Foto by aze.
Das Gefühl, es mal wieder gründlich vermasselt zu haben, ließ sich nicht verscheuchen. Dabei war es wirklich nicht seine Schuld, dieses Mal wirklich nicht. Die romantischen Anwandlungen seiner Langzeitlebensgefährtin nervten ihn zwar zuweilen, aber heute hatte er sich vorgenommen, klaglos mitzuspielen und sogar sein Teil dazu beizutragen, dass es ein unvergesslicher Tag werden würde.
Waren wirklich schon zehn Jahre vergangen, seit sie sich zum ersten Mal begegnet waren? Es kam ihm gar nicht so vor, aber es musste wohl so sein, denn damals hatte er noch Vaters alten Renault gefahren. Ein zuverlässiges Auto eigentlich, aber gerade an jenem Tag sprang das Ding nicht an, und er musste am Abend den Zug nehmen. Weder mit dem Fahrplan, noch mit den Fahrkarten war er zurechtgekommen, und so hatte er dankbar die Hilfe der jungen Studentin angenommen, die sich seiner schließlich erbarmt hatte.
Nie hätte er gedacht, dass eine Zugfahrt so kurzweilig sein könnte. Wie alte Bekannte plauderten und lachten sie, und als der Zug im Zielbahnhof einlief, hatten sie längst ihre Telefonnummern ausgetauscht.
Zugegeben, es war mehr ihrem Einsatz zuzuschreiben, dass aus der Zufallsbekanntschaft eine feste Beziehung wurde. Er war einfach nicht der Typ für zu viel Nähe, für Kerzenschein und Sonnenuntergänge. Dinge mussten klar und logisch sein, berechenbar, wie mathematische Zusammenhänge. Aber er gab sich Mühe, wenigstens manchmal auf ihre Bedürfnisse einzugehen, und so zeigte er die geringstmögliche Ablehnung, als sie vorschlug, den 10. Jahrestag auf besondere Weise zu feiern.
Ihren Vorschlag, am Abend wie damals den Zug um 18.14 Uhr zu nehmen, fand er zwar recht unkommod, aber er versprach hoch und heilig, wenigstens dieses eine Mal pünktlich am Bahnhof zu sein.
Im Laufe des Tages wandelte sich die ursprüngliche Skepsis sogar in eine Art kindliche Vorfreude, und er beschloss, nach Dienstschluss noch ein Geschenk zu kaufen. Und gerade dies wurde ihm nun zum Verhängnis, da der Besuch im Lieblingswäschegeschäft seiner Freundin sich länger als geplant hingezogen hatte. Ratlos hatte er die Verkäuferin angesehen, die sich mühevoll an seine Wünsche herantasten musste. Er hätte sich wirklich früher mal für die Größen interessieren, sich mit den Materialien und überhaupt mit den Feinheiten vertraut machen sollen.
Als er schließlich völlig abgehetzt den Bahnhof erreichte, war der Bahnsteig leer, der Zug längst abgefahren. Er fluchte leise vor sich hin und sann nach einer Lösung. Diese unverzeihliche Panne könnte ihn seine Bewährung kosten, dessen war er sich sicher.
Er atmete tief durch und besann sich auf seine Stärken. Ein Blick auf die Bahnsteiguhr sagte ihm, dass bei geschickter Planung und etwas Glück der Kahn noch aus dem Dreck zu ziehen sei.
Entschlossen griff er nach seinem Handy und bestellte ein Taxi …
FORTSETZUNG :
Variante 1 siehe unten in den Anmerkungen
Variante 2 s.u.
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aze.pro says:
Mona Lisa replies:
aze.pro replies:
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel says:
Mona Lisa replies:
er wird jetzt mit dem taxi zu diesem bahnhof fahren, rechtzeitig vor dem regionalzug dort eintreffen, sein mädel im aussteigen in den arm schließen ... und ihr auf der stelle einen heiratsantrag machen. sie wird dann ihre rührungstränen in der wäsche trocknen, die er ihr als geschenk gekauft hat ... und alle leute auf dem bahnsteig werden beifall klatschen ... oder so ähnlich. :-))
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Ich würd mich ja kaputtlachen, wenn seine freundin gar nicht aus dem zug aussteigt, sondern einfach weiterfährt.
Und übrigens, der heiratsantrag ist doch völlig unwichtig, wichtig ist, wie er sich die ganzen 10 jahre ihr gegenüber benommen hat...und da bin ich nicht beeindruckt. Es sei denn, du hast uns hier einige wichtige details vorenthalten ;-)
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Haha, das hab ich doch jetzt nicht so ernst gemeint mit den details, ich wollte nur etwas provozieren. Das mache ich doch so gerne. Hin und wieder. Und wirklich nur ein ganz kleines bisschen. Besonders, wenn es sich um romantische geschichten handelt ;-))
Stefanie Carle - aka se_kwienpro replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Servusfranz says:
er griff sich die Verkäuferin
( die kannte ja ihre Größe )
suchte ihr ein ( passendes ) Neglige
und frühstückte nächsten Morgen mit ihr ...
;-)
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Pandarinepro replies:
Oder sie lernt auf der Zugfahrt den RICHTIGEN Mann kennen, steigt Arm in Arm mit ihm aus, und alle klatschen Beifall. Bis auf den Typen mit den rosa Unterhosen in der verkehrten Groesse.
;-D
Stefanie Carle - aka se_kwienpro replies:
Pandarinepro replies:
Die Frisur ist ja obergeil! ;-DDD
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
P.S. Rosa unterhosen: schönes detail! ;-)
Pikdame says:
Leider mangelt es mir an der nötigen Fantasie, um derart köstliche Kommentare beizusteuern, verfolge sie aber immer mit Begeisterung.
Pandarinepro replies:
Schoene Gruesse vom Flughafen ;-)
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
yety says:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Ausserdem muss der mann sie gar nicht mehr fangen, sie ist ja schon seit 10 jahren mit ihm zusammen. Entweder hat er geld und sie keins, oder sie hat maso-tendenzen :-o
Mona Lisa replies:
vor vielen jahren hat mir mal ein sehr kluger freund beigebracht, dass man sich tunlichst hüten sollte, seine eigenen maßstäbe für glück an das leben anderer zu legen.
es gibt - auch wenn es einem selbst unverständlich ist - viele wege, ein erfülltes, zufriedenes leben zu führen. ich könnte jetzt auch eine menge gründe anführen, warum ich der verbindung der beiden handelnden in dieser geschichte durchaus gute chancen einräume ... aber ich habe nicht wirklich lust dazu.
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Was du hier über das leben schreibst, ist sicherlich zutreffend. Nur...ich finde es schwierig, wie zwei so grundverschiedene menschen auf dauer miteinander glücklich werden sollen. Das kann klappen, wenn beide sich extrem bemühen. Das ist aber irgendwie erschöpfend und früher oder später wird dem einen oder anderen in so einer beziehung etwas fehlen. Und das wird er/sie sich dann woanders suchen.
Also ich sehe es so: eine freundschaft kann auch zwischen zwei recht unterschiedlichen menschen ganz gut gedeihen, aber in einer beziehung sollte man immerhin mal eine gemeinsame basis haben, wenn auch unterschiede (die es ja immer zwischen zwei menschen geben wird) durchaus bereichernd sein können. Wie gesagt, eine ähnliche wellenlänge sollte vorhanden sein, sonst lebt man, zumindest gefühlsmässig, aneinander vorbei. IMHO ;-)
Es soll ja leute geben, die in einer zweckorientierten beziehung zufrieden sind (hauptsache, man ist nicht allein), und wenn das beiden so gefällt...warum nicht? Für mich wäre das nichts, aber das ist eine andere geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden. Oder auch nicht.
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
gin_ablepro says:
späte vögel, frühe würmer, was dem einen sin uhl, ist dem anderen sin nachtigall.
aus meinem vergrippten kopf kommen heute sowieso nur wattierte gedanken ;-)
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
kolibri*pro replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
kolibri*pro replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
kolibri*pro replies:
gar nicht wahr!!!!
Kolibris schauen und fliegen immer nach vorn, jawohl ja!
guck mal hier und klicke auf den Link....öhhhm, da wird zwar mehr gesessen, aber wenns los geht!!!!!
Lillian Virginia Mountweazel replies:
kolibri*pro replies:
so, jetzt aber!!!
Phoebe startet und landet mit dem Kopf voran auf dem Nest, das macht einfach Spaß ihr zuzusehen ;-))
Lillian Virginia Mountweazel replies:
kolibri*pro replies:
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kolibri*pro says:
kolibri* edited this comment 4 weeks ago.
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Mona Lisa replies:
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kolibri*pro replies:
Mona Lisa replies:
kolibri*pro replies:
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Mona Lisa replies:
abends um 1/2 9 ist dann ruhe bis morgens.
kolibri*pro replies:
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kolibri*pro replies:
Siegfried Vogel says:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
pixelkids says:
Aufgeregt stand sie am Bahnsteig in freudiger Erwartung eines unvergeßlichen Abends und wartet auf ihn. Unerbittlich rücken die Zeiger der großen Bahnhofsuhr voran und mit ihnen sinkt die Stimmung der Wartenden.Noch 5 Minuten bis zur Abfahrt...4....3....2
...keine Spur von ihm.Die Hoffnung schwindet, der Zug fährt ein. Und sie dreht sich um und geht bedrückt in die Bahnhofskneipe.Es stinkt nach altem Fett und verschüttetem Bier in der Ecke ganz hinten sitzt ein alter Mann über eine Zeitung gebeugt.....Als sie eintritt schaut er kurz auf und mustert sie unverstohlen.Sie blickt sich um ....
Wie du die beiden wieder zusammenbringen kannst ist mir allerdings ein Rätsel.Die Taxilösung ist mir persönlich zu einfach.Was hältst du davon?
Sorry mich hat es jetzt irgendwie überkommen, ich hoffe du siehst das nicht als unerwünschte Einmischung.Musste gerade an das Spiel von dir bei flickr damals denken , wo viele Leute an einer Geschichte schrieben, das war lustig.
Warte auf deine Weiterführung der Kurzgeschichte...
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Um es jetzt mal kurz zusammenzufassen: du hast vollkommen recht. Die taxilösung ist zu einfach zu einfach. Vor allem, wenn das so ein realistisch-logischer typ ist, wird er schon gar nicht das viele geld für eine taxifahrt ausgeben wollen ;-)) Er hat sich bestimmt auch schon beim kauf der teuren rosa spitzenunterwäsche übernommen (da hat er sich von der verkäuferin bequatschen lassen), obwohl er ja ursprünglich knielange weisse baumwollunterhosen kaufen wollte.
Gute idee! Vielleicht könnte Mona die fortsetzung schreiben, damit uns endlich mal klar wird, wie das funktioniert mit den beiden :-)
Pandarinepro replies:
MOOOONAAAAAA!!!
Mona Lisa replies:
gute nacht. :-))
Pandarinepro replies:
Traeum was Schoenes, damit die Geschichte dann morgen weitergehen kann! :-)
kolibri*pro replies:
bin gespannt auf das "Happy End", was der einzelne auch immer darunter verstehen mag ;-)
Lillian Virginia Mountweazel replies:
kolibri*pro replies:
Mona Lisa replies:
um alles weitere muss ich mich morgen kümmern.
pixelkids says:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Mona Lisa says:
Variante 1
Es dauerte nur wenige Minuten, bis er in der Droschke saß, und während der Fahrt schaute er mehrmals unruhig auf die Uhr, denn er war sich nicht sicher, ob er es rechtzeitig bis zum Einlaufen des Zuges schaffen würde. Im Geiste legte er sich zurecht, was er sagen würde, aber meistens kam es sowieso anders, als man plante. Nervös zerdrückte er das Päckchen, das er griffbereit in der Hand hielt, und starrte hinaus in die Dämmerung.
Im Radio dudelte irgendein Schlager, der dem Fahrgast völlig unbekannt war. Der Refrain erinnerte ihn jedoch an den letzten Urlaub, und ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Indessen nestelte der Fahrer, ein wortkarger, schmierig wirkender Mittfünfziger, ständig am Reißverschluss seiner Geldtasche herum, der sich offenbar verklemmt hatte. Aus der Sprechanlage klang die Stimme einer gelangweilten Frau, die „Gabi 3 an Zentrale“ nuschelte, worauf der Fahrer von seiner Börse abließ und mit gleichförmiger Stimme den Funkspruch beantwortete.
Der Fahrgast im Fond des Wagens richtete sich verschreckt aus seinem Sitz hoch, als das Taxi sich in ungebremstem Schwung dem Bahnübergang vor dem Bahnhof näherte. Die roten Lichter der Ampel blendeten fast seine Augen, doch der im Gespräch mit seiner Zentrale befindliche Fahrer war offenbar so abgelenkt, dass er die Signale nicht bemerkte.
In den Spätnachrichten verlas die Sprecherin: „Am frühen Abend ereignete sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs von W. ein tragischer Unfall. Ein Taxi geriet aus bisher ungeklärter Ursache auf den Bahnübergang und wurde vom soeben einlaufenden Regionalzug erfasst. Der Fahrer steht noch unter Schock, sein Fahrgast wurde lebensgefährlich verletzt ins örtliche Krankenhaus eingeliefert.“
Mona Lisa edited this comment 4 weeks ago.
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Aber schon wieder ist mir etwas unklar: er fährt in einer droschke los und verunglückt in einem taxi. Ist er unterwegs umgestiegen? Und wieso droschke? Spielt die geschichte also doch im vorigen jahrhundert, wie ich es mir anfangs dachte? Oder war das eine spezielle hochzeitsdroschke, die er zur überraschung angemietet hatte und es sich unterwegs, beständiger zweifler der er ist, wieder anders überlegt hat?
Und obwohl das jetzt wirklich nichts zur sache tut: wer ist eigentlich Gabi 3? Das alter-ego von Gabi 1? Und wo ist Gabi 2? Es scheint hier eine ganze menge Gabis zu geben, muss das denn sein? Ich kenne da nämlich eine Gabi - und von der sorte reicht eine wirklich aus!! ;-))
Mona Lisa replies:
b) Droschke ist bei uns der übliche ausdruck für Taxi. ... "ich bestell' schon mal ne droschke." bei uns heißt es ja auch nicht "ich muss noch fahren!", sondern "ich muss noch pilotieren!"
c) unser gebräuchliches taxi-unternehmen hat seine autos so "durchnummeriert". das hat auch nichts mit einem vornamen zu tun, sondern mit der abkürzung des betreffenden nachnamens. mehr steckt wirklich nicht dahinter.
:-)
Lillian Virginia Mountweazel replies:
b) Interessant.
c) Interessant.
z) Also ich stelle immer wieder fest: bei euch ist alles ganz anders als bei uns :-))
Mona Lisa replies:
zu z) ja, das mag wohl sein. :-)
Lillian Virginia Mountweazel replies:
zu z) Sind diese regionalen unterschiede in Deutschland nicht total faszinierend? In den USA würde man so etwas erwarten, das ist ja auch ein ziemlich grosses land, aber hier auf relativ kleinem raum? Schon interessant, sowas.
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Pandarinepro replies:
;-)))
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Mona Lisa replies:
Mona Lisa says:
Variante 2
Beginnen wir mit Pixelkids Sicht auf die zweite Hauptperson der Geschichte. Wir steigen um ca. 18.05 Uhr in die Geschichte ein (Schauplatz Bahnsteig):
Aufgeregt stand sie am Bahnsteig, in freudiger Erwartung eines unvergesslichen Abends. Sie wollte einfach glauben, dass ihr Liebster pünktlich kommen würde. Er hatte es doch versprochen.
Unerbittlich rückten die Zeiger der großen Bahnhofsuhr voran, und mit jedem Ruck sank die Hoffnung der Wartenden ein bisschen mehr. Es blieben lächerliche fünf Minuten bis zur Abfahrt, dann nur noch ...4 ....3 ....2. Doch nicht der Hauch einer Spur war von ihm zu sehen.
Der Zug lief ein. Als er quietschend neben ihr hielt, sprang die Tür auf und ein Strom von Fahrgästen ergoss sich auf den Bahnsteig. Verloren im Menschenmeer schwankte sie einen Augenblick, fasste sich aber gleich wieder und traf eine Entscheidung, die nicht mehr Zeit in Anspruch nahm als ein Wimpernschlag.
Ohne dem Zug weiter Beachtung zu schenken, drehte sie sich auf dem Absatz um und lenkte ihre Schritte Richtung Bahnhofskneipe. Sie wusste nicht wirklich, was sie dort wollte, aber etwas zog sie magisch an diesen Ort, der ihr der trostlosen Stimmung, in der sie sich befand, angemessen zu sein schien.
Zaghaft öffnete sie die Tür und prallte innerlich zurück. Es stank nach altem Fett und verschüttetem Bier. In der hintersten Ecke saß ein alter Mann über eine Zeitung gebeugt. Als die junge Frau eintrat, schaute er kurz auf und musterte sie unverhohlen. Zwei weitere Männer hockten an der Theke und hielten sofort in ihrem Gespräch inne. Auch sie musterten den ungewohnten Gast neugierig. Der Wirt kam geschäftig mit einem Tablett herbei und räumte den Unrat von einem der Tische, während er mit dem Kopf in Richtung eines weiteren Tisches winkte, an dem sich die Frau schließlich niederließ.
„Kaffee??“ , blaffte der Wirt. „Ja, bitte … und einen … ?“ „… Korn dazu?“ , kam die Antwort, die mit einem zögernden Nicken bestätigt wurde.
Was tat sie hier? Das konnte es doch wirklich nicht sein!
Entschlossen griff sie nach ihrem Handy und wählte die Nummer ihrer besten Freundin. Doch dann entschloss sie sich rasch zu einer SMS, da sie sich zu sehr beobachtet fühlte.
„Nehme den Zug um 18.44 Uhr. Sei bitte am Bahnhof, muss mit dir reden.“
Mona Lisa edited this comment 4 weeks ago.
Pandarinepro replies:
Der Zug um 18:44 konnte ja nun nicht fahren, weil es da auf der Streck in der Naehe des Bahnhofs irgendein Problem gab. Und von dem Korn wurde ihr bestimmt so schlecht, dass sie zusammenbrach, und man eine Ambulanz rief, die sie ins Krankenhaus fuhr, wo zur gleichen Zeit ...
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Was machen wir denn nur...man verstrickt sich immer tiefer in diese geschichte ohne licht am ende des tunnels zu sehen. Ah, ich hab's. Die junge dame steht gerade auf dem bahnhof und ihr freund ist nicht mit dem zug eingetroffen, als ein grosser schwarzer hund, der zwischen den gleisen rumstreunt, weil er sonst nichts zu tun hat, auf sie zu rennt und sie fröhlich und genüsslich in die wade beissen will. Die junge dame bekommt einen riesenschrecken und fängt an laut zu schreien. Und wie das eben so ist: davon wacht sie auf, und sagt zu ihrem mann, der sie etwas verstört und besorgt anblickt: also Heinrich-Egon, du wirst nicht glauben, was ich gerade geträumt habe. Da war ich doch mal vor 87 jahren auf diesem provinzbahnhof, den namen habe ich vergessen, ist ja auch nicht wichtig und wartete auf so einen komischen typen, also den kenne ich gar nicht...ja, stell dir das mal vor, und dann...also dieser langzeitlebengefährte von mir war ja zuweilen von meinen romantischen anwandlungen genervt, aber an jenem tage hatte er sich vorgenommen, klaglos mitzuspielen und sogar sein teil dazu beizutragen, dass es ein unvergesslicher tag werden sollte.
Mona Lisa replies:
"da klingelte der wecker ..." kommt man immer aus den unwahrscheinlichsten geschichten wieder raus. :-)
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Mona Lisa replies:
dein ansatz geht ja auch schon richtung krankenhaus als ort der wiedervereinigung. :-))
insgesamt strebe ich aber eine einfachere lösung an. das leben ist zwar kein ponyhof, so kompliziert ist es allerdings auch wieder nicht. :-)
skind24pro says:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
hermannfjpro says:
Mona Lisa replies:
pixelkids says:
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Pandarinepro replies:
Lillian Virginia Mountweazel replies:
pixelkids says: