Auf nach Schloss Eckberg
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| Schloss Albrechtsberg |
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| Lingnerschloss |
Denkmalschutz wurde in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nicht so groß geschrieben: Beim Umbau1956/57 unter Leitung von Gerhard Guder ging ein Großteil der historischen Innenausstattung verloren.
Heute gibt es im Lingnerschloss übrigens ein Büro des Dresdner UNESCO-Weltkulturerbes, und es gibt auch Ausstellungsräume dort. Was machen die bloß, wenn wegen des Waldschlösschenbrückenbaus der Titel aberkannt wird?
Schloss Eckberg, unser nächstes Ziel, war direkt vor der Wende Jugendtourist-Hotel. Erklärtes Ziel der DDR-Führung: Westliche Jugendliche sollten staunen und denken: Wow, was für ein tolles System, dass es Jugendlichen ermöglicht, in solch edlen Häusern zu schlafen - und das auch noch für kleines Geld (nur wenige Mark kostete die Übernachtung). Dass hier (fast) nur Westklassen schliefen, dass die Jugendlichen im Rahmen ihres Hotelaufenthalts ein gelenktes Programm mit geschulten Begleitern aufgezwungen bekamen - das merkten sie nicht unbedingt. Heute ist das Schloss ein Hotel für eher Betuchte, das gleiche gilt für das Restaurant. Aber es ist seinen Preis wert und hat - auf der Terrasse bei Sommerwetter - den bezaubendsten Freisitz in Dresden zu bieten.
Schloss Eckberg
Da müssen wir also hin! Zwischen Schloss Albrechtsberg und dem Lingnerschloss gibt es keine ersichtliche Grenze - man merkt heute noch das alte Zusammengehören der beiden Komplexe. Eckberg hingegen führt in jeder Hinsicht ein Eigenleben, weswegen es auch eine Mauer rundherum gibt. Allerdings eine mit Toren, und wenn man Glück hat, ist das zum Lingnerschloss "für Gäste des Hotels oder des Restaurants" geöffnet.
Schloss Eckberg entstand nur kurz nach den beiden anderen Schlössern, erlaubt sich aber einen ganz eigenen Stil. Neogotischer Tudorstil sagen die Architekurbeflissenen, Dornröschenschloss könnte man weniger fachmännisch sagen, und wer es kitschig findet, steht vielleicht auch nicht allein da. Sei's drum: Eckberg ist ein Hingucker, mit seinen Türmen und Zinnen. 1859/61 wurde es nach Plänen Christian Friedrich Arnolds für den Großkaufmann John Daniel Souchay erbaut - für den Geldadel also.
Offensichtlich konnte man Anfang des 20. Jahrhunderts mit Mundhygiene in Dresden gut reich werden: Odol-Lingner hatte die Villa Stockhausen gekauft, Schloss Eckberg gelangte 1925 in den Besitz des Zahncremefabrikanten Ottomar Heinsius von Mayenburg (“Chlorodont”). Für das Schloss und seinen Park durchaus ein Glücksumstand, denn Mayenburg galt als großer Gartenfreund und Botaniker - also ließ er den Schlosspark in einen prächtigen Blumengarten umgestalten und hielt - damals nicht selbstverständlich - das Areal in den Sommermonaten auch für die Allgemeinheit offen.
Sonnenanbeter
Von Mayenburgs Gestaltung haben auch heutige Besucher noch etwas - zum Beispiel stehen sie erstaunt-verwundert vor dem "Sonnenanbeter”, den der Dresdner Jugendstilkünstler Sascha (Alexander) Schneider geschaffen hat. Ein schöner Jüngling, den Mann sich gerne genauer ansieht! Eckbergs Garten steht den Besuchern auch heute offen (es sei denn, eine Großveranstaltung lässt dies nicht zu).
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| Schloss Eckberg |
(wird fortgesetzt)
[Karte des Spaziergangs]
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Thomas Stachepro says:
Ich erlaube mir mal, etwas zum Namen "Eckberg" hinzuzufügen - der ist nämlich eher banal: Als östlichstes Schloss stand es natürlich auf dem Berg "an der Ecke", so jedenfalls wurde es mir berichtet =)
Pandarinepro says:
The Guennipro says: