Pandarine Published on December 19, 2007
by Pandarinepro

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Who the Hell is "Timo Bile"?!

Wednesday December 19, 2007 at 07:03PM

Wer zur Hoelle ist "Timo Galle"?!

Vor Kurzem hatte ich das unglaubliche Glueck, die Blueten der deutschen Fernsehwerbung vor Ort geniessen zu duerfen. Bei der Gelegenheit fiel mir wieder ein, wie ich 5 Jahre nach der Auswanderung zum ersten Mal mit einer deutschen Fluglinie wieder nach Deutschland flog.

Im Flugzeug wurde per Ansage deutlich darauf hingewiesen, dass man sein Handy waehrend des Fluges unter keinen Umstaenden benutzen duerfe. Ich haette diese Anweisung ja furchtbar gerne befolgt - wenn ich nur gewusst haette, was ueberhaupt ein "Handy" ist!

Erst, als das dazugehoerige Video gezeigt wurde, lernte ich, dass mit dieser voll-deutschen Bezeichnung das mir unter dem Namen "cell phone" bekannte Geraet gemeint war. Nun gut, da musste ich also zu den neu-deutschen Vokabeln "Soerrwiss Stejschon" (ich kannte das als "Flugzeug-Kueche"), "Bahncard", "Beamer", "Body Shop" (woertlich uebersetzt eine Karosseriewerkstatt!) und "auschecken" noch ein weiteres deutsches Wort lernen - das war fuer mich natuerlich "null Problemo"!

Als ich dann in Duesseldorf auf meinen Anschlussflug wartete, wollte ich das Cellophanpapier einer Packung Batterien wegwerfen. Am Papierkorb, den es in diesem Sinne inzwischen gar nicht mehr gab, stand an den (meiner Erinnerung nach) mindestens siebzehneinhalb verschiedenen Einsaetzen u.A. "Papier", Plastik", "Glas", und das mir voellig unbekannte Wort "Restmuell". Nun ist Cellophan ja weder Papier, noch Plastik oder Glas - und was Restmuell war, konnte ich aus dem Inhalt des Behaelters nur sehr schwer erkennen, weil der mit einer weggeworfenen Tageszeitung und einer Cola-Dose bedeckt war.

Ich setzte mich also mit leicht rot angelaufenem Kopf und dem zerknitterten Cellophan in der Hand schnell wieder hin, und bald setzten sich rechts und links neben mich zwei Zigarrenraucher, was mich ... na sagen wir "leicht irritierte". Anstatt den Herren die stinkenden Zigarren einfach aus dem Mund zu nehmen (man ist ja hoeflich!), wechselte ich meinen Platz zu einer weit entfernten Bank, auf der mir dann bald drei aeltere Damen mit qualmenden Zigaretten in der Hand Gesellschaft leisteten. Ich muss sagen, ich war leicht entsetzt, dass es in Deutschland noch immer kein Rauchverbot in oeffentlichen Gebaeuden gab, und auf meine strafenden Blicke und das deutliche Huesteln in der Richtung der Raucher reagierte auch niemand.

Zur Ablenkung gab es dann eine Durchsage, in dem der naechste Flug nach Leipzig aufgerufen wurde. LEIPZIG? Dahin kann man FLIEGEN??? Auch das war mir total neu, denn ich war im besetzten Berlin aufgewachsen, und kurz nach Fall der Mauer ausgewandert. Obendrein redete man inzwischen auch in Deutschland mir voellig unbekannte Dialekte, wie das Paar gegenueber, das sich scheinbar ueber einen Nachbarn unterhielt: "Nu sachen Se mol an, wie gaeht doenn soowos?" "On dr Draehbonk hat der eune Sekunde langg nuescht aufgeposst un das wors donn."

Nun ja, Amerikanisch ist auch nicht jedermanns Fall, aber zumindest doch fuer meine Ohren etwas einfacher zu lernen ...

Aber um auf den Ausloeser dieser Erinnerungen zurueck zu kommen: In den letzten Wochen habe ich mich wieder und wieder gefragt, wer dieser "Timo Beil" sein koennte, der in der deutschen Fernsehwerbung mindestens jede halbe Stunde einmal erwaehnt wurde. Gestern Abend, bei der amerikanischen Fernsehwerbung ist dann der Groschen endlich gefallen! So, wie seinerzeit das "Handy" erfunden wurde, um den englisch sprechenden Deutschen das Leben zu vereinfachen, hat man den Namen der guten deutschen Firma T-Mobil (Tee Mo-BIEL) mit einem angehaengten e verdenglischt. Sie heisst jetzt auf gut Deutsch "Timo Beil", wobei sich das ausgesprochene Beil fuer einen Amerikaner wie "Galle" (bile) anhoert.

Die Gesellschaft kennt hier allerdings unter dem leichter verstaendlichen (und weniger bitteren!) Namen T-Mobile (Tie MO-Bill) jedes Kind. Babelfisch kommt scheinbar (noch?) nicht mit Aussprachehilfen ...

* * *
To make a long story short: I am pondering about the fact that Germans try very hard to speak better English than Americans.

For instance, in a German body shop I can use my handy to call Timo Bile - but it really means that in a drug store I can use my cell phone to call the phone company, and by no means I'm having work done on my car while I use an adult toy to please a mechanic named Timo!

Tourists beware! ;-)))

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102 Comments / add your comment?

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Kanonenknipser says:
Das schlimmste ist, dass wahrscheinlich die meisten jüngeren Deutschen überhaupt nicht begreifen, was Du uns damit sagen willst. Die kennen ja gar nichts anderes mehr als "Denglish".
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Das ist mir auh gerade aufgefallen, als ich mir im Zusammenhang mit meinen Erlebnissen diesen Link angesehen habe. Zitat: Heute haben wir ein Meeting mit den Consultants.. Zu meiner Zeit (oh Gott, was bin ich alt geworden!!!) haben wir noch ueber den Striptease-Table gelacht, oder auch ueber "equal goes it loose" ...

Ich muss sagen, ich bevorzuge seit Langem die englische Sprache. Einfach, weil ich mich im Deutschen ueberhaupt nicht mehr richtig auskenne.
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
perle pro replies:
Hier kennt sich auch keiner mehr aus :-D
Super Beitrag!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Danke :-)
Posted 11 months ago. ( permalink )
Kanonenknipser replies:
Danke für den Link. Ist wirklich sehr interessant.
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Rasch2000 pro says:
Köstlich! "I become a Hamburger, plz"
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Ach, ziehst du um? ;D
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Käthe pro replies:
Nein, er wurde durchgedreht.;-)
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Meintest du wirklich "wurde"? ;-)))
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Käthe pro replies:
Klar, immerhin sind Hamburger "durch den Wolf gedrehtes Fleisch".....
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Olher pro replies:
Ne ne, jetzt verwechselst Du was, daraus macht man Bouletten und die wohnen in Berlin! :-)
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Käthe pro replies:
Ach, und ich dachte immer, Bouletten seien die weiblichen Stadtangestellten, die parkende Autos aufschreiben dürfen.
:-)
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Ich wusste schon immer: Internet bildet! ;D
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Rasch2000 pro replies:
Ich dreh' durch... oder : Isch träh dorsch... wie der Sachse so sagt...
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
pehei says:
Auch schön:
Am Kiosk gibt es "Kaffee to go"
Posted 11 months ago. ( permalink )
Pandarine pro replies:
Lass mich raten: Der kommt aus Afrika? ;-)))
Posted 11 months ago. ( permalink )
Kanonenknipser replies:
Noch schöner ist "Latte to go"!
Posted 11 months ago. ( permalink )
Käthe pro replies:
Das wäre dann ein Afrikaner mit 'ner---ääähm.
Nein, Ähm.
Ja, also.......Huh
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
*prust*
Posted 11 months ago. ( permalink )
Tribar pro replies:
ich kann gleich nicht mehr! (I can equal no more)
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
pehei replies:
Den find ich auch toll. Aber den wollte ich Dir lassen.
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa says:
ich brech zusammen! :-)))
bis zum schluss hatte ich erwarte, auch endlich zu erfahren, wer dieser besagte timo ist.
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
pehei replies:
Das ist einfach. Dr. F Timo Beil ist
Wissenschaftlicher Assistent für
Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Dort ist er in der Experimentelle Unfallchirurgie tätig.
Seine Dissertation magna cum laude schrieb er seinerzeit über das Thema "Frakturheilung bei Östrogenmangel-Osteoporose"


DIe experimentelle Unfallchirugie befasst sich übrigens u.a. mit Amputationen des Daumens zur Verhinderung übermäßiger Simserei.

Das ist alles wahr
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
LOL, ich haette gleich googeln sollen! :D

Aber warum macht der Mann Fernsehwerbung?
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Und ich dachte, jede/r Deutsche kennt den Mann? ;D
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
navelfluff replies:
"I break together"

Mich nervt dieses denglisch auch ziemlich. Drum versuche ich das Wort Handy auch gar nicht zu benutzen und sage stattdessen lieber Mobiltelefon, oder wie die Niederländer "mobiltje", was ich gerne hören mag.

Ich nenne einen Freund von mir schon seit über einem Jahr nur noch Timo Beil, weil er mit Nachnamen Beil heißt.

Witziger Text auf jeden Fall, kann ich gut nachvollziehen.
You are heavy on wire Pandarine!
Posted 10 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Thank you very much, navelfluff! Witziger Nick uebrigens ;-)

Mobiltje gefaellt mir ausgesprochen gut - da kann man sich wenigstens noch was drunter vorstellen. Danke fuer deinen Diskussionsbeitrag!
Posted 10 months ago. ( permalink / translate )
H.B. pro says:
Es wäre KÖSTLICH, wenn's nicht so traurig wäre..
Wer stoppt dieses Verhunzen der deutschen Sprache..??
Die junge Generation bestimmt nicht - die kennt ja nix Anderes...
Franzose müsste man sein...

Prima Idee, das hier reinzubringen..!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Stimmt, die Franzosen sprechen kein Denglisch, sondern allerhoechstens Frenglisch ;-)

Danke!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Jallen Dragonhide says:
hehehe I love language.
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Thanks, Jallen - glad you like it ;-)
Posted 11 months ago. ( permalink )
Sammy68 says:
Sounds to me like Germans are speaking Australian.
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Right, there are some English words only an Australian would understand. Also in Britain they have words that I have never heard in the US of A. My aunt in Scotland once told me she wasn't bored, because there was always "Telly". I thought she was referring to a nice neighbor of hers, but actually she meant television ;-)
Posted 11 months ago. ( permalink )
Käthe pro says:
Ich kannte diese Geschichte ja nun schon im Original---aber Du hast es perfekt schriftlich rübergebracht!!!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
kolibri* pro replies:
meine Liebe, das heißt jetzt: verschriftlicht!!!!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Echt?
Posted 11 months ago. ( permalink )
Dirk pro replies:
Ja, und man teilt Dinge jetzt auch nicht mehr mit, man kommuniziert sie.

--
Seen in Explore what's hot (?)
Posted 10 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Auch so was neumodisches - ach, wenn das meine Oma noch erlebt haette ...

Ich erinnere mich, wie meine beiden Grossonkel immer ueber Komm-Puter und Fietnamm dikutiert kommuniziert haben. Ich glaube, ich werde alt.
Posted 10 months ago. ( permalink / translate )
Manuel Wesser says:
*schnief*

*lach*

*gröhl*

*zusammenbrech*

Ich muss hier an dieser Stelle eine Lanze für die Generation brechen, zu der ich eben gerade so noch gehöre. Du hast zwar Recht, aber die junge Generation bekommt das von sogenannten "Vorbildern" im Fernsehen und den Firmen vorgelebt.

Was tut man denn wohl, wenn alle Vorgesetzten (die nicht mehr zur jungen Generation gehören) diesen Blödsinn veranstalten und die Werbeabteilungen (noch weiß ich was Marketing auf Deutsch bedeutet... Noch wohlgemerkt!) aller namhaften Firmen in Deutschland mit solchen Begriffen nur so um sich werfen?

Dann gehen wir halt nicht in eine Besprechung und der Jahresbericht bekommt halt auch einen anderen Namen. Das man Marktdurchdringung auch auf Deutsch aussprechen kann und nicht mit Denglisch verunstalten muss, sollten Geschäftsführer und Abteilungsleiter mal in einem Intensivkurs für Deutsch (nein kein Chrash Kurs *brech*) beigebracht bekommen. Vielleicht muss dazu aber erst ein Muttersprachler aus dem englischen Sprachraum kommen und uns hier mal klar machen, was diese Begriffe wirklich bedeuten...

Facility Manager *g* hört sich doch geil an, oder? Hausmeister ist halt ein öder Begriff...

"Der frühe Vogel fängt den Wurm" ist aber genau so ein Quatsch... Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, das ist der selbe Spruch auf Deutsch. Wir merken es schon gar nicht mehr, wo überall Englisch in unserer Sprache vorkommt. :-(

Traurig aber wahr.
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Manuel Wesser edited this comment 11 months ago.
Käthe pro replies:
100%ige Zustimmung, Manuel!!
Ich gehöre zu der (Adenauer-)Generation, die den englischen Quark ins Land ließ, mit dem wir uns nun herumschlagen müssen---leider. Ich senke mein Haupt in Demut.......
Ich glaube, auch der Muttersprachler Panda kann uns da nicht mehr helfen: Wir sind dem rettungslos verfallen, so lange es nicht von oben gelenkt wird. Und da ist leider nichts zu erwarten, wenn man "deren" Diktion anschaut.

Aber etwas muss ich doch zu nörgeln haben:
"Wer zuerst kommt, mahlt zuerst", bitteschön.
Blonde
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Manuel Wesser replies:
Wenn das der einzige Rechtschreibfehler ist, den du in diesem Text finden konntest, bin ich zufrieden! Höchst zufrieden sogar *ggg*

Du darfst ihn übrigens behalten! ;-)

Ich bin bekennender Legastheniker. Als Gegenmittel habe ich mir jetzt erst einmal auch auf dieser Rechenmaschine (oder was trifft Computer besser?) die Wörterbücher für Deutsch (DE-DE) und Englisch (US) installiert, damit sollten solche Fehler seltener werden... Der Feuerfuchs kann ja immerhin mehrere verwalten.

PS: Ich habe den Eintrag eben noch korrigiert, allerdings hat die Rechtschreibhilfe bei mahlt total versagt, dafür fehlten noch ein paar andere Buchstaben LOL

In der Schule könnte es gerade so noch für eine 3 reichen... Also ist es nicht schlimmer geworden...
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Käthe pro replies:
Ist ja gar kein Rechtschreibfehler, das h---siehste doch, selbst die Hilfe-Funktion kann es nicht.
;-))
(War auch kein "Suchen nach Fehlern", sondern nur Nörgeln wegen der Sprichwort-Herkunft....)
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Kanonenknipser replies:
Im Prinzip gebe ich dir Recht, aber das Wort "Marketing" ist jetzt ein schlechtes Beispiel. Das bedeutet durchaus mehr als das deutsche Wort "Werbung". [Und jetzt stelle ich den betriebswirtschaftlichen Klugscheißmodus wieder aus.]
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Mir faellt das oft gar nicht mehr auf, weil ich ja selber einige Worte in Deutsch ueberhaupt nicht mehr gelernt habe. Ich spreche also so bunt gemischt, wie das in Deutschland heute ueblich ist - nur nehme ICH dabei Worte, die mir von hier wirklich gelauefig sind.

Am meinen Computern lief z.B. vom ersten Tag an alles auf Englisch, daher weiss ich absolut nicht, ob man ein motherboard nun wirklich Mutterbrett nennt (meine Mutter wuerde sich das bestimmt verbitten! *g*), oder ein anderes Wort nimmt.

Aber wenn ich dann mal wieder in Deutschland bin, sehe ich ab und zu solche merkwuerdigen Wortschoepfungen wie oben aufgefuehrt und fasse mir nur an den Kopf ...
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Manuel Wesser replies:
Hauptplatine trifft es auf Deutsch, Mutterbrett ist ein falscher Freund *ggg*
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Danke :-)))
Posted 11 months ago. ( permalink )
Olher pro says:
Ein wirklich schöner Beitrag über den man herzlich lachen könnte - wenn es nicht so traurig wäre!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Danke :-)
Posted 11 months ago. ( permalink )
Rasch2000 pro says:
Sometimes they are on the woodway with Denglish, wie jemand in einer Diplomarbeit herausfand:

So übersetzten viele den Slogan "Come in and find out" (Douglas) mit "Komm rein und finde wieder heraus" und "Drive alive" (Mitsubishi) mit "Fahre lebend" - das hatten die Unternehmen nun wirklich nicht gemeint. Auch kurios: Viele Zuschauer übersetzten das SAT.1-Motto "Powered by emotion" mit "Kraft durch Freude".
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Manuel Wesser replies:
Würden die Firmen gleich deutsche Sprüche benutzen, kämen die Kunden damit klar und würden keinen ungewollten Fehlinterpretationen unterliegen.
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Ich glaube, dann wuerden sich diese Firmen aber altmodisch vorkommen, oder? Immerhin geht man doch mit der Zeit und will "in" sein - koste es, was es wolle.
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Manuel Wesser replies:
Die sind so "in", dass sie schon wieder "out" sind, schließlich bedeutet "in" sein doch so ziemlich das Gegenteil von durchschnittlich, oder?

Wenn Alle in Denglisch machen, ist dass doch der Durchschnitt...
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Auch wieder wahr ...
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
LOL, das toppt wirklich noch so einiges, was bisher schon erwaehnt wurde! ;D
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Tribar pro replies:
ach du schei***
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Ahem ... ich finde Smileys ja lustig, aber dieser hier ist etwas aus den Proportionen geraten, und lenkt m.E. von der Diskussion ab. Koenntest du den vielleicht etwas kleiner machen, oder eventuell ganz rausnhemen? Danke! ;-)
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Kanonenknipser says:
Das absurdeste Beispiel für Denglis(c)h in der Werbung, das ich kenne sind "Die Happy Days bei Volkswagen". Je nachdem ob man "Die" jetzt deutsch oder englisch interpretiert, kommt man zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen.
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Sterbe froehlich bei Volkswagen? Koestlich! ;-)))
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Manuel Wesser replies:
100 von 100 möglichen Punkten... *g*
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Gartenfreuden (Wolfgang) pro says:
so laut habe ich selten gelacht. Bis zum Schluss wusste ich nicht wer Timo Beil sein sollte. Einfach herrlich!!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Danke Wolfgang - freut mich, dass du darueber lachen konntest. So war es ja auch gedacht ;-)
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Gartenfreuden (Wolfgang) pro replies:
Eigentlich sollte man darüber gar nicht lachen. Es ein Trauerspiel. Und wir sind noch stolz darauf! Öttinger, Ministerpräsident von BW " Deutsch sollte nur noch zu Hause gesprochen werden"
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
*Reinhard* pro says:
Grööööhl, der absolute Hammer, und dann noch die nachfolgenden Beiträge.... ganz großes Kino!!!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Das mussst mal raus, Reinhard - ich hab die anderen Stories schon jahreang erzaehlt, aber das mit Timo Beil war jetzt der Ausloeser, dass ich es wirklich mal aufgeschrieben habe.

Ich hab noch vergessen zu erwaehnen, dass ich mich an dem Tag auf dem Flughafen in D'dorf ganz still in ein Eckchen gesetzt hab, und von da an nur noch Englisch geredet hab, wenn mich jemand ansprach ;-)
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Sanliaka says:
Ja ja... schade um die deutsche Sprache aber der Beitrag hier - inklusive aller Kommentare - ist es wert :-D

Ein Positiv-Beispiel:
Ich arbeite in einem Unternehmen, welches in der Stahlbranche zu den Weltmarktführern gehört, wir haben über 5000 Beschäftigte und weltweite Vertriebsgesellschaften... Obwohl wir modern und innovativ sind haben wir immer noch eine "Forschung und Entwicklung", einen "Verkauf", eine "Personalabteilung", ein "Finanzwesen", etc.
Als in einem Ergebnisverbesserungsprojekt plötzlich "Top-Down" und "Bottom-Up" vorkam... dachte ich schon: oh je, jetzt ist es soweit... aber das Projekt ist so gut wie abgeschlossen und unsere Führungskräfte heißen immer noch "Cadres"... und das ist... kaum zu glauben: Französisch ;-)))
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Vielen Dank fuer deinen Diskussionsbeitrag und das positive Beispiel, Sandra!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Tribar pro says:
Ich bin auch ein Gegner der Verwässerung der deutschen Sprache. Ich glaube mal gehört zu haben, dass es in Frankreich nicht erlaubt sei, diese Anglizismen im offiziellen Sprachgebrauch und für Produkte zu verwenden. Ich finde zwar traurig, dass das "von oben" verordnet werden muss, aber der Zweck heiligt in dem Fall die Mittel. Ich selbst versuche konsequent meinen Wortschatz frei von solchen Wortschöpfungen zu halten. Ich habe aber langsam Bedenken, dass meine Tochter, die gerade alle neu gehörten Wörter begierig in sich auf saugt, irgendwann mal ganz hinten dran steht, oder für dumm gehalten wird, weil sie mit dem Englischen (oder was hier halt so verwendet wird), nix anzufangen weiß.
Bereiten wir Lilú dadurch nun schlecht auf's Leben vor?
Wobei... Die Muppet-Show Folgen schaut sie ausschließlich in Englisch (gibts leider nicht in der deutschen Übersetzung).
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
In dieser Hinsicht finde ich es gut, dass sie das auf Englisch sieht. So hat sie wenigstens den richtigen Zusammenhang der einzelnen Woerter, und nicht einen von irgendeinem Werbemenschen erfundenen sinnlosen Slogan (Spruch?).

Ich selber habe Italienisch mit Topolino (Micky Maus) gelernt, das war effektiver als Buecher zu lesen. Wenn du naemlich in einem Comic ein Wort nicht verstehst, musst du nachschlagen, da die sonst oft der Sinn des Ganzen nicht klar ist. Anders in einem Buch, wo du ueber einen Satz hinweg lesen kannst, und trotzdem noch den Sinn des Absatzes verstehst.

Und keine Angst: Spaetestens im Kindergarten wird deine Tochter alles lernen, was ihr zu Hause "vorenthalten" wird ;-)
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Rosi`sFotostream pro says:
hallöchen, eine geniale geschichte, klasse geschrieben und soooo wahr!!!

z.b. wie sie bei einer bekannten fa. den spruch brachten
-come in and find out - fast keiner wusste was es bedeuten sollte. :-))
Star 2Star 2
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Ja, das hat irgendwo oben schon jemand erwaehnt. Die Werbung treibt wirklich seltsame Blueten bei euch!

Danke fuer den Kommentar, Rosi!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
kolibri* pro says:
gelesen noch einmal so schön wie erzählt!!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Danke :-)
Posted 11 months ago. ( permalink )
Anne Seltmann pro says:
Erfrischend am Morgen deinen Beitrag zu lesen. Was mich außerdem an UNSERER Sprache stört, dass sie mehr und mehr verloren geht...nicht weil wir alles verdenglischen, nein, mitunter werden einige Sätze verschluckt...teilweise abgekürzt...im schriftlichen werden nur noch Zeichen gesetzt...die jetzige Generation verzichtet fast gänzlich auf richtige Konversation, beim chatten ist das zu beobachten. Ich war ganz erschüttert, als mein Sohn mit mir über den Messi von Yahoo schrieb, ich habe nix verstanden. Oder bewegen wir uns zurück, weil mir die Schriftzeichen von ihm wie Hieroglyphen vorkamen?
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Käthe pro replies:
So lange es Leute wie Dein Sohn sind --von dem ich mal annehme, dass er durchaus in der Lage ist, umzuschalten zwischen "Messenger language signs" und der Normalsprache--ist dagegen ja nichts einzuwenden. Diese Kürzel werden/wurden schließlich auch aus Ersparnisgründen beim Schreiben einer SMS kreiert. Ich kann auch zwischen"vllt" und "vielleicht" unterscheiden....
Was aber zunimmt, ist das völlige Entfernen von grammatikalischen Strukturen, die 'Sprache' ausmachen. Dabei ist das Ausmerzen des Genitivs noch das kleinste Übel.
Bei meinen Sprachförderkindern ist das gut zu hören: Da holpern sie sich über Infinitive und falllose Substantive hinweg, Präpositionen gibt es gar nicht, geschweige denn Höflichkeitsfloskeln/-formeln. Und das sind nicht etwa Kinder, die "migriert"(grauenhaftes Wort!) sind, sondern deren Eltern(!) sind schon hier geboren; als Kinder der ersten Generation, die auch schon jahrelang hier war!! -- und geben ihr verkrüppeltes Deutsch an die Kinder weiter; rauben ihnen jede Chance auf Weiterentwicklung, denn ihre "Muttersprache" können sie ebenso wenig-->sie haben keine!!
Und so lavieren sich diese Kinder bis zur 9. Klasse mehr oder weniger auffällig durch, weil vernünftige und durchgängige Fördermaßnahmen, zu denen sie gezwungen werden müssten(!), fehlen......
Nein, ich glaube nicht, dass wir uns zurückbewegen. Aber die Kluft zwischen "Das kann ich" und das kann ich nicht" wird immer tiefer.
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Manuel Wesser replies:
Wenn man einzelne Beiträge bewerten könnte, würdest du für diesen Beitrag die höchst mögliche bekommen.

*SymbolischEinenPokalÜberreich*

Leider kommt diese Erkenntnis nicht bis zu denen durch, die Entscheidungen in diesem Bereich fällen können. Oder aber sie haben andere Gründe, in diese Richtung nichts zu unternehmen. Letzteres ist leider wahrscheinlicher...
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Käthe pro replies:
Danke, Manuel, für das Lob.
Ich tendiere ebenso wie du zu der Auffassung, dass unsere Oberen ganz bewusst dieses neue Proletariat (Ich verwende nicht den menschenverachtenden Ausdruck "Prekariat")aussparen--das Geld wird an anderer Stelle gebraucht, nehme ich an.Female Devil
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Anne Seltmann pro replies:
Nun er kann :-))) Immerhin ist er sprachlich schon sehr früh aktiv gewesen. Warscheinlich habe ich ihm als Baby einen "Wolf" an die Backe gesabbelt :-))
Du schreibst "Was aber zunimmt, ist das völlige Entfernen von grammatikalischen Strukturen" Das sehe ich ebenfalls in meinem KiGa und Gott sei Dank haben wir für Kinder ab vier Jahren einen Logopäden, der ins Haus kommt und unsere Arbeit in der Sprachförderung unterstützt. Was nicht in jedem Bundsland der Fall ist, leider!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Pandarine pro replies:
Ich muss bei solchen Sachen auch immer erst ueberlegen - vor allem, da ich weder simse noch chatte. Aber wie Illo schon schrieb: Diese Abkuerzungen sind eigentlich nur zur Zeitersparnis "erfunden" worden. Und das erinnert mich jetzt sofort wieder an diesen Artikel mit dem menschlichen Gehirn, und wie es auf den Wegfall der Vokale oder das Durcheinanderwuerfeln von Buchstaben reagiert, naemlich hervorragend. Man kann auch unter diesen Umstaenden den Sinn gut erfassen (Link zum Artikel hab ich leider im Moment nicht) - im Gegensatz zu diesen frei erfundenen Werbespruechen, bei denen einem der Sinn oft ueberhaupt nicht klar ist. Zumindest nicht auf den ersten Blick.

Danke fuer deinen Diskussionsbeitrag, Anne!
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )
Sanliaka says:
Da muss ich nochmal meinen Senf dazugeben...
Anne wies auf die abgekürzte Sprache hin, die wie erwähnt durch das schreiben von sms unter den Jugendlichen entstanden ist. Als ich so was zum ersten Mal vor die Augen bekam hab ich erst gar nicht gemerkt dass es deutsch ist... ich habe nahezu nichts verstanden und hatte nur Fragezeichen vor mir herflattern... So was tut mir regelrecht weh, ich finde dafür keine Worte... es ist einfach nur bitter.
Ich arbeite im kaufmännischen Bereich und betreue Auszubildende. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass sehr viele junge Leute nicht in der Lage sind einen Brief in vernünftigen Sätzen, sprich mit entsprechend grammatikalischen Aufbau, ohne Rechtschreibfehler und ohne Tippfehler (die sms-Generation rauscht im Affen-Tempo teils hirnlos über die Tastatur...). Selbst mein ständiger Hinweis: lese dir das Geschriebene durch, bevor du es versendest... wird zwar befolgt... aber... ich will nicht näher darauf eingehen wie viele rote Markierungen aus meiner Feder anschließend den Text "zieren"...
Posted 11 months ago. ( permalink / translate )