Ich werde wohl die Hoffnung begraben müssen, dass meine heißgeliebte Weltraumkuh zurück kommt und diese Geschichte beendet. Aber es ist auch zu schade, die Anfänge zu löschen. Vielleicht gibt es ja doch noch ein Happy End.
A COWsignal from Outerspace … vor 21 Monaten: A COWsignal from Outerspace
Elisa Bett
A COWsignal from Outerspace Elisa Bett A COWsignal from Outerspace
Es erzählt mehrere Geschichten.
Ich persönlich glaube ja nicht, dass Frau G. Steinert (die Lady mit der rollenden Gehhilfe) hier einen regulären Einkauf angeht. Vielmehr ist sie im Begriff, den ganzen Laden ratzeputz auszurauben. Man kann ja schließlich deutlich die Ausbuchtung ihres AK-16 Sturmgewehrs im Rolli sehen.
Kinder, arbeitet mit mir ...
ansonsten kommen wir hier nicht weiter ;-))))
Elisa Bett:
Frau Gertrude Steinert hatte während der Zeit ihrer Berufstätigkeit ein völlig untadeliges Leben geführt. Man könnte sogar behaupten, dass sie es gefristet hat, denn beim Finanzamt der kleinen Kreisstadt war sie stets als gewissenhaft, zuverlässig und überaus dienstbeflissen bekannt gewesen.
Nach ihrer Pensionierung fühlte sie plötzlich eine Leere, die sie zunächst mit dem Lesen verschiedener Agatha-Christie-Romane zu füllen in der Lage war. Zunehmend reichte ihr aber der gelesene Prickel nicht mehr. Sie wollte den Kick spüren, deutlicher ... körperlich.
So machte sie sich denn an einem Nachmittag im April auf den Weg ins Einkaufszentrum, um dort zwischen Ananas und Papayas den Hauch des Abenteuers zu finden. Der Plan stand, und nichts konnte sie aufhalten ...
Morgen hab ich mehr Zeit dann geht´s weiter mit Gertrude, denn wir haben einen wesentlichen Aspekt außer Acht gelassen … ihren Mann, der Wache schiebt.
Himmel, das macht mehr Spaß als Fotos zu schießen.
Als Volkmar Steinert das Pensionsalter erreicht hatte, fand er endlich Zeit, sich dem zu widmen, was ihm Freude machte. Er beschäftigte sich intensiv mit seinen Kakteen und hatte wenig Sinn für die aufkeimende Abenteuerlust seiner Gattin. Da er jedoch immer schon ein eher schwacher Charakter war, wagte er auch an diesem Apriltag nicht, sich dem Wunsch seiner Frau zu widersetzen und trottete hinter ihr her Richtung Einkaufscenter, wo er auf Gertrudes Geheiß hin an der Eingangstür Aufstellung nahm und der Dinge harrte, die da kommen würden. Seine Jackentasche beulte ein Funksprechgerät aus, und ihm war gar nicht wohl...
... zu Mute.
Denn außer dem Funkgerät, welches er dummerweise auf Kanal 5 und sie auf Kanal 2 gestellt hatte - was beiden eine Kommunikation unmöglich machte - außer diesem völlig nutzlosen Mitbringsel, befand sich in der anderen Jackentasche der wahre Grund für seine mulmigen Gefühle.
Wie konnte er auch ahnen, jemals in eine derart heikle Situation zu geraten.
Sein Leben war nicht darauf programmiert, Gertrudes Abenteuerlust zu stillen.
Nicht von ungefähr suchte er sich in jungen Jahren einen sicheren Job bei einer Versicherung aus und befasste sich in seiner Freizeit mit eher ruhigen Zeitgenossen. Nicht von ungefähr entschied er sich immer für die grauen Socken.
Aber all das war nun in unendliche Weiten gerückt. Die schönen Jahre bei der "Allianz", die unvergessenen Momente mit seinen stacheligen Freunden, all das schien in einem gleißendem Licht zu ertrinken.
Volkmars Verstand setzte aus ....
Seine schweißnasse Hand umklammerte fest den Gegenstand, der seit dem Verlassen des Hauses in seiner Jackentasche ruhte, und jetzt darauf wartete, in Aktion zu treten.
Volkmar schluckte und versuchte, sich auf seinen Plan zu besinnen. Er hatte ihn mit seinen Freunden viele Male durchgesprochen, und die stacheligen Kameraden schienen bestätigend zu wippen, wann immer er leise murmelnd von Befreiungsaktionen sprach. Gertrude war im Laufe der Jahre übermächtig geworden. Volkmars mehr und mehr Richtung Boden tendierende Schultern schien sie nicht einmal zu bemerken. Nun aber war sie eindeutig zu weit gegangen. Volkmar würde sich nicht in verbrecherische Aktionen verwickeln lassen. Gertrude musste gestoppt werden, unbedingt und bald. Was aber konnte ihren Tatendrang bremsen? Es musste etwas Außergewöhnliches, etwas Unglaubliches sein ... und Volkmar war zum Äußersten entschlossen.
Tief in der Lade seines Schreibtisches hielt er etwas verborgen, das er lange nicht angerührt hatte. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, sich auf Zeiten zu besinnen, in denen er noch ein junger Wilder gewesen war. Gleich nachdem Gertrude ihm nachgerade befohlen hatte, an der Tür des Einkaufscenters Wache zu schieben und den Rückzug abzusichern, war er ins Arbeitszimmer gegangen und hatte sie aus der Versenkung ausgegraben: seine Schleuder.
Als Junge war er sehr geschickt im Umgang mit dieser Waffe gewesen, was ihm den Spitznamen "Goliath" eingetragen hatte.
Entschlossen riss Volkmar also in dieser höchsten Not das geliebte Werkzeug aus der Hosentasche, fingerte nach einigen Trockenbohnen und setzte den entscheidenden Schuss ... genau auf Gertrudes ausladendes Hinterteil...
Komischerweise wollte ich genau in dieselbe Richtung, bloß bei mir hatte er einen (oder vielmehr seinen Lieblingskaktus "Bernd" in der Tasche versteckt)
Aber ich hab das nun folgende Szenario im Kopf und werde es mit deiner Erlaubnis beenden.
Durch die Jahre seiner Zielgenauigkeit beraubt, verfehlte "Goliath´s" Geschoss das einladend wippende Hinterteil seiner Gattin.
Die losgelöste Trockenbohne strebte geradewegs auf den Parfumstand zu. Hier schob Karin B. ihre Schicht, und mit zunehmender Verdutztheit musste sie zur Kenntnis nehmen, dass sich ein Flakon nach dem anderen in tänzelnde Bewegung setzte, was sie zu einer artistischen Hochleistung zwang.
Noch immer nicht ihrer Grundschnelligkeit beraubt, peilte die Trockenbohne sodann, leicht und lässig vom Glastresen abfedernd, Herrn Hajo S. an.
Hajo S. hatte den gesamten Tag damit verbracht, ein passendes Geschenk für seine Gespielen zu besorgen, und er war sich sicher, es in einem 20-teiligen Geschirr-Set gefunden zu haben.
Noch hielt er es fest in seinen Händen, bis die Trockenbohne ihm genau aufs Auge knallte.
Hier endete also abrupt die kleine Reise der Trockenbohne. Hajo S. verlor durch die Wucht des Einschlags das Gleichgewicht und auch das Geschirr-Set, das sich in hohem Bogen auf den Weg Richtung Parfumstand machte.
Karin B., noch immer vollauf mit ihren Duftfläschchen beschäftigt, hatte leider nicht die Zeit aufzuschauen. Hätte sie es getan, so wäre ihr sicher nicht der mit Porzellan gefüllte Karton entgangen, der just in diesem Moment mit einem lauten Scheppern ihre durchaus ansehnliche Frontseite touchierte und sie damit aus dem Gleichgewicht brachte. Sie versuchte noch wild rudernd dem unvermeidlichen Sturz entgegen zu wirken, konnte jedoch der Erdanziehung nicht widerstehen. Mit einem Lebendgewicht von 95 kg stellte sie dabei einen ungleichen Gegner für jeden Dackel dar, was Erna M.’s Waldi platt vor Erstaunen am eigenen Dackelleib zu spüren bekam, während sein Frauchen, die bis eben noch einen funktionierenden Hund besessen hatte, in ein Gekreisch ausbrach, wie es dieses Kaufhaus noch nie erlebt hatte...
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moonchild says:
Mona Lisa replies:
ich habe ihn nie vergessen! :-)
Anne Seltmann pro says:
Und bitte bitte, schreib die Geschichte weiter!
Mona Lisa replies:
wir haben mehrere schöne geschichten zusammen angefangen ... und dann ist sie in die karibik entflogen. :-(
Käthe pro says:
Hi!
--
Coming from a user's blog (?)
Mona Lisa replies:
Mona Lisa edited this comment 7 months ago.
Inken - f.k. as Hendrike pro says:
Pandarine pro says:
Bitte!!!
;-)))
spekulatius pimpernel says:
Mona Lisa replies:
gin_able says:
Mona Lisa replies:
Mona Lisa says:
Derweil saß Marktleiter Gunnar W. in seinem Büro über den Papieren und fragte sich, wer um alles in der Welt diesen Posten rosa Schlüpfer bestellt hatte. Die Trendfarbe der Saison war eindeutig lila, und er konnte sich den Fehler nicht erklären. Unterbrochen wurden seine Recherchen aber durch die tumultartigen Szenen, die in der Halle des Supermarktes gerade ihrem Höhepunkt zustrebten. Als Gunnar W. nun mit wehendem Kittel zwischen Gemüsekisten und Kühlregal auftauchte, sah er gerade noch, wie Charlotte K. eine Dose ja-Hundefutter, die sie ursprünglich in die dafür aufgestellte Box „Spenden für das Tierheim“ werfen wollte, in Richtung der hilflos wie ein Maikäfer auf dem Boden strampelnden Karin B. schleuderte. Unvorhergesehenerweise traf das Flugobjekt jedoch Erna M., die ihren immer noch unter dem schweren Frauenkörper ruhenden Dackel zu bergen suchte. Um Halt ringend sank die Dackelmutter in das Chaos aus Scherben und schweren Parfümdüften, wobei sie das Bein des Tisches zu fassen bekam, auf dem als „Aktion der Woche“ diverse Suppenproben zur Verköstigung bereit standen.
Starr vor Schreck beobachtete auch Volkmar Steinert die Auswirkungen seines späten Befreiungsschlages, dessen Tragweite er weder erwartet noch beabsichtigt hatte. Hilfe suchend sah er sich nach seiner Gattin um, doch Gertrude hatte ob der guten Polsterung ihres Hinterteils den Trockenbohnenangriff offensichtlich nicht einmal bemerkt und war zielstrebig in die Tiefen des weiträumigen Ladens eingetaucht.
Herrn Steinerts Herz pochte wild in der pensionierten Beamtenbrust …
spekulatius pimpernel replies:
Mona Lisa replies:
Pandarine pro replies:
Mona Lisa replies:
kolibri* pro says:
Mona Lisa replies:
rollinger says:
Mona Lisa replies:
... und ich glaube auch nicht, dass die weltraumkuh sich groß was dabei gedacht hat. ... jedenfalls nichts politisches.
rollinger replies:
Mona Lisa replies: