Letztens besuchte ich einen Freund in Koeln. Er berichtete mir davon, wie dort gegen einen Moscheeneubau gekaempft wurde - auf allen Ebenen. Ich weiss zwar, dass auch in Berlin sehr heiss diskutiert werden kann, man denke nur an die leidige Stadtschloss-Diskussion, aber eine neue Moschee ist in Berlin nichts Neues mehr. Diese Moschee hier oben steht in Neukoelln, am Columbia Damm, nicht weit vom Flughafen entfernt. In Kreuzberg wurde an einer prominenten Ecke, von der Hochbahn gut sichtbar, ein Moscheenneubau errichtet (Am Ort, an dem der legendaere "Bolle"-Supermarkt stand, der bei den schweren Mai-Krawallen 1987 gepluendert und abgebrannt wurde). Vom Untergang des Abendlandes spricht hier kaum einer - vielleicht weil Berlin schon so oft untergegangen ist oder zumindest totgesagt wurde, dass noch ein Untergang, nicht der Weltuntergang waere.

Nicht verschweigen sollte man, dass es solche Diskussionen in den oestlichen Aussenbezirken, wo wenig Muslime wohnen, durchaus gibt. Doch die Aussenbezirke scheinen in einer anderen Welt. In den inneren Bezirken spielen sie kaum eine Rolle.