Mona Lisa Published on October 24, 2009
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Auch späte Vögel fangen Würmer

Saturday October 24, 2009 at 03:04PM

Foto by aze.

Das Gefühl, es mal wieder gründlich vermasselt zu haben, ließ sich nicht verscheuchen. Dabei war es wirklich nicht seine Schuld, dieses Mal wirklich nicht. Die romantischen Anwandlungen seiner Langzeitlebensgefährtin nervten ihn zwar zuweilen, aber heute hatte er sich vorgenommen, klaglos mitzuspielen und sogar sein Teil dazu beizutragen, dass es ein unvergesslicher Tag werden würde.

Waren wirklich schon zehn Jahre vergangen, seit sie sich zum ersten Mal begegnet waren? Es kam ihm gar nicht so vor, aber es musste wohl so sein, denn damals hatte er noch Vaters alten Renault gefahren. Ein zuverlässiges Auto eigentlich, aber gerade an jenem Tag sprang das Ding nicht an, und er musste am Abend den Zug nehmen. Weder mit dem Fahrplan, noch mit den Fahrkarten war er zurechtgekommen, und so hatte er dankbar die Hilfe der jungen Studentin angenommen, die sich seiner schließlich erbarmt hatte.

Nie hätte er gedacht, dass eine Zugfahrt so kurzweilig sein könnte. Wie alte Bekannte plauderten und lachten sie, und als der Zug im Zielbahnhof einlief, hatten sie längst ihre Telefonnummern ausgetauscht.

Zugegeben, es war mehr ihrem Einsatz zuzuschreiben, dass aus der Zufallsbekanntschaft eine feste Beziehung wurde. Er war einfach nicht der Typ für zu viel Nähe, für Kerzenschein und Sonnenuntergänge. Dinge mussten klar und logisch sein, berechenbar, wie mathematische Zusammenhänge. Aber er gab sich Mühe, wenigstens manchmal auf ihre Bedürfnisse einzugehen, und so zeigte er die geringstmögliche Ablehnung, als sie vorschlug, den 10. Jahrestag auf besondere Weise zu feiern.

Ihren Vorschlag, am Abend wie damals den Zug um 18.14 Uhr zu nehmen, fand er zwar recht unkommod, aber er versprach hoch und heilig, wenigstens dieses eine Mal pünktlich am Bahnhof zu sein.

Im Laufe des Tages wandelte sich die ursprüngliche Skepsis sogar in eine Art kindliche Vorfreude, und er beschloss, nach Dienstschluss noch ein Geschenk zu kaufen. Und gerade dies wurde ihm nun zum Verhängnis, da der Besuch im Lieblingswäschegeschäft seiner Freundin sich länger als geplant hingezogen hatte. Ratlos hatte er die Verkäuferin angesehen, die sich mühevoll an seine Wünsche herantasten musste. Er hätte sich wirklich früher mal für die Größen interessieren, sich mit den Materialien und überhaupt mit den Feinheiten vertraut machen sollen.

Als er schließlich völlig abgehetzt den Bahnhof erreichte, war der Bahnsteig leer, der Zug längst abgefahren. Er fluchte leise vor sich hin und sann nach einer Lösung. Diese unverzeihliche Panne könnte ihn seine Bewährung kosten, dessen war er sich sicher.

Er atmete tief durch und besann sich auf seine Stärken. Ein Blick auf die Bahnsteiguhr sagte ihm, dass bei geschickter Planung und etwas Glück der Kahn noch aus dem Dreck zu ziehen sei.

Entschlossen griff er nach seinem Handy und bestellte ein Taxi …



FORTSETZUNG :

Variante 1 siehe unten in den Anmerkungen

Variante 2 s.u.

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107 Comments / add your comment?

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aze.pro says:
ach. eine super geschichte. und ein cleverer bursche.
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
huch, du hast das ja schneller gefunden, als ich dir mailen konnte. :-)
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
aze.pro replies:
nervoeser finger. ;-)
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
bleibense mal ruhig, frollein. alles wird gut. :-))
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel says:
Um himmels willen, was ist denn das für eine deprimierende geschichte! Von nähe hält der typ nichts, fahrpläne kann er nicht lesen und mit der pünktlichkeit scheint's auch nicht weit her zu sein...was will frau mit so einem mann?! Das ist ja echt gruselig! ;-)
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
nein, das ist gar nicht deprimierend, sondern versteckt-romantisch. :-)

er wird jetzt mit dem taxi zu diesem bahnhof fahren, rechtzeitig vor dem regionalzug dort eintreffen, sein mädel im aussteigen in den arm schließen ... und ihr auf der stelle einen heiratsantrag machen. sie wird dann ihre rührungstränen in der wäsche trocknen, die er ihr als geschenk gekauft hat ... und alle leute auf dem bahnsteig werden beifall klatschen ... oder so ähnlich. :-))
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Also, jetzt mal ganz realistisch: der mann steht auf mathematische zusammenhänge, hält nichts von kerzenschein und sonnenuntergängen...und auf einmal, einfach so, ist er plötzlich auf dem romantiktrip? Sowas gibt's nur im märchen. Na ja, vielleicht sind ihm zur abwechslung mal die mathematischen zusammenhänge ausgegangen!!

Ich würd mich ja kaputtlachen, wenn seine freundin gar nicht aus dem zug aussteigt, sondern einfach weiterfährt.

Und übrigens, der heiratsantrag ist doch völlig unwichtig, wichtig ist, wie er sich die ganzen 10 jahre ihr gegenüber benommen hat...und da bin ich nicht beeindruckt. Es sei denn, du hast uns hier einige wichtige details vorenthalten ;-)
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
das ist kein roman, sondern eine kurzgeschichte bzw. der hauch einer selbigen, weil zu lange texte eher nicht gelesen werden. da muss man sich schon selber seinen teil dazudenken ... und ich finde durchaus, dass ein eher nüchterner mensch, als welchen ich ihn dargstellt haben wollte, zuweilen von romantischen anwandlungen übermannt werden kann. :-)
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Na ja, das will ich nicht abstreiten. Aber einmal in 10 jahren...das reicht nicht aus ;-)

Haha, das hab ich doch jetzt nicht so ernst gemeint mit den details, ich wollte nur etwas provozieren. Das mache ich doch so gerne. Hin und wieder. Und wirklich nur ein ganz kleines bisschen. Besonders, wenn es sich um romantische geschichten handelt ;-))
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Stefanie Carle - aka se_kwienpro replies:
bei Dir halten sich aber auch alle ans Drehbuch, oder... ;-)
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
LOL
Posted 5 weeks ago. ( permalink )
Servusfranz says:
ich hätt da eine Abzweigung in der Geschichte !

er griff sich die Verkäuferin
( die kannte ja ihre Größe )
suchte ihr ein ( passendes ) Neglige
und frühstückte nächsten Morgen mit ihr ...

;-)
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
herrje, wo bleibt denn da die romantik!!?? dieses bild schreit doch nach etwas seelenvollem und nicht nach einem schmutzigen verrat. :-))
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Romantik? Die frau rennt dem mann 10 jahre lang hinterher, der nimmt das gerade mal so am rande wahr...und beim wäschekauf überkommt ihn dann eine romantik-attacke, die er 10 jahre lang unterdrückt hat? Ja mei, ich krieg die motten. Irgendwas ist in der beziehung von anfang an schiefgelaufen!!
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Pandarinepro replies:
Ich glaube ja noch nicht mal, dass das Maedel im Zug sitzt. In dem Fall waere sie ja noch viel bloeder, als die 10 Jahre vorher schon ...

Oder sie lernt auf der Zugfahrt den RICHTIGEN Mann kennen, steigt Arm in Arm mit ihm aus, und alle klatschen Beifall. Bis auf den Typen mit den rosa Unterhosen in der verkehrten Groesse.

;-D
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Stefanie Carle - aka se_kwienpro replies:
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Pandarinepro replies:
JAU!!!

Die Frisur ist ja obergeil! ;-DDD
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
*brüll*
Posted 5 weeks ago. ( permalink )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Wunderbar, dieses ende nehmen wir für den film, Pandarine. Das ist realistisch und ausserdem auch total witzig.

P.S. Rosa unterhosen: schönes detail! ;-)
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Pikdame says:
Monas romantische Geschichte so zu zerstören, finde ich richtig gemein ;-)
Leider mangelt es mir an der nötigen Fantasie, um derart köstliche Kommentare beizusteuern, verfolge sie aber immer mit Begeisterung.
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Pandarinepro replies:
Und ich wette, du hast die Geschichte inzwischen ausgedruckt? ;-)))

Schoene Gruesse vom Flughafen ;-)
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
sie wollen doch nur spielen. ich nehme das ganz gelassen. :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Das hätte ich auch nicht anders erwartet, Mona. Man kann spielenden kindern einfach nicht böse sein ;-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
yety says:
...und wo sind bei dieser Kurzgeschichte die Würmer? Hab´se 2x gelesen und nichts davon gefunden; Vögel eigentlich auch nicht.....lol
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Da hast du auch wieder recht. Wahrscheinlich gehört der titel zu einer anderen geschichte. Oder eine andere geschichte zu diesem titel.
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
ich hatte an das sprichwort "der frühe vogel fängt den wurm" gedacht ... und da er zu spät kommt, aber trotzdem noch den "wurm" fängt, dachte ich mal ... :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Um himmels willen!! ;-) Nicht nur gibt sich die junge dame aus mir unerfindlichen gründen 10 jahre lang mit einem eisberg ab, jetzt wird sie auch noch zum wurm reduziert!! Bitte schreib wenigstens dazu, dass die geschichte 1889 spielt, also lange vor dem emanzipationszeitalter ;-))

Ausserdem muss der mann sie gar nicht mehr fangen, sie ist ja schon seit 10 jahren mit ihm zusammen. Entweder hat er geld und sie keins, oder sie hat maso-tendenzen :-o
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
es gibt in der liebe wie im leben viele wahrheiten. :-)
vor vielen jahren hat mir mal ein sehr kluger freund beigebracht, dass man sich tunlichst hüten sollte, seine eigenen maßstäbe für glück an das leben anderer zu legen.
es gibt - auch wenn es einem selbst unverständlich ist - viele wege, ein erfülltes, zufriedenes leben zu führen. ich könnte jetzt auch eine menge gründe anführen, warum ich der verbindung der beiden handelnden in dieser geschichte durchaus gute chancen einräume ... aber ich habe nicht wirklich lust dazu.
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Oh, das mit den vielen wahrheiten ist wahr, es ist ein altes israelisches sprichwort :-)

Was du hier über das leben schreibst, ist sicherlich zutreffend. Nur...ich finde es schwierig, wie zwei so grundverschiedene menschen auf dauer miteinander glücklich werden sollen. Das kann klappen, wenn beide sich extrem bemühen. Das ist aber irgendwie erschöpfend und früher oder später wird dem einen oder anderen in so einer beziehung etwas fehlen. Und das wird er/sie sich dann woanders suchen.

Also ich sehe es so: eine freundschaft kann auch zwischen zwei recht unterschiedlichen menschen ganz gut gedeihen, aber in einer beziehung sollte man immerhin mal eine gemeinsame basis haben, wenn auch unterschiede (die es ja immer zwischen zwei menschen geben wird) durchaus bereichernd sein können. Wie gesagt, eine ähnliche wellenlänge sollte vorhanden sein, sonst lebt man, zumindest gefühlsmässig, aneinander vorbei. IMHO ;-)

Es soll ja leute geben, die in einer zweckorientierten beziehung zufrieden sind (hauptsache, man ist nicht allein), und wenn das beiden so gefällt...warum nicht? Für mich wäre das nichts, aber das ist eine andere geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden. Oder auch nicht.
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
dass wir beiden hier eine gemeinsame basis gefunden haben, entnehme ich deinem großen IMHO. ... alles andere habe ich dazu schon gesagt. :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Ganz recht. Die gemeinsame basis ist das IMHO! ;-) So etwas wäre dann also eine akronymbeziehung :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
gin_ablepro says:
ah, ich komme mal wieder zu spät. dennoch bin ich kein vogel.
späte vögel, frühe würmer, was dem einen sin uhl, ist dem anderen sin nachtigall.
aus meinem vergrippten kopf kommen heute sowieso nur wattierte gedanken ;-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
es ist nie zu spät ... und selten zu früh. :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Nein, Gina, du kommst überhaupt nicht zu spät. Je später du nämlich eintriffst, um so mehr unterhaltsame kommentare kannst du lesen ;-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro replies:
stimmt!!!!
Posted 4 weeks ago. ( permalink )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Ich sehe schon kolibri...du machst das richtig. Aber für dich wird es wohl auch ziemlich schwierig sein, rechtzeitig einzutreffen, wenn du immer rückwärts fliegst ;-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro replies:
huch, wo flieg ich rückwärts, oder hab ich da jetzt irgendwie den Faden verloren?
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Kolibris fliegen immer rückwärts. Oder fast immer ;-) Deshalb ist es ja auch schwierig für dich rechtzeitig einzutreffen, weil du dem ereignis sozusagen davon fliegst. Alles klar? ;-) Wenn nicht, ist es auch nicht tragisch, es gibt jede menge leute, die meinen mehr oder weniger abstrakten gedankensprüngen nicht immer folgen können (ausser mir selbst, natürlich) ;-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro replies:
:-o

gar nicht wahr!!!!
Kolibris schauen und fliegen immer nach vorn, jawohl ja!

guck mal hier und klicke auf den Link....öhhhm, da wird zwar mehr gesessen, aber wenns los geht!!!!!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Gar nicht wahr!!!! Da gibt's überhaupt keinen link ;-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro replies:
http://www.ipernity.com/blog/limone/196456

so, jetzt aber!!!
Phoebe startet und landet mit dem Kopf voran auf dem Nest, das macht einfach Spaß ihr zuzusehen ;-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Sie sitzt die ganze zeit nur auf dem nest rum. Technisch ist das auch ganz ok, da kolibris nicht zu den schnellen brütern zählen. Von start und landung sehe ich in diesem video aber nichts, sorry. Obwohl ich es äusserst entzückend finde, ist es als beweismittel untauglich ;-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro replies:
nur ein wenig Geduld, Phoebe ruht sich aus, war vorhin hektisch mit der Nestreparatur beschäftigt!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Ich kann mir doch nicht den ganzen tag die Phoebe anschauen, auch wenn sie wirklich allerliebst ist ;-) Jetzt esse ich erst mal was zu abend und dann sehen wir weiter :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro says:
ein bisschen weltfremd ist das Kerlchen aber schon, wer bestellt sich denn zum Bahnhof ein Taxi, die liegen doch quasi auf der Lauer vorm Gebäude!!!!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri* edited this comment 4 weeks ago.
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Vielleicht waren sie alle unterwegs. Oder es ist ein kleinstadtbahnhof wo es diesen service nicht gibt. Oder die geschichte spielt gar nicht in Deutschland, sondern in Kenya und da weiss man ja nicht so genau, ob auch dort immer taxis vor den bahnhöfen rumstehen.
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
du kennst dich anscheinend nicht mit provinzbahnhöfen aus. :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Ich bin in einer mittelgrossen kleinstadt aufgewachsen. So ein bisschen provinziell war sie schon, aber es standen meistens immerhin ein oder zwei taxis vor dem bahnhof. Heutzutage sind es mindestens sieben oder acht!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro replies:
richtig, so zähle ich auch, wenn ich den Schritt um den Bahnhof herum lenke!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
bei uns stehen jedenfalls keine taxen dort ... und eigentlich ist es nicht mal mehr ein bahnhof, denn außer dem gebäude selbst erinnert nichts mehr daran. fahrkarten muss man z.b. am automaten kaufen. :-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro replies:
aber der Zug kommt schon noch vorbei????
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Was für ein zug? Das interessiert die bundesbahn doch überhaupt nicht. Die hauptsache, du kaufst dir eine fahrkarte.
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
... ja, 1 x pro stunde begegnen sich die beiden züge hier im ort. dann hat man besser nichts auf der anderen seite der schranke zu erledigen. :-)
abends um 1/2 9 ist dann ruhe bis morgens.
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro replies:
öhh, ich fahr nicht Bahn und wenn ich mal Bahn fahren will, so mit dem Zug zum Flug.....dann fahren die Züge nicht !!!!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Ich fahr immer mit dem flughafenzubringer zum flughafen und zwar genau deswegen: weil die züge meistens nicht fahren, soll heissen die zugverbindung zu diesem zeitpunkt ungünstig ist. Oder sie streiken. Oder haben verspätung. Alles sehr ungut, wenn man zum flughafen möchte.
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro replies:
eben!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Siegfried Vogel says:
Mit der Wäsche zu viel Zeit verloren? Oje. :)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Oje ist richtig. Das muss ja ein totaler theoretiker sein, kein wunder läuft in dieser beziehung alles schief! Oder...vielleicht ist er ja wäschefetischist. Tja, so verpasst man den zug!!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
pixelkids says:
Ich weiß ich bringe mich spät in diese heiße Diskussion ein, aber auch ich denke , dass das Mädel nicht eingestiegen ist.
Aufgeregt stand sie am Bahnsteig in freudiger Erwartung eines unvergeßlichen Abends und wartet auf ihn. Unerbittlich rücken die Zeiger der großen Bahnhofsuhr voran und mit ihnen sinkt die Stimmung der Wartenden.Noch 5 Minuten bis zur Abfahrt...4....3....2
...keine Spur von ihm.Die Hoffnung schwindet, der Zug fährt ein. Und sie dreht sich um und geht bedrückt in die Bahnhofskneipe.Es stinkt nach altem Fett und verschüttetem Bier in der Ecke ganz hinten sitzt ein alter Mann über eine Zeitung gebeugt.....Als sie eintritt schaut er kurz auf und mustert sie unverstohlen.Sie blickt sich um ....
Wie du die beiden wieder zusammenbringen kannst ist mir allerdings ein Rätsel.Die Taxilösung ist mir persönlich zu einfach.Was hältst du davon?
Sorry mich hat es jetzt irgendwie überkommen, ich hoffe du siehst das nicht als unerwünschte Einmischung.Musste gerade an das Spiel von dir bei flickr damals denken , wo viele Leute an einer Geschichte schrieben, das war lustig.
Warte auf deine Weiterführung der Kurzgeschichte...
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Man wartet zwar nur in erwartung wenn man an der Redundanz-Universität für Redundanz studiert, aber das ist ja für den weiteren fortgang des geschichtenverlaufs völlig unwesentlich, also eher am rande ;-)

Um es jetzt mal kurz zusammenzufassen: du hast vollkommen recht. Die taxilösung ist zu einfach zu einfach. Vor allem, wenn das so ein realistisch-logischer typ ist, wird er schon gar nicht das viele geld für eine taxifahrt ausgeben wollen ;-)) Er hat sich bestimmt auch schon beim kauf der teuren rosa spitzenunterwäsche übernommen (da hat er sich von der verkäuferin bequatschen lassen), obwohl er ja ursprünglich knielange weisse baumwollunterhosen kaufen wollte.

Gute idee! Vielleicht könnte Mona die fortsetzung schreiben, damit uns endlich mal klar wird, wie das funktioniert mit den beiden :-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Pandarinepro replies:
Das will ich jetzt aber auch wissen! :-)

MOOOONAAAAAA!!!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
ich komme gerade von der vorstandssitzung. das raubt mir jeden sinn für romantik. ... vielleicht morgen.
gute nacht. :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Pandarinepro replies:
Oh Hilfe, von Vorstandssitzungen hab ich im Moment auch erst mal wieder die Nase voll :-(

Traeum was Schoenes, damit die Geschichte dann morgen weitergehen kann! :-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro replies:
ein "vielleicht" gibt es hier nicht, dass solltest du wissen, auch wenn du grad vorstandssitzungserfüllt bist!!!!

bin gespannt auf das "Happy End", was der einzelne auch immer darunter verstehen mag ;-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Auf das happy end bin ich auch gespannt. Mein kleiner neffe schrieb das immer sehr schön bei seinen aufsätzen, als er in der 3. grundschulklasse war: Und dann ging ich zu meiner oma fernsehen schauen :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
kolibri*pro replies:
das entspannt!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
sehr spannend ... und die beschreibung der kneipenluft ist nachgerade mitriechbar. :-))

um alles weitere muss ich mich morgen kümmern.
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
pixelkids says:
Gute Nacht , ich freu mich auf Morgen!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Das ist aber bereits heute! :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa says:
FORTSETZUNG

Variante 1

Es dauerte nur wenige Minuten, bis er in der Droschke saß, und während der Fahrt schaute er mehrmals unruhig auf die Uhr, denn er war sich nicht sicher, ob er es rechtzeitig bis zum Einlaufen des Zuges schaffen würde. Im Geiste legte er sich zurecht, was er sagen würde, aber meistens kam es sowieso anders, als man plante. Nervös zerdrückte er das Päckchen, das er griffbereit in der Hand hielt, und starrte hinaus in die Dämmerung.

Im Radio dudelte irgendein Schlager, der dem Fahrgast völlig unbekannt war. Der Refrain erinnerte ihn jedoch an den letzten Urlaub, und ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Indessen nestelte der Fahrer, ein wortkarger, schmierig wirkender Mittfünfziger, ständig am Reißverschluss seiner Geldtasche herum, der sich offenbar verklemmt hatte. Aus der Sprechanlage klang die Stimme einer gelangweilten Frau, die „Gabi 3 an Zentrale“ nuschelte, worauf der Fahrer von seiner Börse abließ und mit gleichförmiger Stimme den Funkspruch beantwortete.

Der Fahrgast im Fond des Wagens richtete sich verschreckt aus seinem Sitz hoch, als das Taxi sich in ungebremstem Schwung dem Bahnübergang vor dem Bahnhof näherte. Die roten Lichter der Ampel blendeten fast seine Augen, doch der im Gespräch mit seiner Zentrale befindliche Fahrer war offenbar so abgelenkt, dass er die Signale nicht bemerkte.

In den Spätnachrichten verlas die Sprecherin: „Am frühen Abend ereignete sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs von W. ein tragischer Unfall. Ein Taxi geriet aus bisher ungeklärter Ursache auf den Bahnübergang und wurde vom soeben einlaufenden Regionalzug erfasst. Der Fahrer steht noch unter Schock, sein Fahrgast wurde lebensgefährlich verletzt ins örtliche Krankenhaus eingeliefert.“
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa edited this comment 4 weeks ago.
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Ja, um himmels willen! Sowas nennst du romantisch?! Das ist ja ganz entsetzlich! Zugegeben, der mann war nicht total mein traumtyp, aber das würde ich ja meinem schlimmsten feind nicht wünschen!

Aber schon wieder ist mir etwas unklar: er fährt in einer droschke los und verunglückt in einem taxi. Ist er unterwegs umgestiegen? Und wieso droschke? Spielt die geschichte also doch im vorigen jahrhundert, wie ich es mir anfangs dachte? Oder war das eine spezielle hochzeitsdroschke, die er zur überraschung angemietet hatte und es sich unterwegs, beständiger zweifler der er ist, wieder anders überlegt hat?

Und obwohl das jetzt wirklich nichts zur sache tut: wer ist eigentlich Gabi 3? Das alter-ego von Gabi 1? Und wo ist Gabi 2? Es scheint hier eine ganze menge Gabis zu geben, muss das denn sein? Ich kenne da nämlich eine Gabi - und von der sorte reicht eine wirklich aus!! ;-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
a) ich bin jetzt von dem romantik-trip runter.
b) Droschke ist bei uns der übliche ausdruck für Taxi. ... "ich bestell' schon mal ne droschke." bei uns heißt es ja auch nicht "ich muss noch fahren!", sondern "ich muss noch pilotieren!"
c) unser gebräuchliches taxi-unternehmen hat seine autos so "durchnummeriert". das hat auch nichts mit einem vornamen zu tun, sondern mit der abkürzung des betreffenden nachnamens. mehr steckt wirklich nicht dahinter.
:-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
a) Dann bin ich ja mal auf die nächsten versionen des happy ends gespannt. Thriller pur? ;-)
b) Interessant.
c) Interessant.
z) Also ich stelle immer wieder fest: bei euch ist alles ganz anders als bei uns :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
ich hatte heute ziemlich viel zu tun, aber vielleicht fällt mir gleich noch variante 2 ein. :-)

zu z) ja, das mag wohl sein. :-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Wie ich dich kenne, fällt dir bestimmt noch eine variante ein. Wahrscheinlich sogar mehr als eine :-) Muss ja nicht gerade heute sein. Wir haben ja zeit. Nachdem die beiden eh schon 10 jahre zusammen sind, eilt es nicht so sehr ;-)

zu z) Sind diese regionalen unterschiede in Deutschland nicht total faszinierend? In den USA würde man so etwas erwarten, das ist ja auch ein ziemlich grosses land, aber hier auf relativ kleinem raum? Schon interessant, sowas.
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
zu z) ich denke nicht, dass es unbedingt regionale unterschiede sind, sondern dass es am lebensumfeld liegt. :-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Das sicher auch, aber ich finde schon, dass sie ebenfalls regional sind. Siehe ampelmännchen ;-) Und noch so allerlei...
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
na ja, die ampelmännchen finde ich jetzt als beispiel nicht so passend. die stammen ja nun aus zwei unterschiedlichen staaten (jedenfalls ursprünglich). :-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Ich schon. Ganz Deutschland bestand ja aus verschiedenen staaten und das ist noch gar nicht mal so lange her. Nur so ca. 140 jahre ;-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Pandarinepro replies:
Mich interessiert ja brennend, was aus den rosa Schluepfern wurde ... waren die blutgetraenkt, als man sie fand, oder fuehrt das hier zu weit?

;-)))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Wenn die leute hier schon zu schreckhaft sind, um meinen harmlosen "exhibitionisten" zu kommentieren, dann kannst du ihnen das aber jetzt wirklich nicht antun!!
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
ich weiß nicht, ob man diese variante überhaupt weiter verfolgen sollte. gerade neige ich zu einer neuen, die ich wohl am mittag aufschreiben werde. :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa says:
FORTSETZUNG

Variante 2


Beginnen wir mit Pixelkids Sicht auf die zweite Hauptperson der Geschichte. Wir steigen um ca. 18.05 Uhr in die Geschichte ein (Schauplatz Bahnsteig):

Aufgeregt stand sie am Bahnsteig, in freudiger Erwartung eines unvergesslichen Abends. Sie wollte einfach glauben, dass ihr Liebster pünktlich kommen würde. Er hatte es doch versprochen.

Unerbittlich rückten die Zeiger der großen Bahnhofsuhr voran, und mit jedem Ruck sank die Hoffnung der Wartenden ein bisschen mehr. Es blieben lächerliche fünf Minuten bis zur Abfahrt, dann nur noch ...4 ....3 ....2. Doch nicht der Hauch einer Spur war von ihm zu sehen.

Der Zug lief ein. Als er quietschend neben ihr hielt, sprang die Tür auf und ein Strom von Fahrgästen ergoss sich auf den Bahnsteig. Verloren im Menschenmeer schwankte sie einen Augenblick, fasste sich aber gleich wieder und traf eine Entscheidung, die nicht mehr Zeit in Anspruch nahm als ein Wimpernschlag.

Ohne dem Zug weiter Beachtung zu schenken, drehte sie sich auf dem Absatz um und lenkte ihre Schritte Richtung Bahnhofskneipe. Sie wusste nicht wirklich, was sie dort wollte, aber etwas zog sie magisch an diesen Ort, der ihr der trostlosen Stimmung, in der sie sich befand, angemessen zu sein schien.

Zaghaft öffnete sie die Tür und prallte innerlich zurück. Es stank nach altem Fett und verschüttetem Bier. In der hintersten Ecke saß ein alter Mann über eine Zeitung gebeugt. Als die junge Frau eintrat, schaute er kurz auf und musterte sie unverhohlen. Zwei weitere Männer hockten an der Theke und hielten sofort in ihrem Gespräch inne. Auch sie musterten den ungewohnten Gast neugierig. Der Wirt kam geschäftig mit einem Tablett herbei und räumte den Unrat von einem der Tische, während er mit dem Kopf in Richtung eines weiteren Tisches winkte, an dem sich die Frau schließlich niederließ.

„Kaffee??“ , blaffte der Wirt. „Ja, bitte … und einen … ?“ „… Korn dazu?“ , kam die Antwort, die mit einem zögernden Nicken bestätigt wurde.

Was tat sie hier? Das konnte es doch wirklich nicht sein!
Entschlossen griff sie nach ihrem Handy und wählte die Nummer ihrer besten Freundin. Doch dann entschloss sie sich rasch zu einer SMS, da sie sich zu sehr beobachtet fühlte.
„Nehme den Zug um 18.44 Uhr. Sei bitte am Bahnhof, muss mit dir reden.“
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Mona Lisa edited this comment 4 weeks ago.
Pandarinepro replies:
Passen tun ja eigentlich beide Varianten, aber irgendwann muesste man die losen Enden dann wieder zusammenfuehren.

Der Zug um 18:44 konnte ja nun nicht fahren, weil es da auf der Streck in der Naehe des Bahnhofs irgendein Problem gab. Und von dem Korn wurde ihr bestimmt so schlecht, dass sie zusammenbrach, und man eine Ambulanz rief, die sie ins Krankenhaus fuhr, wo zur gleichen Zeit ...
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Lillian Virginia Mountweazel replies:
Na kurz und gut, sie beginnt, nachdem man ihr gründlich den magen leergepumpt hatte, später ein verhältnis mit dem chefarzt. Der ist zwar das genaue gegenteil von ihrem freund, nämlich äusserst romantisch, schwärmt für sonnenuntergänge und was wollte ich jetzt noch sagen...also er steht auf so romantisches zeugs wie lebkuchenherzen und plastikblumen... und das ist ja schon mal ein gutes zeichen für ein happy end. Allerdings lässt ihm sein job nicht viel zeit, seine romantischen anwandlungen weiter zu verfolgen und auszuleben...also schon wieder ein problem. Mist!

Was machen wir denn nur...man verstrickt sich immer tiefer in diese geschichte ohne licht am ende des tunnels zu sehen. Ah, ich hab's. Die junge dame steht gerade auf dem bahnhof und ihr freund ist nicht mit dem zug eingetroffen, als ein grosser schwarzer hund, der zwischen den gleisen rumstreunt, weil er sonst nichts zu tun hat, auf sie zu rennt und sie fröhlich und genüsslich in die wade beissen will. Die junge dame bekommt einen riesenschrecken und fängt an laut zu schreien. Und wie das eben so ist: davon wacht sie auf, und sagt zu ihrem mann, der sie etwas verstört und besorgt anblickt: also Heinrich-Egon, du wirst nicht glauben, was ich gerade geträumt habe. Da war ich doch mal vor 87 jahren auf diesem provinzbahnhof, den namen habe ich vergessen, ist ja auch nicht wichtig und wartete auf so einen komischen typen, also den kenne ich gar nicht...ja, stell dir das mal vor, und dann...also dieser langzeitlebengefährte von mir war ja zuweilen von meinen romantischen anwandlungen genervt, aber an jenem tage hatte er sich vorgenommen, klaglos mitzuspielen und sogar sein teil dazu beizutragen, dass es ein unvergesslicher tag werden sollte.
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Mona Lisa replies:
erinnert mich irgendwie an schulaufsätze. mit dem schlusssatz
"da klingelte der wecker ..." kommt man immer aus den unwahrscheinlichsten geschichten wieder raus. :-)
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Lillian Virginia Mountweazel replies:
Genau so hatte ich das ja früher auch immer gemacht! ;-)) Obwohl mir die variante meines neffen: "Und dann gingen wir zu meiner oma fernsehen schauen" auch sehr gut gefallen hat.
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
ich habe schon verworreneres wieder zusammengefügt. daran sollte es nicht scheitern.
dein ansatz geht ja auch schon richtung krankenhaus als ort der wiedervereinigung. :-))

insgesamt strebe ich aber eine einfachere lösung an. das leben ist zwar kein ponyhof, so kompliziert ist es allerdings auch wieder nicht. :-)
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skind24pro says:
Irgendwie schade, dass diese Kurzgeschichten immer so kurz sind.... ;-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Man kann sie mehrmals lesen, dann sind sie länger.
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
kurzgeschichten sind eine art denkanstoß, man muss sie weiterspinnen. :-)
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Lillian Virginia Mountweazel replies:
Ich glaube, das haben hier die meisten leute recht gut verstanden :-)) Also dann bin ich mal auf deine nächste variante gespannt, richtig - zu kompliziert sollte man sie nicht machen, denn das leben ist schliesslich auch nicht immer kompliziert ;-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
hermannfjpro says:
interessanter thread...;-)
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
wir machen uns ja gerne ein bisschen spaß. :-))
Posted 4 weeks ago. ( permalink / translate )
pixelkids says:
Ich bin ganz berührt und beschämt.Da hast du meine Variante aufgenommen und so schön ausformuliert und ich schau erst heute wieder rein .Aber scheins hast du auch anderes zu tun (gehabt) denn ein Ende ist ja wirklich noch nicht in Sicht.Ein aus welchen Gründen auch immer zufälliges Treffen bei der Freundin könnte zu einem kommödiantischen Verwechslungsdrama ausgeschmückt werden ( a la er steht da mit den Dessous in der Hand wenn sie ankommt) aber das ist ja viel zu platt für deine Geschichte.Da muss was besseres her.Ihn allerdings vom Zug überrollen zu lassen wie in Variante 1 ist zwar eine unvorhergesehene tragische Wendung und passt gut zum ersten Satz(er hatte es mal wieder gründlich vermasselt), aber was ist die Moral von der Geschichte ?Ich hoffe du bist noch dran.
Posted 2 weeks ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
ja, irgendwie ist die sache wieder aus dem blickfeld gerückt, als das "normale" leben mich überrollte. mal sehen, ob ich den faden noch mal aufgreife. :-)
Posted 2 weeks ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Jaja, das leben ist das, was passiert während man was anderes plant. Ich hätte aber schon mal den titel für die fortsetzung: Auch späte Würmer fangen frühe Vögel. Oder so in der richtung.
Posted 13 days ago. ( permalink / translate )
Pandarinepro replies:
Der vollgefressene Wurm faellt nicht weit vom Apfel waere auch ein interessanter Titel ...
Posted 13 days ago. ( permalink / translate )
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Dieser titel ist grosse klasse. Der gefällt mir ganz ausgezeichnet...aber den vogel müsste man schon noch drin unterbringen, damit man weiss, dass die fortsetzung zur ersten geschichte ist.
Posted 12 days ago. ( permalink / translate )
pixelkids says:
Ja das hatte ich mir schon so gedacht.Warum sollte es dir anders ergehen???
Posted 13 days ago. ( permalink / translate )

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