Wenn der Schneider auf den Tisch klopft, antwortet zuerst die Schere.
Weiss jemand von euch, was das genau bedeutet?
Danke schön!
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Published on November 2nd, 2007
by Paŭl Peeraertspro |
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Wenn der Schneider auf den Tisch klopft, antwortet zuerst die Schere.
Weiss jemand von euch, was das genau bedeutet?
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Rosi`sEyespro says:
Paŭl Peeraertspro replies:
Jomo Ipfelkofer replies:
Ankaux mi pensas, ke eblas du signifoj, kiel skribis Ivan.
Tiu proverbo similas ankaux al la turka proverbo: "Imam osurursa, cemaat sicar." Kiam la imamo furzas, la moskea komunumo fekas. Ili tro-obeas tro-imitante la cxefon...
GiNa P. says:
Einen tiefsinnigeren Hintergrund wüßte ich im Moment nicht...
Paŭl Peeraertspro replies:
GiNa P. replies:
--
Seen in my account recent activity (?)
Paŭl Peeraertspro replies:
Gartenfreuden (Wolfgang)pro says:
Paŭl Peeraertspro replies:
Mona Lisa says:
Roland Platteau says:
Sed la proverban (estas proverbo?) signifon, mi ja ne scias!
eble tio volas diri, ke li estas tute sola?
fan_berlin says:
und dem Schneider - seine Schere.
Der Schneiderspruch klingt einleuchtend. Ist das vielleicht eine Übersetzung aus dem Niederländischen?
Paŭl Peeraertspro replies:
GiNa P. replies:
Oder ich hab nicht zugehört... ;o)
Paŭl Peeraertspro replies:
Truus _s says:
heb ook geen idee...kan er wel van alles bij verzinnen..maar daar heb je ook niets aan...kan het ook Belgisch zijn??lol
Wanneer een kleermaker op de tafel klopt..antwoord eerst de schaar?
Groetjes..Truus
Paŭl Peeraertspro replies:
Ivan MG says:
www.sprichwoerter.net
de.wikiquote.org/wiki/Deutsche_Sprichwörter
Paŭl Peeraertspro replies:
Ivan MG replies:
En la hispana ni havas multajn proverbojn kaj unu el ili kiun mi memoras nun estas pli-malpli jen: «Como canta el abad, así responde el sacristán». Ĝi pli-malpli signifas ke oni ĉiam faras tion kion sia estro faras. Eble tiu germana proverbaro sifnifas la samon (kvankam ĝi povus signifi ankaŭ la malon, ĉu ne?)
Mi ankaŭ trovis ion, kiu ŝajnas esti la germana versio de tiu hispana proverbo, sed mia scio de la germana ne estas tiel bona kaj mi ne havas tempon nun por serĉi en la vortaro. Jen:
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder heraus.
Wie der Abt vorsingt, so antwortet der Küster.
Wie der Herr, so der Knecht.
Wes Brot ich ess’, des Lied ich sing’.
Paŭl Peeraertspro replies:
NicoleB says:
Nix?
Edit: Nope, nix, niente, komsich...
GiNa P. says:
Was über die Schere fällt, gehört dem Schneider.
Estland
Vielleicht hängt es ja auch damit zusammen...
--
Coming from paul_peeraerts blog (?)
Paŭl Peeraertspro replies:
Frank Merla says:
[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Schere. Röhrich: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten (c) Verlag Herder]
Schere
Etwas unter die Schere nehmen: etwas bearbeiten oder in Angriff nehmen in der Absicht, es zu bessern. Das redensartliche Bild bezieht sich auf die Tätigkeit des Wollscherers, der Knoten und die Unebenheiten aus dem Tuch entfernte, um es zu glätten.
Die Redensart Einen unter die Schere nehmen bezieht sich dagegen mehr auf den Haarschneider. In übertragener Bedeutung meint sie heute: einen zurechtweisen, jemandem den Übermut dämpfen.
Einen in die Schere nehmen: einen unter Druck setzen, ihn 'In die Zange nehmen', ihn etwas entgelten lassen. Ähnlich heißt es schon in der 'Zimmerischen Chronik' (III, 242): »Der fiel in zum ersten, wie man sprucht, in die scheeren und must die suppen ußfressen«.
Die sächsische Wendung 'Ich wer'n emal in de Schere nehm, aber nich mit Brechstangen' hat das Bild von der Schere auf die kreuzweise zuschlagenden Arme übertragen und bedeutet: mit jemandem ohne fremde Hilfe fertig werden.
'Mit de knappe Scher tosnieden' wird in Holstein bei übergroßer Genauigkeit und Geiz als Redensart verwendet. Dabei werden die ursprünglich dem Schneider zugeschriebenen Eigenschaften verallgemeinert.
'He het de grote Schere uthangen' ist eine in Ostfriesland übliche Wendung. Das Aushängen der Schere als Handwerkszeichen des Schneiders deutet in der Redensart auf Übervorteilung hin. Die niederländische Redensart 'Daar hangt de schaar uit' meint ebenfalls überteuerte Preise und Beutelschneiderei. Pieter Bruegel hat sie auf seinem großen Redensarten-Bild dargestellt.
Die bairische Wendung 'einem d'Schar aufheben' bedeutet: einem die Ausübung seines Gewerbes untersagen. Es erfolgte hierbei eine Verallgemeinerung vom Schneiderhandwerk auf alle übrigen Gewerbe, die die Schere nicht zum Kennzeichen haben. Scheren schleifen: schwatzen, lästern, verleumden; die Vorstellung vom Abschneiden der Ehre wirkt auf das Bild von der Schere wie auch die allgemeine schlechte charakterliche Einschätzung eines Scherenschleifers.
Schon früh wurde die Tätigkeit böser Zungen in Redensarten festgehalten und verurteilt, z.B. von Johannes Pauli in 'Schimpf und Ernst' (13a): »Sie tragen wasser auff beyden achseln, und schleiffen scheren und wenden und reitten auff zweyen sätlen«. Auch Johann Fischart schreibt über die Weiber: »dann eh sie ein halb stund gelachten, und scheren schliffen eine stund, da jn nit gstehet hand noch mund« ('Flöhhatz-Weibertratz' 333, 1577). Ganz ähnliche Redensarten sind noch heute in Köln gebräuchlich, wenn esvom Kaffeeklatsch heißt: 'Et Schierche wor fließich em Jang', oder daß man dort 'et Schierche schliefe' kann.
Die Wendung Sie sind mit einer Schere gestutzt hat die gleiche Bedeutung wie die Redensart 'Sie sind über einen Kamm geschoren', d.h. sie sind gleich zu beurteilen, einer ist nicht besser als der andere.
Ist eine Schere besonders stumpf, macht sich der Arger darüber auch in Redensarten Luft: 'Die Schere schneid' wie e dooder Hund beißt' (obersächsisch) oder 'De Scher bitt mehr as se snitt' (holsteinisch).
Will man in Köln jemanden in den April schicken, dann läßt man ihn 'de Jlasescher holle'.
Schneider
Frieren wie ein Schneider: sehr leicht frösteln, kälteempfindlich sein. Den Schneider hielt man früher wegen seines angeblich geringen Körpergewichts, seiner Schmächtigkeit, Schwäche und Kränklichkeit und vor allem wegen seiner Stubenhockerei ohne körperliche Ausarbeitung für weibisch, verzärtelt, überempfindlich und nicht genügend abgehärtet.
Essen wie ein Schneider: sehr wenig zu sich nehmen. Die Schwächlichkeit der Schneider führte man auf mangelnde Nahrung zurück. Vor allem wenn die Schneider zu den Bauern auf Stör gingen und bei ihnen im Hause arbeiteten, fiel auf, daß sie sehr wenig vertragen konnten im Gegensatz zu dem kräftigen Appetit der Landarbeiter. Vgl. Schneiderspottlieder, z.B. Erk-Böhme: Deutscher Liederhort Nr. 1634/35: 'Schneider Jahrstag'.
Laufen wie ein Schneider: sehr schnell laufen, nicht vom eigenen Körpergewicht gehemmt werden.
Sich wie ein Schneider am Ostertag tummeln: sogar an den Sonn- und Feiertagen arbeiten. Dies geschah bei den Schneidern häufig, wenn sie termingerecht etwas fertigstellen mußten.
Herein, wenn's (was) kein Schneider ist! ruft man scherzhaft, wenn jemand anklopft und man nicht weiß, wer hereinkommen wird. Vermutlich hat der seine Forderungen eintreibende Schneider den Anlaß zu dieser Redensart gegeben, eigentlich eine Parodie der Wendung Herein, wenn's ein Schneider ist!, die in der Schneiderzunft eine wichtige Rolle spielte. Die Sitzungen der Schneidergesellen fanden bei offener Zunftlade statt. Es war also eine streng geschlossene Gesellschaft, zu der niemand sonst Zutritt hatte. Forderte jemand Einlaß, dann hieß es: 'Herein, wenn's ein Schneider ist!' (Wissell II, S. 110).
Der Schneider hatte immer Schwierigkeiten, seine Rechnungen zu kassieren, er wurde oft abgewiesen und noch dazu verspottet. Darauf weisen verschiedene Redensarten: Beim Schneider hängenbleiben: seine Kleiderrechnung nicht bezahlen, Schulden haben; Dastehen wie ein geleimter (nicht bezahlter) Schneider und Einen Schneidergang (-ritt) tun: unverrichteterdinge zurückkehren, einen vergeblichen Gang tun, um Geld zu erlangen, seine Schulden einzutreiben. Sprichwörtlich wurde daher auch die Armut der Schneider: Den Schneider im Hause haben: Mangel leiden, sich mit eigenen Sorgen quälen müssen. Auffällig war auch die lange, ungeregelte Arbeitszeit der Schneider, die oft bis tief in die Nacht nähen mußten. Daher sagt man redensartlich übertragen Den Schneider auf den Augen haben oder Der Schneider kommt (kriecht) jemandem in die Augen: er wird schläfrig, die Augen fallen ihm zu.
Dem Schneider werden nur üble Eigenschaften nachgesagt, vor allem gilt er als diebisch und lügnerisch. So sagt man z.B. Dem Schneider ist viel unter den Tisch gefallen: er hat von dem Stoff, den er verarbeiten sollte, viel für sich behalten und für seine Kinder. Tatsächlich hatte der Schneider unter seinem Tisch eine Kiste für Stoffreste, das 'Auge' oder die 'Hölle' genannt, in das er auch manches noch brauchbare Stück fallen ließ. Man glaubte, daß aus diesem Grunde kaum ein Schneider in den Himmel käme. Deshalb heißt es, wenn etwas Seltenes geschieht, wenn bei Regen die Sonne scheint oder eine Stockung im Gespräch eintritt: Nun kommt ein Schneider in den Himmel.
Dem Schneider wurden auch Faulheit und Nachlässigkeit nachgesagt, Pfuscher.
Wenn die Nähte nicht halten, heißt es: Der Schneider hat mit der heißen Nadel genäht, paßt das Kleidungsstück nicht oder ist eine Sache ihrer ganzen Anlage nach verdorben, sagt man: Der Schneider hat die Hosen verschnitten (das Maß verloren). Auf den Pfuscher weisen die Wendungen 'Meister, ich bin fertig, darf ich trennen (flicken)?' und Er ist einem Schneider durch die Werkstatt gelaufen: er besitzt wenig Kenntnisse und Fertigkeiten in seinem Beruf.
Die Wendung Den Schneider auskaufen (ausklopfen, oberoesterreichisch 'herauszwicken') bezieht sich auf den Brauch, jemandem, der ein neues Kleidungsstück zum erstenmal trägt, im Scherz zu schlagen oder zu kneifen.
Als verächtliches Schimpfwort gilt die einfache Feststellung Er ist ein Schneider, auch: Ein hinkender (windiger) Schneider, denn sie bezeichnet den Schwächling und den Furchtsamen, den sogar ganz geringe Gegner, wie Läuse, Mücken, Spinnen oder Schnecken, in die Flucht schlagen können. Daher erscheint eben das Märchen vom 'Tapferen Schneiderlein' (Kinder und Hausmärchen der Brüder Grimm 20) als bemerkenswerte Ausnahme von der Regel. Eine besonders deutsche Ausprägung des Handwerkerspottes ist der um 1400 in Süddeutschland entstandene 'Schneider-Geiß-Spott'. Der 1. Hinweis darauf findet sich 1408 in einem Straßburger Ratsprotokoll, in dem ein Schneider-Spottlied verboten wird. Ursprünglich handelt es sich um eine sexuelle und obszöne Anspielung auf den Schneider als 'Geißbuhler'. Aus Oberschwaben ist belegt:
Der Schneider und die Geiß,
die machten eine Reis.
Der Schneider wollte reiten,
die Geiß, die wollt's nicht leiden,
die Geiß nimmt einen Seitensprung
und wirft den Schneider im Kuhdreck rum.
Erst im 16. Jahrhundert wurde 'Schneiderbock' der verallgemeinerte Spottname. Der Ritt des Schneiders auf dem Bock und der Kampf zwischen Schneider und Bock wurden nun Themen der bildlichen und literarischen Darstellungen. Vor allem in Spottversen und Liedern spielten sie bis zum 17. Jahrhundert eine große Rolle und sind bis heute im allgemeinen Bewußtsein geblieben im Unterschied zu anderen Berufsschelten. Vgl. Erk-Böhme: Deutscher Liederhort Nr. 1631/32: 'Es wollt ein Schneider wandern wohl auf sein Schneidergeiß', und EB. Nr. 1636: 'Es hatten sich 77 Schneider verschworn'. Man denke auch an redensartliche Scherzworte wie »Schneider, Schneider, meck, meck, meck!« (Wilh. Busch).
Das Wort Schneider tritt andererseits euphemistisch für Teufel ein, vor allem im Fluch: Hol dich der Schneider!
Aus dem Schneider (heraus) sein: über dreißig Jahre alt sein (vgl. 'Tief in den 29 stecken', 'Dreimal genullt haben'), nicht mehr ganz jung sein, besonders von alten Jungfern gesagt. Weiterhin bedeutet diese Redensart: aus den schlimmsten Geldverlegenheiten und Schulden heraussein, und schülersprachlich: in den Stimmbruch kommen. Der Ausdruck stammt vom Kartenspiel, wo Schneider werden weniger als dreißig Augen bekommen hieß. Wer aus dem Schneider ist, hat demnach mehr als dreißig Augen, d.h. mehr Auch in einem alten studententischen Bierspiel ('Lustig, meine Sieben') spielte die Wendung eine ähnliche Rolle: wer unter dreißig bli
Frank Merla says:
Die Wendung Schneider sein bedeutet allgemein leer ausgehen, keinen Jagderfolg haben, aber auch: am Tag nichts verkauft haben. Literarischen Ursprungs ist der in der Anrede gebräuchliche Ausdruck Gevatter Schneider und Handschuhmacher. Bei Schiller heißt es in 'Wallensteins Lager': »Sind Tieffenbacher, Gevatter Schneider und Handschuhmacher«.
Den Schneider haben ist umgangssprachlich eine verhüllende Umschreibung für die Menstruation.
Weitere Literatur: E.K. BLÜMML und F.S. KRAUSS: Der Schneider im Vierzeiler Ausseer und Ischler Schnaderhüpfel (Leipzig 1906); H. KLENZ: Schelten- Wörterbuch (Straßburg 1910); A. KELLER: Die Handwerker im Volkshumor (Leipzig 1912); H. GUMBEL: Alte Handwerksschwänke (Jena 1928); R. WISSELL: Des alten Handwerks Recht und Gewohnheit, 2 Bde. (Berlin 1929); B. SALDITT: Der Schneider und die Geiß im Volksmunde bis zum 17. Jahrhundert, in: Hessisches Blatt für Volkskunde 30 (1932), S. 88-105; H. HEPDING: Zum Schneider-Spott, in: Hessische Blätter für Volkskunde 39 (1941), S. 67; H. ROSENFELD: Die-Entwicklung der Ständesatire im Mittelalter, in: Zeitschrift für d. Ph. 71 (1951/52), S. 196-207; M. RUMPF: Deutsches Handwerkerleben und der Aufstieg der Stadt (Stuttgart 1955); W. DANCKERT: Unehrliche Leute. Die verfemten Berufe (Bern - München 1963); M. EIDEL: Schneiderlieder, in: Handbuch d. Volksliedes I, in: Motive, Freiburger folkloristische Forschungen, Bd. I (München 1973); L. RÖHRICH und G. MEINEL: Redensarten aus dem Bereich von Handwerk und Gewerbe, in: Alemannisches Jahrbuch (Bühl/Baden 1973); G. GROBER-GLÜCK: Motive und Motivationen in Redensarten und Meinungen. Textband. (Marburg 1974), S. 357-369 (= § 195-§ 200); E. MOSER-RATH: Lustige Gesellschaft (Stuttgart 1984), S. 204-210.