jahre lernte ich Latein auf dem altsprachigen Gymnasium - dem "Theodorianum" in Paderborn.
Die unregelmäßigen Verben kann ich heute noch.
7 Jahre lernte ich Altgriechisch.
3 Jahre - so ganz nebenbei auch noch Englisch.
Für die französische Sprache gab es damals - bis 1953 keine Lehrer.
Französisch habe ich in den Ferien in Frankreich gelernt - es reicht für eine nicht zu anspruchsvolle Kommunikation.
Und 1956 absolvierte ich 1 Semester einen Hebräischkurs.
1943 und 1953
Nun gut - wir lernten viel über das römische Imperium - den Aufstieg und den Untergang - die Kultur - die römischen Siege und Niederlagen.
Wir lernten etwas von der griechischen Philosophie kennen - Sokrates - Plato - Demosthennes - auch von der griechischen Demokratie.
Sie galt allerdings nur für freie Griechen.
Beide Sprachen konnte ich später beim Studium der Philosophie und der Theologie anwenden.
Nun - das hat sicher mein Leben beeinflußt.
Aber mit wieviel Mühe war das Lernen der Sprachen verbunden.
Heute weiß ich - wie leicht läßt sich dagegen die internationale Sprache erlernen.
Von Esperanto erfuhr ich erst um 1970. Der Vater eines Studienfreundes sprach und schrieb in Esperanto.
Dann war wieder eine lange Pause.
Erst vor 2 Jahren - also 2008 - stieß ich bei Ipernity auf eine mir völlig unbekannte Sprache. Es stellte sich heraus - das war Esperanto
Kurz darauf lernte ich in Pirna Manfred Sieber und Norbert Karbe kennen.
Beide waren und sind überzeugte Anhänger des Esperanto.
Im Cafe Canaletto - einem schönen Cafe in Pirna - mit Blick auf Rathaus - Marktplatz und einem typischen Haus - saßen wir nun häufig und unterhielten uns über die Vorzüge des Esperanto.
Mittlerweile kennen mich viele bei Ipernity.
Ich schrieb kleine Geschichten. Warum nicht auch ins Esperanto übersetzen?
Ich hatte und habe immer noch den Wunsch - meine kleinen Geschichten
möglichst vielen Menschen kostenlos anzubieten.
Die ersten beiden Geschichten übersetzte mir Lars Sözüer.
Dann wagte ich mich selbst daran. Und siehe - es ging relativ leicht.
Denn es ist eine logische - klar aufgebaute Kunstsprache ohne irgendwelche Ausnahmen.
Die Vorzüge dieser Sprache muß ich nicht weiter erklären.
Bei Ipernity gibt es viele Esperantisten - die weder englisch noch französisch noch spanisch oder gar italienisch sprechen - von russisch japanisch oder chinesisch ganz zu schweigen.
Ganz bewußt wählen diese Menschen das Esperanto.
Denn auf diese Weise lassen sich leicht -
heute unterstützt durch das Internet -
Kontakte mit Menschen aus aller Welt knüpfen.
Ich möchte ein Beispiel nennen:
Ich schrieb: "Woher ich komme - eine Geschichte"
Sie wurde gelesen bis jetzt
9565 - esperanto
7401 - deutsch
4422 - französisch
3409 - englisch
3469 - spanisch
2103 - italienisch
1456 - ungarisch
1332 - tschechisch
Ein weiterer Grund ist die internationale Verbreitung des Esperanto.
Unerheblich ist für mich wieviele Menschen nun Esperanto sprechen.
Jedes Jahr finden seit 1905 Weltkongresse statt - unterbrochen nur durch die beiden großen Kriege.
Der 4. Weltkongress fand 1908 in Dresden statt.
An einem Weltkongreß nehmen Menschen aus etwa 60-70 Nationen teil.
2010 fand er in Kuba statt.
Und alle Teilnehmer verständigen sich in einer gemeinsamen Sprache.
Die englische Sprache mögen mehr Menschen kennen und sich darin verständigen. Aber Teilnehmer an Kongressen berichten häufig darüber,dass Leute mit Englisch als Muttersprache immer im Vorteil sind und sich dadurch leicht in den Vordergrund stellen - wenn auch ungewollt.
Das ist bei Esperanto nicht möglich und auch nicht gewollt.
Das sind die beiden Hauptgründe auch JETZT noch mit 78 Jahren
Esperanto zu lernen.
Nur 3km entfernt - vor dem Rathaus der Stadt Wehlen -
sprach Dr Ludwig Zamenhof - der Erfinder der Kunstsprache Esperanto -
1908 zu den Teilnehmern am 4. Esperanto Weltkongess -
der in Dresden stadtfand.
Mit herzlichen Grüßen
und einem Dank an den Begründer des Esperanto
Elbertinum - Albert
Text und Fotos von Albert Jäger
Anmerkungen zu meinen Geschichten


Thierry Salomon has replied to FrienPhoElbertinum has replied to FrienPhoFrienPho has replied to Thierry SalomonFrienPho has replied to ElbertinumElbertinum has replied to FrienPhoIch traue mir nicht zu, eine meiner Geschichten in korrektes Englisch oder Französisch zu übersetzen geschweige denn zu schreiben.
Frank Merla (esocom.… has replied to ElbertinumIn jeder gemeinsamen Sprache könntest du mit denen reden. Aber das ist mehr Glücksache, ob es auch funktioniert. Natürlich wissen Esperantosprecher, dass Esperanto als internationale Sprache zahlenmäßig dem Englisch weit unterlegen ist. Deshalb haben sie eine nationalsprachig unabhängige Infrastruktur geschaffen, die einzigartig ist und komfortabel. Esperanto will Englisch weder als Muttersprache noch als internationale Sprache verdrängen. Wenn ich Englisch als Muttersprache hätte, würde es mir grausen vor dem, wie die Welt meine Sprache verhunzt. Ich hätte nichts dagegen, wenn eine für den internationalen Austausch besser geeignete Sprache meine eigene Sprache von der Last befreite, als internationale Sprache zu fungieren. Wenn ich mir dazu noch anschaute, unter welchen Bedingungen die englische Sprache (Abschlachtung der Nahrungsgrundlagen der Indianer, Kriege usw) als internationale Sprache "durchgesetzt" wurde, dann müsste ich mich schämen. Englisch ist eine schöne Sprache, aber sehr schwer zu lernen, zehn Mal schwerer als Esperanto. Wenn ich erst Esperanto gelernt hätte und dann Englisch, dann wäre mir das Englischlernen deutlich leichter gefallen. In der heutigen Welt braucht man nun mal Englisch, allein schon um die uns dominierende Englisch-US-Kultur besser verstehen zu können.
zum Esperanto-lernen ist es scheinbar nie zu spät.
Als ich mit 19 Jahren begann in diese herrliche Sache Esperanto "einzutauchen" und zu lernen, war ich sofort begeistert, denn nach 6 Jahren Schul-Russisch und noch 2 Jahre Fach-russisch( ökonomie) war es mir nicht möglich nur einfache Konversationen mit Muttersprachlern zu halten.
In Esperanto war es schon nach 3 Monaten ( manche erlernen es noch schneller) mit ausländischen Esperanto-Sprechern tiefer gehende Gespräche zu führen.
So konnte ich bereits nach den 3 Monaten eine 78jährige Leningraderin in Esperanto durch unsere Kreisstadt führen und ihr Versuch mich ins Russische zu führen ist kläglich gescheitert.
Denn eine Etnosprache kann nie bis in Einzelheiten so gelernt werden, daß es verständlich für den Gesprächspartner rüberkommt.
Esperanto ist eine planmäßig geschaffene Sprache und kann sowohl Einzelheiten wie auch Globales verständlich für jedermann ausdrücken. Natürlich muß der Gesprächspartner auch ein gewisses Niveau der Plansprache beherrschen.
Durch sein logischen Aufbau kann man Esperanto wesentlich schneller lernen und sich auch sofort darin sicher fühlen.
Unter dem Slogan " Demokratie in der Komunikation" habe ich in den über 35 Jahren aktiven Anwendens so viele Begegnungen und Erlebnisse haben dürfen, daß ich das Esperanto nie mehr missen möchte.
Die Leningraderin kann ich immer besser verstehen, daß sie mir damals sagte, sie würde sich bis an ihr Lebensende ärgern nicht eher mit dem Lernen begonnen zu haben.
Deshalb,lieber Albert: es ist nie zu spät mit einer guten Sache zu beginnen !
grundsätzlich bin ich immer von der Idee begeistert eine Sprache zu lernen, zu kommunizieren und vor allem in fremden Regionen den Menschen die dort leben den Respekt zu zollen ihre Sprache zumindest ansatzweise zu sprechen.
Sicher kann das nicht zu tieferem Verständnis führen wie es bei den Sprachen ist, die " man " so kann!
Sei es Englisch als Weltsprache oder die wunderbare Welt der französischen Sprache, die ich liebe!
Da ich mich mit Esperanto bis dato noch nicht intensiv beschäftigte, weiß ich nichts sehr sinnvolles dazu zu sagen, außer dass die Idee natürlich faszinierend ist!
Desungeachtet gibt es kein Alter in dem man nicht neugierig auf Neues sein sollte!
Das spielt also sicher keine Rolle dabei...und die Hauptsache ist doch die Neugier und die Freude dabei!
Also viel Freude und Erfolg beim Erlernen!
Cxiuj povas lerni la esperantan lingvon, bedaùrinde gxi ne estas instrui en lernejo.
Elbertinum has replied to Edith JaffréSie schreibt:
Ich spreche weder die englische noch die deutsche noch die spanische Sprache.
Das Esperanto erlaubt mir zu kommunizieren mit vielen Freunden aus verschiedenen Ländern.
Alle können Esperanto lernen - leider gibt es keine Schule zum Lernen.
Ja, das ist der alte Traum vom "fina venko". Und es wäre doch wirklich sooo schön, wenn in allen Ländern der Welt diese Sprache als erste Fremdsprache schon in der Schule gelehrt würde und damit zur Zweitsprache für alle Menschen würde. Wer will, kann ja noch weitere Sprachen lernen, damit er den gewaltigen Unterschied zwischen Nationalsprachen (unlogisch) und Esperanto (logisch, konsequent) kennenlernt.
Auch ich muss bekennen, dass ich das erst mit 62 Jahren erkannt habe. Aber dann wurde Esperanto "mia tarda amo", die späte Liebe meines Lebens. Heute lese ich mit Genuss Originalwerke in dieser Sprache, und es gibt deren sehr viele!
In welch anderer Sprache ist man in der Lage, nach 6 bis 10 Monaten (ohne zu "büffeln"!) Bücher zu lesen?! Esperanto macht es möglich.
Claude Piron (belga/ svisa tradukisto, psikiatro, verkisto, UN- dungito k.t.p.) diris multajn saĝaĵojn i.a. « Se mi lernas la anglan (la ĉinan...) mi ne fariĝos anglo (ĉino), sed se mi lernas esperanton mi fariĝos esperantisto » Mi cerbumas : Se la tuta mondo parolu esperanton – ĉu ni perdu la « familian senton » ?
Nun (bedaŭrinda ?) Elbertinum, tuj al esperanta ekzercado: bv. traduki en la la germanan! :-))
Frank Merla (esocom.… has replied to Siv BurellEs ist angenehm zu lesen über das Bemühen Fremdsprachen zu lernen. Für mich ist es kein Problem das schriftliche Deutsch zu verstehen, aber ich kann nicht/traue mich nicht, mich auf Deutsch auszudrücken. Als ich Deutschland besuchte, habe ich mich selbstverständlich bemüht Deutsch zu verwenden. Es ist ja den Deutschen gegenüber höflich, ihre Sprache zu verwenden. Ich schätze es sehr hoch ein, wenn Ausländer versuchen Schwedisch zu verwenden. Aber ich umarme Ausländer, die mich auf Esperanto ansprechen würden - nicht wissend, dass wenige Schweden diese Sprache benutzen. Claude Piron (belgischer/schweizer Übersetzer, Psychiater, Autor, UN-Angestellter u. s. w.) sagte viel Kluges, unter anderem "Wenn ich Englisch (Chinesisch...) lerne, werde ich kein Engländer (Chinese), aber wenn ich Esperanto lerne, werde ich Esperantist." Ich grübele: Wenn die ganze Welt Esperanto spräche - würden wir das "familiäre Gefühl" verlieren?
Nun (bedauernswerter?) Elbertinum, sofort an eine Esperantoübung: Bitte ins Deutsch übersetzen! :-))
Anm. des Übersetzers: Hoffentlich ist mir niemand böse, dass ich die Übersetzungsaufgabe mir angeignet habe.
Rim. de la tradukinto: Espereble neniu ĉagrenus al mi ke mi arogis al mi tiun traduktaskon.
Erstens, Esperanto hat meine Ideen über das Sprachlernen geändert. Ich hatte niemals gedacht, daß ich eine ganze Sprache innerhalb drei Monaten lernen könnte, bis ich das mit Esperanto geschaffte habe. Fast alle natürliche Sprachen sind schwer, nicht nur englisch--deutsch war für mich auch sehr schwer.
Für mich ist die Mentalität wichtiger als der Sprache selbst. Man muß tolerant und geduldig sein, egal was die Sprache ist. Mit natürlichen Sprachen braucht man viel mehr Gedult und Toleranz als mit Esperanto. Wenn jemand die Mühe gibt, mit Mir englisch zu reden, natürlich bin ich dankbar und geduldig. Mit Esperanto ist alles etwas einfacher. Die Zahl von Esperantosprecher ist relativ klein, aber sie sind fast überall auf dieser Welt zu finden in kleinen Gruppen. Eine andere Sprache bringt andere Möglichkeiten und hat einen Zweck. Ich habe die größste Chance in vielen Teilen der Welt mit meiner Muttersprache, aber Esperanto hat mich auch Kontakten und Möglichkeiten gebracht, die ich vorher nicht hatte.
Al David Dougherty: Ĉu vi scias ke en la Eŭropa Parlamento nun estas manko de interpretistoj al la angla? Nekredeble – la tuta Eŭropa ja lernas la anglan – sed interpretisto nur rajtas interpreti de fremda lingvo al sia gepatra, kaj la angloj kaj irlandanoj nur iomgrade studas fremdajn lingvojn. Nu, mi ne multe scias pri la eduksistemo en Britio. Eble la junuloj pli kaj pli studas fremdajn lingvojn ?
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